Tula Roy
D Tula Roy (* 16. Dezämber 1934 z Bueriis, Italie; † 23. Dezämber 2025 z München[1]) isch e Schwyzer Filmmacheri un Pionieri vum Schwyzer Film gsii.[2][3] Vu iire stammt ain vu dr wiichtigschte Film iber d Schwyzer Frauegschiicht mit em Titel Eine andere Geschichte.[4][5]
Lääben un Wäärch
[ändere | Quälltäxt bearbeite]D Tula Roy het noch ere Uusbildig as Fotograafi z Baasel freiberuefli fir Brässe, Architäktuur un Induschty gschafft. No Filmkiirs an dr F+F z Züri un an dr Hoochschuel fir Gstaltig Züri het si as freii Filmmacheri gschafft.[3] Derzue het si ne Leerufdraag am Pestalozzianum z Züri ghaa. Syt Mitti vu dr 1970er Joor sin e Hufe Film entstande, vyylmool in Zämenaarbet mit em Kameramann Christoph Wirsing. Anne 1975 hän d Tula Roy un dr Christoph Wirsing ire eerscht Dokumäntaarfilm Lady Shiva: „Oder die bezahlen nur meine Zeit“ realisiert, e Borträä vu dr Sexarbaiteri Irene Staub.[6] In ire Film goot sum Bolitik, Feminismus, Broschtituzioon, lyybligi un gaischtig Behinderig, Erzieig, Juuged un Sexualitaat. Si isch Mitgliid vum Verain CH-Filmfrauen gsii.
Zum Film Eine andere Geschichte het si gsait, Feminischtene z Züri hätte si gfrogt ghaa, eb si ne Film zue dr Frauegschiicht in dr Schwyz chennt mache. Die Aafrog het zue re fascht 3-stindige Trilogy gfiert, wu vu feministische Kämpf un Streemige in dr Schwyz zwische 1910 un 1991 handlet. Akzioone un Straik fir legaali abdryybig, s Frauestimmräächt, glyyche Loon, Mitsproochräächt un geege Gwalt geege Fraue, verschiideni Strategie un Perschpäktiive vu dr Arbaiternebeweegig bis zue buurgerge Aasätz wie s Buech Frauen im Laufgitter vu dr Iris von Roten, wu anne 1958 e grooßi Debatte aagstooße het.[7] D Trilogy isch anne 2021 in ere digitaale Fassig un zum eerschte Mool uf Franzeesisch in dr Online-Edition filmo uusechuu.
Anne 2020 un 2021 hän d Soledurner Filmdääg unter dr Laitig vu dr Anita Hugi iri filmhistoorisch Sekzioon «Histoires du cinéma suisse» em Filmschaffe vu Schwyazer Reschiseerne gwidmet. Unter em Titel «Film.Pionierinnen» het me im Jänner 2021 zee Film vu dr siibe Filmmacherne Tula Roy, Gertrud Pinkus, Lucienne Lanaz, Carole Roussopoulos, Marlies Graf Dätwyler, June Kovach un Isa Hesse-Rabinovitch zaigt. S Brogramm isch in Zämenaarbet mit dr Cinémathèque Suisse, dr Schwyzer Online-Edition filmo un em Schwyzerischen Nazionaalmuseum entstande.[8] Fir s Filmbrogramm sin vyyl vu dääne Film digitalisiert un wider verfiegbaar gmacht woore.[9] Im Rame vum Filmbrogramm isch im Juuni 2021 s Brojäkt «Her Story-Box» entstande[10] wu d Tula Roy un di andere geerte Filmpionierine e perseenlige Yyblick in rre Schaffe gän. Das Projekt ist online frei verfügbar.
En ander Interview mit dr Tula Roy zum Film Jugend und Sexualität (1979) isch 2023 entstande un isch in dr virtuälle Uustellig Eine Ausstellung zum frühen feministischen Film der Schweiz publiziert woore.[11]
Wie me am 7. Jänner 2026 erfaare het, isch d Tula Roy am 23. Dezämber 2025 im Alter vu 91 Joor gstoorbe.
Uusglääseni Filmografy
[ändere | Quälltäxt bearbeite]- 1975: Lady Shiva oder Die bezahlen ja nur meine Zeit[12][13]
- 1975: Jugend und Sexualität[14]
- 1978: Lieber ledig als unverheiratet[15]
- 1981: Ich möchte Bundesrat werden[16]
- 1992: Liebe – einfach kompliziert[17][18]
- 1994: Eine andere Geschichte – Ein Film in drei Teilen über politisch aktive Frauen in der Schweiz[17][19]
- 2002: Mittendrin[20]
- 2003: Spiel mit dem Sand[21]
- 2004: Selbstbestimmt leben
- 2006: Seiltänzer[22]
- 2008: Cesare Ferronato
Weblink
[ändere | Quälltäxt bearbeite]- Publikatione vo und über Tula Roy im Katalog Helveticat vo dr Schwiizerische Nationalbibliothek
- Anita Hugi, Tula Roy (1934–2025): Mutig, neugierig, konsequent, woz.ch, 8. Jänner 2026
- Artikel un virtuälli Uusstellig vu dr Cinémathèque suisse uf de Blattfoorme Home - virtuelle Ausstellungen der Cinémathèque suisse un Repérages - Zeitschrift der Cinémathèque suisse, Meerz 2025.
