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Rosa von Praunheim

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dr Rosa von Praunheim (2018)

Dr Rosa von Praunheim (buurgerli Holger Bernhard Bruno Mischwitzky; * 25. Novämber 1942 z Riga as Holger Radtke, † 17. Dezämber 2025 z Berlin) isch e dytsche Film- un Theaterreschiseer, Broduzänt, Autor, Brofässer fir Reschy un Aktivischt un Mitgrinder vu dr LGBTQ-Beweegig z Dytschland gsii.

Dr Rosa von Praunheim het as ain vu dr wiichgtische Verdrätter vun Neie Dytsche Film gulte, me zellt en au zue de Autoore- un Avantgardefilmer. In iiber 50 Joor het er iiber 150 Chuurz- un Langfilm voorrangig mit queere Sujet drillt. Sy filmisch Gsämntwärch isch seli grooß, dur sy chinschtlerisch Schaffe iber vyyl Jorzeent isch Rosa von Praunheim zue däm Name woore, wu simboolisch fir dr dytsch queer Film stoot. Au internazionaal giltet er as wiichtige Pioniier, wu Grundlaage vum queere Kino gschaffe het.

Mit sym Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt vu 1971 het dr von Praunheim dr Wääg ufdue fir di bolitiscg Schwuule- un Lesbebeweegig in dr Bundesrepublik Dytschland, wu si ab aafangs 2010er-Joor noodisnoo unter Näme wie LGBTQ- un Queer-Beweegig wyterentwicklet het. Bis in d 1990er-Joor het er in dr Effetligkait un in de Meedie as ain vu dr wiichtigschte Chebf vu dr Schwuule- un Lesbebeweegig gulte. Wu dr § 175 StGB anne 1994 abgschafft wooren isch, wu uurspringli sexuälli Handlige zwische Manne kriminalisiert ghaa het, het si dr von Praunheim allmee us dr effetlige Debatte zruggzooge un het si uf Filmaarbet kunzäntriert.

Uusglääseni Filmografy

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  • 1967: Rosa Arbeiter auf goldener Straße I
  • 1968: Grotesk – Burlesk – Pittoresk
  • 1968: Von Rosa von Praunheim
  • 1969: Samuel Beckett
  • 1969: Rosa Arbeiter auf goldener Straße II
  • 1969: Schwestern der Revolution
  • 1971: Die Bettwurst
  • 1971: Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
  • 1973: Berliner Bettwurst
  • 1974: Axel von Auersperg
  • 1976: Ich bin ein Antistar – Das skandalöse Leben der Evelyn Künneke
  • 1977: Portrait George and Mike Kuchar
  • 1977: Der 24. Stock
  • 1979: Tally Brown, New York
  • 1979: Armee der Liebenden oder Aufstand der Perversen
  • 1981: Unsere Leichen leben noch
  • 1982: Rote Liebe
  • 1983: Stadt der verlorenen Seelen
  • 1984: Horror Vacui
  • 1986: Ein Virus kennt keine Moral
  • 1987: Dolly, Lotte und Maria
  • 1987: Anita – Tänze des Lasters
  • 1989: Überleben in New York
  • 1990: Die AIDS-Trilogie (Positiv, Schweigen = Tod, Feuer unterm Arsch)
  • 1990: Affengeil
  • 1991: Stolz und Schwul
  • 1992: Ich bin meine eigene Frau
  • 1995: Neurosia
  • 1996: Transsexual Menace
  • 1997: Schwuler Mut – 100 Jahre Schwulenbewegung
  • 1999: Der Einstein des Sex
  • 1999: Can I Be Your Bratwurst, Please?
  • 1999: Wunderbares Wrodow
  • 2000: Für mich gab’s nur noch Fassbinder
  • 2002: Tunten lügen nicht
  • 2002: Kühe vom Nebel geschwängert
  • 2002: Pfui, Rosa!
  • 2005: Männer, Helden, schwule Nazis
  • 2005: Dein Herz in meinem Hirn
  • 2005: Wer ist Helene Schwarz?
  • 2007: Meine Mütter – Spurensuche in Riga
  • 2008: Tote Schwule – Lebende Lesben
  • 2008: Der Rosa Riese
  • 2009: Rosas Höllenfahrt
  • 2010: New York Memories
  • 2011: Die Jungs vom Bahnhof Zoo
  • 2012: König des Comics
  • 2012: Rosas Welt – 70 neue Filme von Rosa von Praunheim
  • 2014: Praunheim Memoires
  • 2014: Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben (as Broduzänt)
  • 2015: Härte
  • 2017: Überleben in Neukölln
  • 2017: ACT! Wer bin ich?
  • 2018: Männerfreundschaften
  • 2019: Darkroom – Tödliche Tropfen
  • 2020: Operndiven, Operntunten
  • 2022: Rex Gildo – Der letzte Tanz
  • 2024: Dreißig Jahre an der Peitsche
  • 2025: Satanische Sau

