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Benutzer:Holder/Test2

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy

D’ Allgaiar Alpa ghöret zu de Nördliche Ostalpa. Dia große Bergwelt fangt öschtili vom Bodasee a und prägt s’ ganze Allgaiu. Vo Weschta bis gea Öschta zieht se sich auf ungefähr fünfundsiebzig Kilometer hi, und vo Norde bis gea Süda send’s rund fünfzig Kilometer. An dere Bergwelt hond drei Länder ihr Teil. Uf dr dütsche Seit ghört se zu Bayern, und uf dr österreichische Seit teilet sich Vorarlberg und Tirol d’ Alpa. Ganz im Süda, nahe beim Haldenwanger Eck, liegt uf dr Staatsgrenz dr südlichschte Fleck vo ganz Dütschland. Do stoht dr Grenzstoa Nummer hundertsiebenundvierzig. Grad do treffet sich au d’ drei Länder Bayern, Tirol und Vorarlberg. Aber wer do an mächtiga Gipfel oder a großs Denkmal erwartet, der wird sich wundera. Es isch a stills Eckle mitten in de Biarig, wo bloß d’ Grenzstoana zeiget, dass do drei Länder zammakemmet. So isch des Haldenwanger Eck it bloß a Punkt uf dr Landkart, sondern a Stück Allgaiar Bergwelt, wo drei Länder und doch bloß oine Hoimat zammaführt.

Charakteristik

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Jo, üser Biarig do oba, dia send halt ganz bsonderbar. S’ Gschtoi isch it überall gliich, und drum hond mir au so a wächslige Landschoft. Do findsch steili Grasbiarig, dia ma fascht nüm glaubt, dass no a Vieh druf goht. An manche Stell hond dia a Steilheit, dass ma secht: do muaß ma guat uf d’ Füaß luege. Und was do oba wachst an Bluama ond an Chräutle, des isch a Sach, dia findsch it überall i de Alpa. D’ Allgaiar Alpa send halt a schöns Stück Gottes Erd. D’ Wäg ond d’ Bähna, dia hond spater viel verändert. Früher, do isch ma halt mit de Füaß gange. Vo Hütt zu Hütt, über Grat ond Joch. Do isch ma a ganzi Woch unterwegs gsi, ond het it ins Tal abi müaße, wenn ma nur g’noh gnueg Brot ond an guata Magen gha het. Mir hond halt s’ Wätter vo Norde her. D’ Wolka kemmet, bleibet an de Biarig hänga ond lasset ihr Wasser obi. Drum isch’s do naß, und d’ Wisa blibet gria. Des isch guat für’s Vieh, au wenn dr Bauer manchmal fluecht, wenn’s im Heuet wieder drei Tag regnet. Im Winter, do hond d’ hohe Biarig viel Schnee. Do obe liagt er oft bis weit ins Johr nei. A paar ewige Schneefelder hond sich halte könne, und sogar a kloina Gletscher isch no do. Des zeigt halt, was für a rauhi und mächtigi Gegend des isch. Aber s’ Allgaiu ond d’ Allgaiar Alpa, des derf ma it durchanander bringe. S’ Allgaiu, des isch üser Land, d’ Höf ond Dörfer, d’ Wisa ond d’ Wälder, wo weit ins Land naus goht. D’ Allgaiar Alpa aber, des send d’ Biarig selber. Dia Biarig hond it bloß mit Dütschland z’toa. A Teil devo stoht scho uf Öschterriicher Boda, ond dr höchschte Gipfl au. Aber s’ Allgaiu selber ziagt sich no weit hinaus, weit über d’ Biarig naus. Ond wer dia Alpa kennt, der woaß: Ma muaß se it bloß oschaue – ma muaß se kenne, mit de Füaß ond mit’m Herza.