- D Tula Roy in dr Oral-History-Seerie Her Story Box zue Schwyzer Filmpionierne vu dr Reschiseeri Anita Hugi, gfilmt[23] im Landesmuseum Zürich[24] in Zämenaarbet mit Studänte*ne vu dr HEAD – Genève, ZHDK un dr Seraina Winzeler, Cinémathèque suisse.
- Tula Roy in dr Internet Movie Database
Fueßnote
[ändere | Quälltäxt bearbeite]- ↑ Daniel Leutenegger: Die Schweizer Filmemacherin Tula Roy ist gestorben. In: ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform. 7. Januar 2026, abgruefen am 8. Januar 2026 (Schwiizer Hochtüütsch).
- ↑ Solothurner Filmtage: Filmographie. In: Cinéma Suisse. Solothurner Filmtage, 6. Januar 2021, abgruefen am 6. Februar 2021 (tüütsch, französisch).
- 1 2 SWISS FILMS: Tula Roy. Abgruefen am 22. Juni 2020.
- ↑ CINEBULLETIN: Der Ausbruch der Frauen – CINEBULLETIN. Abgruefen am 31. Januar 2021.
- ↑ Eine andere Geschichte. In: Online-Edition FILMO. Verein Film.CH / Solothurner Filmtage, 5. Februar 2021, abgruefen am 6. Februar 2021.
- ↑ Schöbi, Caroline, Zürich, ca. 1974. Ein Desorientierungsversuch, in: Schöbi, Caroline, Waack, Linda, Winzeler, Seraina (Hg.) Texte zum feministischen Film der Schweiz, Repérages 01/2025
- ↑ Doku über Schweizer Frauen – Regisseurin: «Wir haben für diesen Film keine Männer gebraucht». 27. Januar 2021, abgruefen am 31. Januar 2021.
- ↑ Histoires du Cinéma Suisse. Abgruefen am 13. Februar 2021.
- ↑ Der Triumph der Frauen. Abgruefen am 13. Februar 2021.
- ↑ Anita Hugi: Her Story Box: Tula Roy. In: Film.Pionierinnen: Her Story Box. Anita Hugi, Seraina Winzeler, 13. Juni 2021, abgruefen am 14. Juni 2021 (deutsch).
- ↑ Interview mit Tula Roy in Eine Ausstellung zum feministischen Film der Schweiz, auf: Home - Virtuelle Ausstellungen der Cinémathèque suisse, März 2025.
- ↑ Auswahlschau der neuen Filme. In: Neue Zürcher Zeitung, 7. Februar 1975 (Digitalisat in e-npa.ch).
- ↑ che.: Frühwerke des «neuen» Schweizer Films. In: Neue Zürcher Zeitung, 27. November 1992, S. 66 (Digitalisat in e-npa.ch).
- ↑ Solothurner Filmtage 2021. In: Memoriav. 11. Januar 2021, abgruefen am 31. Januar 2021.
- ↑ wg.: Professionalität zwischen Konzilianz und Engagement – Eindrücke zu den 14. Solothurner Filmtagen. Hrsg.: Neue Zürcher Zeitung. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2. Februar 1979, S. 65.
- ↑ Der Bund (Hrsg.): Ansporn zum Weitermachen – Zur Verleihung des Ida-Somazzi-Preises an drei Schweizer Filmemacherinnen Ansporn zum Weitermachen. 13. März 1995.
- 1 2 Louise Monthoux-Porret: Histoire du Cinéma Suisse 1966–2000. Hrsg.: Cinémathèque Suisse. Band 2. Editions Gilles Attinger, Hauterive 2007, ISBN 2-88256-177-6.
- ↑ Tula Roy: Liebe – einfach kompliziert. Tula Roy Film Produktion, 9. März 1992, abgruefen am 31. Januar 2021.
- ↑ filmo - Eine andere Geschichte. Archiviert vom Original am 15. November 2025; abgruefen am 26. Dezember 2025.
- ↑ Filmpräsentation Mittendrin. Abgruefen am 13. Februar 2021 (de-DE).
- ↑ DAS FILMPROJEKT. Abgruefen am 13. Februar 2021.
- ↑ Wie Seiltänzer? | NZZ. Abgruefen am 13. Februar 2021.
- ↑ Anita Hugi: Her Story Box. Narrative Boutique, Cinémathèque Suisse, Schweizerisches Nationalmuseum., 13. Juni 2021, abgruefen am 1. Dezember 2025 (tüütsch, französisch).
- ↑ Film.Pionierinnen – Vernissage « Her Story Box ». 13. Juni 2021, abgruefen am 26. Dezember 2025 (Schwiizer Hochtüütsch).