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Caspar Streiff

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Dialäkt: Züritüütsch
de Caspar Streiff

De Caspar Streiff (15. Oktoober 1853 z Luchsige (hütt zu Glaris Süüd); † 7. Oktoober 1913 z Glaris) isch en Glarner Staatskassier und en Mundaartschriftsteller gsy.

De Streiff isch z Luchsige, eme Fabrikdoorff im Glaarner Hinderland, uf d Wält choo. Wo-n-er drüü gsy isch, isch de Vatter gstoorbe, und d Mueter isch zu irem Vatter uf Änedaa züglet. Nach de Komfirmazioon 1869 hät er anderthalb Jaar d École industrielle z Nöieburg psuecht, und drufaben isch er as Chauffme-Leerling i d Bauelestoff-Truckerei Egidius Trümpy z Glaris yträtte. Zwüschetduren isch er au na sächs Monet am stedtische Gimnaasium vo Belänz gsy. Nach de Leer hät er as Buechhalter z Landquart gschaffet, und dezue ane hät er für d Glaarner Naachrichten us em Püntnerland prichtet. Wo-n-er i s Glaarnerland zruggchoo isch, isch er in Bankdienscht yträtte. Vo 1892 bis 1894 hät er mit synere junge Familie drum au im belgischen Antwerpen gläbt.

1895 hät mer im Glaarnerland s nöi Amt vom Staatskassier gschaffe – dèè staat bis hütt de zäntraale Buechhaltig vom Kantoon voor –, und für die Stell hät mer de Streiff gnaa. Uf dèm Poschten isch de Streiff plibe, bis er gstoorben isch. S Schrybe hät er aber drum nöd uufggèè: Er hät e groossi Zaal Artikel und Mäinigsbyträäg für d Glaarner Naachrichte verfasst und hät auch beletristisch gschriftstelleret. Er hät gueti Bezieige ghaa und hät die pruucht, zum d Inträsse vo sym Kantoon z fördere: d Straass über de Chlause (die isch 1900 ygweit woorde) und über de Pragel (das Projäkt isch 1908 gschyteret).

De Streiff isch zwäimaal ghüraatet gsy: zeerscht ab 1880 mit der Elsbeth geboorene Streiff und nachanen ab 1886 mit de Maria Friederika geboorene Zweifel (Zwyfel). Syni Tochter Catharina Hösli-Streiff (1887–1968) us zwäiter Ee isch e Gèrmanischtin gsy und hät e Tokteraarbet über s Glaarnertüütsch gschribe, wo 1915 as achte Band vo de Byträäg zur schwyzertüütsche Grammatik usechoo isch.[1] De Familienaachlaass lyt i de Glaarner Landesbiblioteek.[2]

Wie s i sym Läbesbild ghäisst, isch de Streiff «e sunigi Natuur» gsy. Er hät e «natüürlichs, offes und impulsyvs Wäse» ghaa, wo-n-em «überall Fründ ggune hät». Drüberuse hät er mit Überzüügig d Inträsse vo de Puuren und de Baueletrucker gägenüber em Kantoon und em Bund verträtte.

Buechumschlaag vo 1904

De Streiff hät groossi Zaal a humoristische Verzeligen und Episoode gschribe, wo amig i Furtsetzig i de Glaarner Naachrichte abtruckt woorden sind. 1904, 1906 und (postum) 1913 sind e Zylete vo dènen i Buechform usechoo.

Bsunders syni Gschichte vom Heiri Jenni im Sunnebärg, wo-n-er vo 1898 bis 1904, 1907 und 1909/1910 publiziert hät, hät me gèèrn gläse. Wie de Schuelinschpäkter H. Heer im Voorwoort zum Buech vo 1904 gschribe hät, handli s sich um «liebliche Bilder eines fast idyllischen kleinbürgerlichen Daseins […] in welches die mancherlei kleinen Verlegenheiten und Enttäuschungen als eigentliche Würze des Lebens hineinwirken». Daadeby heb de Verfasser «alle Sorgfalt darauf verwendet, die mundartliche Form möglichst rein wiederzugeben».[3] Humoristisch, aber au voler Simpaty zäiged die Gschichte «die Welt aus der Sicht eines Glarner Kleinbauern, der die Stadt Zürich erkundet und verschiedene Gegenden der Schweiz bereist».[4] 1991 hät si de Glaarner Baeschlin-Verlaag nöi useggèè.