Uusglääseni Biinestugg

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  • 2018: Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht
  • 2020: Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs
  • 2022: Die Bettwurst – Das Musical
  • 2022: Zwei Fleischfachverkäuferinnen
  • 2024: Rex Gildo – Das Musical
  • 2024: Die Insel der Perversen

Uusglääseni Biecher

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  • Männer, Rauschgift und der Tod – Die Leidenschaften der Rosa von Praunheim. Studio Presse Hans Taeger, Berlin, 1967.
  • Zusammen mit Elfi Mikesch: Oh Muvie. Heinrich Heine Verlag, Streit-Zeit-Bücher, Nr. 5, Frankfurt am Main, 1969.
  • Sex und Karriere. Rogner & Bernhard, München, 1976 u. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1978, ISBN 3-499-14214-7.
    • Erweiterte Neuausgabe, Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Frankfurt am Main, 1991, ISBN 3-8077-0251-2.
  • Armee der Liebenden oder Aufstand der Perversen. Ausgewählt und herausgegeben von Toni Wiedemann u. Otto Frick. Trikont-Verlag, München, 1979, ISBN 3-88167-046-7.
  • Gibt es Sex nach dem Tode? Prometh Verlag, Köln, 1981, ISBN 3-922009-30-1.
  • Rote Liebe: Rosa von Praunheim im Gespräch mit Helga Goetze Sophia. Prometh Verlag, Köln, 1982, ISBN 3-922009-47-6.
  • 50 Jahre pervers. Die sentimentalen Memoiren des Rosa von Praunheim. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 1993, ISBN 3-462-02476-0.
  • Zusammen mit Mario Wirz: Folge dem Fieber und tanze. Briefe zwischen Alltag, Sex, Kunst und Tod. Aufbau-Verlag, Berlin, 1995, ISBN 3-7466-1142-3.
  • Mein Armloch. Gedichte. Martin Schmitz Verlag, Berlin, 2002, ISBN 978-3-927795-36-5.
  • Die Bettwurst und meine Tante Lucy. Fotobuch. Rosa von Praunheim Filmverlag, Berlin, 2006, ISBN 978-3-00-025597-7.
  • Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt – Ein Buch von Rosa von Praunheim. Rosa von Praunheim Filmverlag, Berlin, 2008, ISBN 978-3-00-025661-5.
  • Die Rache der alten dicken Tunte. Fotobuch. Rosa von Praunheim Filmverlag, Berlin, 2008.
  • Rosas Rache: Filme und Tagebücher seit 1960. Martin Schmitz Verlag, Berlin, 2009, ISBN 978-3-927795-48-8.
  • Ein Penis stirbt immer zuletzt. Gedichte, Zeichnungen, Kurzgeschichten. Martin Schmitz Verlag, Berlin, 2012, ISBN 978-3-927795-60-0.
  • Wie wird man reich und berühmt? Wie dreht man Filme, schreibt Gedichte, malt man Sterne und Schwänze? Autobiografisches Lehrbuch. Martin Schmitz Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-927795-78-5.
  • Der große und der kleine Penis. Kinderbuch für Erwachsene. Riva Verlag, München, 2020, ISBN 978-3-7423-1542-7.
  • Rosa von Praunheim (Hrsg.): Elfi Mikesch – vis-à-vis. Fotobuch. Rosa von Praunheim Filmverlag, Berlin, 2020.
  • Rosas Theater. Vier Stücke von Rosa von Praunheim. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2022, ISBN 978-3-596-70824-6.

Uusglääseni Heerspiil

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  • 1980: Frauen zwischen Hitler und Goethe
  • 1986: Die Nachtigall oder der grausame Sohn
  • 1987: Adonis in New York
  • Christa Maerker et al.: Rosa von Praunheim – Reihe Film 30. Carl Hanser Verlag, München 1984, ISBN 978-3-446-13967-1.
  • Wolfgang Jacobsen: Rosa von Praunheim – Filmemacher. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, edition text + kritik, Lieferung 3, 1985.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, S. 323 (f.), ISBN 3-89602-340-3.
  • Julius Pöhnert: Provokation in Rosa. Typen, Tunten, Charaktere in Rosa von Praunheims Filmen. Mühlbeyer Filmbuchverlag, Frankenthal 2014, ISBN 978-3-945378-12-0.
 Commons: Rosa von Praunheim – Sammlig vo Multimediadateie