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Ignatius Kohlund

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy

Dr Ignatius Kohlund (au Ignaz Kohlund; * 2. Augschte 1790 z Säckige; † 7. Februar 1862 z Fryburg isch e dytsche Beamte un Dichter gsii.

Dr Kohlund het an dr Uniwersiteet Fryburg studiert.[1] Är het as Dailigskummissar z Säckige gschafft un isch au Buurgermaischter vu Säckige gsii, 1832 isch er Amtsrevisor (Notar) z Bluemefeld gsii, 1834 Amtsrevisor z Säckige. 1840 het er as Rächnigsroot un Amtsrevisor z Löörech gschafft un speeter im nämlige Amt z Fryburg.

Är isch ghyroote gsii mit dr Johanna Broglie un het mit iire segs Chinder ghaa[2]

  • Heinrich Kohlund, Landgrichtsroot z Konschtanz
  • Maria Kohlund, Justitusvorsteheri z Fryburg
  • Karolina Johanna Kohlund (1840-1868)
  • Joseph Ignaz Valerian Kohlund (* 1842), Chaufmann, Diräkter vu dr Kuenzer-Fabrik
  • Dominika Erika Kohlund (* 1844), Mooleri z Fryburg
  • Friedrich Richard Benjamin Kohlund (* 1846), Mooler z Fryburg

Dr Kohlund het Gediicht uf Hoochdytsch un uf Alemannisch gschriibe. Är het zwai Biechli uusegeee mit Gediicht, s eerscht zum Hebelfescht, wu 1860 zum 100. Gebuurtsdaag vum Johann Peter Hebel veraastaltet wooren isch.

Dr Johann Baptist Trenkle schrybt in sym Buech „Die Alemannische Dichtung seit Johann Peter Hebel“ iber dr Kohlund:

„Kohlund war ein heiterer und biederer Mann und seine wenigen Dichtungen zeigen eine frischen Humor, wie solcher eben nur in Waldesluft und Waldesduft gedeihen kann.“

Trenkel 1881, S. 20

Wäge syne haitere Schnepfelieder het me em au „Schnepfelhebel“ gsait.

  • Der humoristische Vorläufer zur einhundertjährigen Geburtstags-Feier J. P. Hebel auf den 10. Mai 1860 in allemanischer Mundart von Kd. Wangler, Freiburg i.Br. 1860. 12 S.
  • Gedichte in reindeutscher und allemannischer Mundart. Mit einer Zugabe s. g. „Schnepfengedichte“. Druck und Verlag von H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1861. 96 S.
  • Hubert Baum: Alemannische Dichter und Schriftsteller in Baden, die in alemannischer Sprache schreiben (Fortsetzung). In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Geschichtsverein Markgräflerland, Schopfheim NF 8(39).1977, H. 1/2, S. 175
  • Johannes Helm: Wer — wann — wo? Biographische Notizen aus dem Markgräflerland. In: Das Markgräflerland, Jg. NF 6(37).1975, Heft 3/4, S. 196
  • Johann Baptist Trenkle: Die Alemannische Dichtung seit Johann Peter Hebel. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen mundartlichen Dichtung. Druck und Verlag von J. Lang, Tauberbischofsheim 1881. S. 19, 20, 147-150
  1. Die Matrikel der Universität Freiburg i. Br., Band 5
  2. Volkmar Schappacher: Die Zinsleute des St. Fridolin zu Stetten. Ortsfamilienbuch Stetten, Stadt Lörrach. Mit Katholiken im vorderen Wiesental und einer Gruppe von Katholiken in Basel und Riehen bis zum Jahre 1845. Alteingesessene Ortsgeschlechter bis um 1870. Geschichtsverein Markgräflerland e. V., Basel 2022. 670 S. ISBN 3-906129-11-X