No dr Süda und dr Oschta, do isch d’ Grenz ganz klar. Do macht dr Lech d’ Scheid. Vom Austritt us de Alpa bei Füassa geit er obi bis zum Krumbach, wo bi Warth im Vorarlberg eina lauft. Dr Krumbach ziagt d’ Grenz weiter nauf bis zum Hochtannbergpass. Vo do goht’s am Seebach und an dr Bregenzer Ach entlang bis Au-Rehma. Gea Weschta hi, gege s’ Bregenzerwaldgebirg, do isch d’ Sach it so einfach. Do hond d’ Berg it überall a scharfe Linie, wo ma secha ka. Dr Alpenverein het des spater au festgleit und d’ Grenz so gmacht: Vo Au-Rehma am Rehmerbach nauf bis zum Stoggersattel. Nacher wieder abi am Osterguntenbach, am Schönebach und an dr Subersach bis nei in d’ Bregenzer Ach. Und vo do weiter am Wasser entlang bis zur Weißach und sogar bis zum Bodasee. Ma könnt’s au andersch mache und direkt an dr Bregenzer Ach bleiba. Aber dann tät ma zum Allgaiu no Gegenda dazua neh, dia eigentlich ganz im österreichische Vorarlberg lieget. Gea Norde na isch d’ Grenz no viel schwerer zum saga. Wenn ma s’ Allgaiu enger fasst, goht d’ Grenz vo dr Weißach-Eimündung an dr Bregenzer Ach entlang bis Oberstaufa. Vo do über d’ Konstanzer Ach und dr Große Alpsee bis Immenstadt. Nacher weiter über Retteberg, Wertach, Nesselwang, Pfronta-Ried und am Weißasee vorbei bis zum Lech bi Füassa. Manche Gelehrte hond aber au no d’ höhere Hügel weiter nördlich dazua g’noh. Drum rechnet ma oft au dr Pfänder, dr Hirschberg, dr Sulzberg, d’ Salmaser Höh und dr Rottachberg no zu de Alpen. Des send zwar it die hohen Biarig wie do obe, aber sie ghöret au zu dere Landschaft. Dr Hochtannbergpass verbindet üseri Allgaiar Alpa mit’m Lechquellengebirg. Dr Stoggersattel stellt d’ Verbindung zum Bregenzerwald her.

D’ große Gebirgszüge vo de Nördliche Kalkalpa kann ma grob in zwoi Sorta teile: Kettenbiarig und Plateaubiarig. Üseri westliche Biarig, und damit au d’ Allgaiar Alpa, send fast überall Kettenbiarig. Bloß do beim Hohe Ifa mit’m Gottesacker obe isch’s andersch, do hond mir a richtigs Karstplateau. A richtig durchgehender Hauptkamm goht nur dur dr südöschtliche und öschtliche Teil vo de Allgaiar Alpa. Des isch grad dr Grenzstrich zwischa Dütschland und Öschterriich. Der Kamm besteht hauptsächlich aus Hauptdolomit, a Gestei, wo ma in de Alpen oft findt. Er fangt hinta im Rappenaulal beim Schrofenpass a und ziagt sich ziemlich grad nauf bis zum Oberjoch. Vo dem Hauptkamm gehet vieli Seitenkämma weg. Da hond mir s’ Hohe Licht und d’ Peischelgruppe, dr Himmelschrofenzug, d’ Hornbachkette, dr Fürschießer, d’ Kegelköpf, d’ Höfatsgruppe, dr Kanzberg, d’ Daumengruppe, d’ Rosskargruppe und d’ Leilachgruppe. Jeder für sich wieder a Stück Bergwelt. Dr Hauptkamm liegt aber it mitten in de Allgaiar Alpa, sondern ganz am Süd- und Südoschtrand. Drum send d’ Kämma, dia gea Norde und Weschte laufet, viel länger als dia, dia gea Süda und Öschta gönd. Au d’ Täler vo Norde herauf send länger. Des merkt ma au beim Wandera. Vo Süda her kommt ma oft schneller zu de hohe Biarig. Viel Täler südlich vo Oberstdorf und bi Hinterstein hond ja au Fahrverbot, sodass ma it überall mit’m Waga nuf kann. Zum Beispiel vom Hohe Licht obi gea Süda bis zur Lechtalstraß isch’s bloß a kurze Wegstreck, gea Norde bis zur nächschta Fahrstraß aber viel weiter. Beim Hochvogel isch’s ähnlich. Ond trotzdem – und des isch halt d’ Gewohnheit vo de Leit – kemmet d’ meischta Bergsteiger no immer vo Norde her, us’m Allgaiu, zu de Biarig. Gea Weschta na hond d’ Allgaiar Alpa gar koan durchgehenda Hauptkamm. Vom Fellhorn bis zum Widderstein goht a vorgelagerter Kamm. Hinta dra liegt halbkreisförmig s’ hintere Kleine Walsertal. Beim Hohe Ifa und am Gottesacker obe wird des ganze Bild andersch: Do hond mir, einmalig weit herum, a richtigs Karstplateau. Nördlicher drvo kemmet wieder d’ Flyschbiarig, dia ihre eigene Ketta machat. Ganz im Norde vom Westflügel lieget dann d’ Allgaiar Nagelfluhkämma. Des send Biarig aus Nagelfluh und Molassagestei. Ma sagt, des sei eine vo de schönschta herausgearbeitete Molassegebirgsketta in de ganze Alpen. Und au no weiter nördlich, wo d’ Biarig niedriger werdet, hond mir wieder so kleini Ketta und Höha zwischa Bodasee und Wertach. D’ Tannheimer Biarig send wieder a ganz bsonders Stück. In ihrer Mitti hond se viel Wettersteinkalk, a Riffgestei. Drum stehet dia Biarig au so für sich do und hän it den gleiche Zusammenhang mit’m Hauptkamm vo de Allgaiar Alpa. Innerhalb vo de Tannheimer Gruppe selber gibt’s wieder an eigene Hauptkamm zwischa Aggenstein und Hahnekamm. D’ Biarig öschtlich und nördlich davon send einzelne große Biarigstöck.

