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Wunderkammere

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(Witergleitet vun Kunstkammer)
S Museum Wormianum vom Ole Worm, 17. Jh.

D Wunderkammere oder Kunstkammere us dr Spootrönessans und em Barock häi sich us de früenere Raritäte- oder Kuriositätekabinett (Panoptika) entwigglet und bezäichne e Sammligskonzept us dr Früefaase vo dr Museumsgschicht, wo Objekt mit alle mööglige Härkumft und Bestimmige gmäinsam bresentiert het.

Im Lauf vom 19. Joorhundert si d Kunst- und Wunderkammere von de spezialisierte Museum, wo hüte üüblig si, abglööst worde, bsundrigs vo de Naturkundesammlige mit iirem wüsseschaftlige Aaspruch.

Dr Terminus technicus Kunst- und Wunderkammere, in dr Zimmerische Chronik (1564–66)[1] zerst noochgwiise, het sich dur em Julius von Schlosser sim Wärk Die Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance (Leipzig 1908) iibürgeret und isch au im Änglische gebrüüchlig. Näbe de uniwerselle Kunst- und Wunderkammere bestöön au räini Kunstsammlige oder räini Naturaliekabinett.

  • Gabriele Beßler: Wunderkammern – Weltmodelle von der Renaissance bis zur Kunst der Gegenwart. 2., leicht veränderte Auflage. Reimer, Berlin 2012, ISBN 978-3-496-01450-8.
  • E. Bergvelt, R. Kistemaker: De wereld binnen handbereik. Nederlandse kunst- en rariteitenverzamlingen, 1585–1735. 2 Bde., Amsterdams Historisch Museum, Amsterdam 1992.
  • Horst Bredekamp: Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte. (= Wagenbachs Taschenbuch; Bd. 361). Wagenbach, Berlin 2000, ISBN 3-8031-2361-5.
  • Horst Bredekamp: Theater der Natur und Kunst: Wunderkammern des Wissens; eine Ausstellung der Humboldt-Universität zu Berlin; 10. Dezember 2000 bis 4. März 2001, Martin-Gropius-Bau. Berlin 2000.
  • Lorraine Daston, Katharine Park: Wunder und die Ordnung der Natur 1150–1750. Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8218-1633-3.
  • Andreas Grote (Hrsg.): Macrocosmos in Microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450 bis 1800. Opladen 1994, ISBN 3-8100-1048-0.
  • Remigius Faesch, André Salvisberg: Das Museum Faesch – Eine Basler Kunst- und Raritätensammlung aus dem 17. Jahrhundert. Baasel 2005, ISBN 3-85616-229-1.
  • Oliver Impey, Arthur MacGregor (Hrsg.): The Origins of Museums. Clarendon Press, Oxford 1985.
  • Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH (Hrsg.): Wunderkammer des Abendlands. Museum und Sammlung im Spiegel der Zeit. Bonn 1995.
  • Johann Daniel Major: Unvorgreiffliches Bedencken von Kunst- und Naturalien-Kammern ins gemein. Reuman, Kiel ca. 1674 (Digitalisat)
  • Klaus Minges: Das Sammlungswesen der frühen Neuzeit. Kriterien der Ordnung und Spezialisierung. (= Reihe Museen – Geschichte und Gegenwart; Bd. 3). Lit, Münster 1998, ISBN 3-8258-3607-X.
  • Thomas Jakob Müller-Bahlke: Die Wunderkammer. Die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale). 1998, ISBN 3-930195-39-9.
  • Dieter Pfister: Die Kunst- und Wunderkammer in Praxis und Theorie. Aspekte des manieristischen Universalsammlungswesens, Basel 1982.
  • Krzysztof Pomian: Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln. (Wagenbachs Taschenbuch; Bd. 302), Berlin 1998, ISBN 3-8031-2302-X.* Claudia Rütsche: Die Kunstkammer in der Zürcher Wasserkirche: öffentliche Sammeltätigkeit einer gelehrten Bürgerschaft im 17. und 18. Jahrhundert aus museumsgeschichtlicher Sicht. Bärn 1997.
  • Helmar Schramm u. a. (Hrsg.): Kunstkammer, Laboratorium, Bühne. Schauplätze des Wissens im 17. Jahrhundert. Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-017737-4.
  • Steffen Siegel: Die 'gantz accurate' Kunstkammer. Visuelle Konstruktion und Normierung eines Repräsentationsraums in der Frühen Neuzeit. In: Horst Bredekamp, Pablo Schneider (Hrsg.): Visuelle Argumentationen. Die Mysterien der Repräsentation und die Berechenbarkeit der Welt. Wilhelm Fink Verlag, Münche 2006, ISBN 3-7705-4113-8, S. 157–182.
 Commons: Wunderkammere – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Graf Froben Christoph von Zimmern: Zimmerische Chronik (Manuskript, entstande 1564–66)
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Wunderkammer“ vu de dütsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.