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Karl Friedrich Rieber

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy

Dr Karl Friedrich Rieber (* 1. Juli 1903 z Löörech; † 3. Mai 1980) isch e dytsche Musiker, Autor un Kulturreferänt gsii.

Dr Rieber isch z Wyyl ufgwagse, im doomoolige Fabrikstadtdail Fridlige, in de 1920er isch er uf Löörech zooge.

Är het scho ai Joor friejer wie syni Klassekamraade s Abitur chenne mache, anne 1921 z Bruusel. No dr Schuel het er z Baasel, z Fryburg un z Uppsala (Schweede) zeerscht evangelischeiTheologi un Orgelespiil studiert, speeter derno Musikwisseschaft, Chunschtwisseschaft un Philosophi. Im Meerz 1926 het er z Fryburg bim Bachforscher Willibald Gurlitt mit dr Disserazion „Die Entwicklung der geistlichen Solokantate im 17. Jahrhundert“ zum Dr. phil. bromewiert.

Im April vum nämlige Johr het er si mit dr Elisabeth de Roche verlobt, ere Dochter vum Drogischt Albert de Roche, wu sällemols d Schwanedrogeri am Märtblatz gfiert het. S Baar het ai Johr speter ghyrote. Im Summer 1926 isch im Chandermer Julius Umbach Verlag s Liederbuech „Alte Weisen“ zue de alemannisch Gedicht vum Johann Peter Hebel uusechuu, wu dr Rieber gsammlet ghaa het. Des Liederbuech isch anne 1988 vum Friedrich Resin nei ufglait un vum Hebelbund uusegee woore.

Ab 1926 het er si z Löörech fir s Kulturlääbe yygsetzt. Anne 1926 het dr Rieber dr Arbaitergsangverain „Freundschaft“ ibernuu, wu 1933 ufglest woren isch. Ändi 1926 het er mit dr Laitig vu de „Geistliche Abendmusiken“ aagfange, wu aimol im Monet in dr Stadtchilche stattgfunde hän. Dodrus isch dr Mottettechor Löörech firigange, wun er langi Zyt däm sy Dirigänt gsii isch. Är het e Hufe Chorwärch vum Mittelalter bis zue dr Gegewart ufgfiert, unter anderem Passione un Oratorie vum Schütz, Buxtehude, Bach un Händel. Di Gaischtlige Oobemusike sin e große Erfolg wore, wel s dr Rieber gschafft het, beriemti Musikier un Ensemble uf Löörech z hoole, z. B. dr Albert Schweitzer (1928), dr Paul Sacher un s Baasler Kammerorcheschter (1930), dr Leipziger Thomanerchor unter em Karl Straube (1936) oder Fritz Wunderlich (1954 un 1955). Vor 1933 het er mit dr Unterstitzig vum Stadtrot Rösch s Löörecher Volksbildigswäärch ufböue.

Noch em Chrieg isch er zwanzg Johr lang Kulturreferänt vu dr Stadt Löörech gsii, voreb är des Amt us gsundhaitlige Grind 1970 het mieße ufgee. In syre Zyt as Laiter vum Kulturamt het er d Volkshochschuel mit ufböue un het au no dr Stadtbibliothek gluegt. Är het langi Johr dr Scheffelbund glaitet, di „Städtische Konzerte" un Chunschtuustellige organsiert un dr musikalisch Noowugs dur dr Wettbewärb „Jugend musiziert“ gferderet, wun er z Löörech etabliert het. Au fir d Stedtepartnerschaft mit Sens z Frankrych het er si yygsetzt un in dr dertige Kathedral 1966 e Orgelekunzart vu dr Versehnig organisiert.

Dr Rieber isch au Organischt in dr Evangelische Stadtchilche z Löörech gsii un het fascht 35 Johr lang dr dertig Chilchechor glaitet.

Dernääbe het er dialäktologischi Studie iber s Alemannisch dribe, vor allem iber dr Johann Peter Hebel, un het dodriber Ufsetz gschribe un Vordreeg ghalte.

Anne 1971 isch er mit em Bundesverdienschtchryz un 1974 mit em Hebel-Dank uuszaichnet woore.

  • Alte Weisen zu den alemannischen Gedichten J. P. Hebels zum 100. Todestag des Dichters. Julius Umbach Verlag, Kandern 1926
Uusglääseni Ufsetz:
  • Vom Lautklang in J. P. Hebels alemannischen Gedichten. In: Die Markgrafschaft. Heft 3/1951, S. 4-6
  • Auf das Erleben kommt alles an! Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung „Oberbadische Maler“ in Freiburg i.Br. In: Die Markgrafschaft. Heft 10/1961, S. 2-5
  • Johann Peter Hebel und das alemannische Volkslied. In: Die Markgrafschaft. Heft 8/1964, S. 2-5
  • Markgräfler Trüübel. Alemannische Gedichte von Paul Sättele. In: Die Markgrafschaft. Heft 9/1964, S. 2
  • Max Läuger 1864–1952. Zum 100. Geburtstag. In: Die Markgrafschaft. Heft 11/1964, S. 2-4
  • Das Bild der Heimat. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. 31.1969, H. 1, S. 2
  • Von der Steinzeit zur Gegenwart. Das Lörracher Heimatmuseum in Wort und Bild. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. 31.1969, H. 2/3, S. 143–144
  • Der alemannische Dichter Hubert Baum. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 2(33).1971, H. 3, S. 158–160
  • Die alemannischen Dichter. In: Ekkhart. Jahrbuch für das Badnerland 52, 1972
  • Hermann Schneider zum Gedächtnis. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 5(36).1974, H. 1/2, S. 86–90
  • Glückwünsche zum Siebzigsten. Zum Geburtstag von Hubert Baum am 14. April 1976. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 7(38).1976, H. 3/4, S. 301-302
  • Ein Wort am Grabe Hermann Daurs 1977. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 8(39).1977, H. 3/4, S. 401
  • Zum 100sten Geburtstag von Adolf Glattacker. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 9(40).1978, H. 3/4, S. 421–422
  • Sieben Zeilen aus „Madlee“ von Hermann Burte. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 11(42).1980, H. 3/4, S. 325–327
  • Paul Ibenthaler: Karl Friedrich Rieber, Gründer des Motettenchor Lörrach. In: Unser Lörrach, eine Grenzstadt im Spiegel der Zeit. Kropf & Herz, Lörrach-Tumringen 1973, Bd. 4, S. 193-195.
  • Johannes Helm: Wer — wann — wo? Biographische Notizen aus dem Markgräflerland. In: Das Markgräflerland, Jg. NF 6(37).1975, Heft 3/4, S. 147–269
  • Den Toten zum Gedenken. Unser Ehrenmitglied Dr. phil. Karl Friedrich Rieber, * 1. 7. 1903 t 3. 5. 1980. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Jg. NF 11(42).1980, H. 3/4, S. 366 (Digitalisat)