Allgäuer Voralpen westlich der Iller

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Gea Norde na isch d’ Grenz it ganz leicht zum saga. Do hond mir kei scharfa Scheid, sondern d’ Biarig laufet langsam aus. D’ Nagelfluhkämma werdet gea Norde na immer niedriger, und so kimmt ma ganz allmählich us de richtige Alpa ins Vorland eina. Wenn ma d’ Allgaiar Alpa a bissle weiter fasst, denn ghöret au d’ Nagelfluahöha ond d’ Senka zwischa Bodasee ond Wertach dazua. Ganz im Weschta hebt sich dr Biarig am Bodasee steil nauf zum Pfänder ond zum Hochberg. Des nennt ma au dr Pfänderstock oder dr Pfänderrücken. Öschtili drvo kommt dr Sulzbergrücken, und no witer nördlich d’ Ketta vo dr Salmaser Höh, wo immerhin bis 1254 Meter naufgeht. D’ Südgrenz vo dere Berggegend goht vo Oberstdorf über Rohrmoos bis nüber nach Sibratsgfäll. Dr höchschte Biarig do isch dr Hochgrat mit 1834 Meter. D’ Gegend isch bei de Berggänger sehr beliebt, weil ma do schöne Wanderunga mache ka. Und s’ Gschtoi isch ganz unterschiedlich, it überall des Gliiche. Im nördliche Teil herrscht d’ Molassa vor. Des isch des Gschtoi, wo d’ bekannte Nagelfluahkämma bildet – dia langen, schön herausgschaffene Biarigkettä. D’ Hochgratkette selber fangt uf Vorarlberger Seit bim Hochhäderich mit 1566 Meter a. Vo do steigt se herüber ins Dütsche nauf zum Hochgrat ond zum Rindalphorn. Danach fällt se langsam wieder abi gea Nordeischt zum Mittagberg bi Immenstadt. Nordweschtili vom Mittagberg, beim Immenstädter Horn, hebt wieder a andere Ketta a. Dia zieht sich fast parallel zur Hochgratkette weiter und goht drüba über d’ Weißach bis zur Fluh hinüber. D’ südlicher Nagelfluahkette, dia vom Siplingerkopf weggoht, reicht zwar it so weit gea Nordeischt, zieht sich aber viel weiter gea Südweschta. Vom Siplingerkopf im Schwäbische geht se nüber ins Vorarlbergische zum Koppachstein. Weiter drüba über d’ Bolgenach kommt dr Hittisberg und hinter dr Subersach, scho im Bregenzerwald, endet se am Stangstattkopf. D’ Biarig, dia weiter südlich aufraget, hond wieder a anderes Gschtoi: Flysch. Des isch d’ nördlichi vo de zwoi große Flyschzonen vo de Allgaiar Alpa. Dia Flyschbiarig send it so schroff wie manch andere Felsbiarig. Se hond rundi, sanfte Forme, und grad drum send se im Winter guat für d’ Skitourer und Schneeschuhgänger. Dr bekanntischte do isch s’ Riedberger Horn mit 1787 Meter. Vom Riedbergpass nauf kommt ma recht guat druf. Au d’ andere Hörner – s’ Ofterschwanger Horn, s’ Sigiswanger Horn, s’ Rangiswanger Horn und s’ Bolsterlanger Horn – ghöret dazua. Au dr Piesenkopf und dr Feuerstätterkopf mit 1645 Meter send Flyschbiarig. Südlich vom Riedbergpass und öschtili vom Piesenkopf ändert sich s’ Gschtoi wieder. Do fangt dr Schrattenkalk vo dr Kreidezeit a, des Gschtoi, wo für dia südlicheren Biarig typisch isch. Dr bekanntischt do isch dr Besler mit 1679 Meter. Auf dr Besler nauf kommt ma entweder über a schmale, ausgesetzte Rampe oder a bissle leichter über dr Umweg vo Süda her. Und wer obe stoht, der hat a herrliche Aussicht hinüber zum Hauptkamm vo de Allgaiar Alpa.