Er hät au welen e gröössers Wèèrch über d Glaarner Baueletrucker schrybe. Wil er im Prueff aber eso vill z tue ghaa hät, isch er mit dèm Projäkt nöd wyt choo.

Belletristischi Publikazioone

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  • Wie ’s äm Heiri Jenni im Sunneberg uf syner Zürireis gangä ist. I: Glarner Nachrichten 1898.
  • Der Heiri Jenni im Sunneberg als Fremdefüehrer. I: Glarner Nachrichten 1899.
  • Der Heiri Jenni im Sunneberg äm Sängerfäst i Schwandä. I: Glarner Nachrichten 1900.
  • Wie’s em Heiri Jenni im Sunneberg und siner Vrienä uf ihrer Rundreis’ g’gangen ist. I: Glarner Nachrichten 1900/1.
  • Der Heiri Jenni im Sunneberg uf siner Wälschlandfahrt. I: Glarner Nachrichten 1901/2.
  • Hochsetläbe im Sunneberg. I: Glarner Nachrichten 1902/3.
  • Heitere und ernste Bilder aus dem Glarnerland (unter dem Pseudonym Hans Freiberg). I: Glarner Nachrichten 1903.
  • We’s em Heiri Jenni im Sunneberg und syner Famili im letschte Jahr g’gangen ist. I: Glarner Nachrichten 1904.
  • Der Heiri Jenni im Sunnebärg. Erzählungen in Glarner Mundart. Huber, Frauenfeld 1904, Zweiter Band au daa 1906; Nöiuuflaag au daa 1907; Nöiuuflaag au daa 1921. – Nöiuuflaag under em Titel Dr Heiri Jenni im Sunnebäärg. Reiseerlebnisse eines Glarner Bauern. Baeschlin, Glarus 1991 (in ere Schrybwys, wo a d Dieth-Schrybig aapasset isch).
  • D’s Linggi und d’s Lena. Eine Dorfgeschichte aus dem Glarnerland. I: Glarner Nachrichten 1906.
  • Der Heiri Jenni im Sunnebärg äm eidgenössische Schützefäst z’ Züri. I: Glarner Nachrichten 1907.
  • Der Oberrüteli-Balz und si sibe Töchtere. I: Glarner Nachrichten 1908.
  • Der Heiri Jenni im Sunnebärg bim Cheiser vu Oestriich. I: Glarner Nachrichten 1909/10.
  • Glarner Dorfgschichte. Tschudy, Glarus [1913].
  • Reinhard Müller: Streiff, Caspar (Kaspar). I: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch. 20. Band: Sternbach – Streißler. Ug. vom Hubert Herkommer und em Konrad Feilchenfeldt. Saur, Bern/München 2000, ISBN 3-907820-25-8, S. 629.
  • Christian Schmid: Caspar Streiff. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz. – Verfasst nach em Lebensbild, wo d Catharina Streiff gschribe hät.
  • Catharina Streiff: Lebensbild. I: Caspar Streiff: Glarner Dorfgschichte. Tschudy, Glarus [1913], S. 5–16. – Quelle für diesen Artikel.
  1. Die Laute der Glarner Mundart.
  2. Reinhard Müller: Streiff, Caspar (Kaspar). I: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch. 20. Band: Sternbach – Streißler. Ug. vom Hubert Herkommer und em Kontrad Feilchenfeldt. Saur, Bern/München 2000, S. 629.
  3. Vorwort. I: Caspar Streiff: Der Heiri Jenni im Sunnebärg. Erzählungen in Glarner Mundart. Huber, Frauenfeld 1904, S. I ff.
  4. Christian Schmid: Caspar Streiff. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.