Nordwestliche Walsertaler Berge

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S’ Kleine Walsertal bildet d’ Südgrenz vo de nordweschtiliche Walsertaler Biarig. Vo Oberstdorf über Rohrmoos bis Sibratsgfäll lauft d’ nördliche Grenz. Am Üntschenpass treffen sich d’ nordweschtiliche und d’ südöschtiliche Walsertaler Biarig. Do obe lieget se auf 1854 Meter beinand. Dr höchschte Biarig do isch dr Hohe Ifen mit 2230 Meter. Mit’m Gottesackerplateau daneben isch er wohl s’ auffälligste Stück vo dere ganzen Berggegend. Do obe herrscht s’ Gschtoi vo dr Kreidezeit vor, und au dr Diedamskopf, der gea Südweschta anschließt, gehört dazua. Anderscht send d’ übrige Biarig do herübe, vor allem gea Süda und Öschta. Dia hond Flysch als Untergrund. Des isch a Teil vo dr südliche Flyschzone vo de Allgaiar Alpa. Am Üntschenspitz erreicht dia Gesteinszone sogar 2135 Meter. Dia südliche Flyschzone zieht sich no witer gea Weschta ins Bregenzerwaldgebirg nei. Am Glatthorn bringt se es bis auf 2133 Meter. Dr Hohe Ifen und dia Biarig, wo witer weschtili im Bregenzerwald lieget – wie d’ Winterstaude im Norde und d’ Damülser Mittagsspitze im Süda – trennet d’ südliche und d’ nördliche Flyschzone vo de nordweschtiliche Ostalpa. Drum isch dr Hohe Ifen au a ganz bsonders Stück Erd. Do kommt a tiefere Gesteinsschicht zum Vorschein, dia eigentlich viel weiter nördlich gelegen wär, aber im Lauf vo de Erdgeschichte vo de Flyschmassen überdeckt und drübergeschobe worde isch

Südöstliche Walsertaler Berge

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D’ südöschtiliche Walsertaler Biarig, des isch a ganz bsondri Berggegend. Gea Norde na wird se vom Kleina Walsertal begrenzt. Gea Öschta und Südöschta laufet s’ Stillachtal und s’ Rappenaulatal vorbei. Des send eigentlich zwoi Stück vom gleiche Illerquellarmtal. Über dr Üntschenpass hond dia Biarig Verbindung zu de nordweschtiliche Walsertaler Biarig. Und am Schrofenpass schließet se an dr große Hauptkamm vo de Allgaiar Alpa a. Dr höchschte Biarig do herübe isch dr Große Widderstein mit 2533 Meter. A bekannte Gegend isch des au für d’ Wanderer und Skifahrer. D’ Fellhorn- und Kanzelwandbähna bringet vieli Leit nauf, und dr Mindelheimer Klettersteig isch weit herum bekannt. Aber net überall geht’s so lebhaft zua. Wo am Fellhorn oder rund um d’ Mindelheimer Hütt viel los isch, do findt ma auf der andere Seit au no stille Ecke, wo ma stundelang koan Menscha trifft – zum Beispiel in de Biarig nordöschtili vo dr Fiderescharte. Mitten in dere Berggruppe steht dr Elferkopf. Der isch 2387 Meter hoch und besteht aus Liaß-Gschtoi. Vo dr Widderstein-Seit her isch er durch tiefe Scharta recht guat abgtrennt. Dr Gemstelpass liegt auf 1971 Meter, und d’ Schärtle no tiefer. Vo de Gegend südlich vom Elferberg zieht sich a langer Bergrücken nüber gea Nordöschta zur Iller. Der teilt sich wieder auf: Oba im Norde steht dr Fellhorn mit 2037 Meter, und südlich drvo dr Alpgundkopf mit 2177 Meter. Dr Fellhorn selber gehört zur südliche Flyschzone vo de Allgaiar Alpa. Dr Kamm aber vom Widderstein über d’ Schafalpeköpf bis zum Alpgundkopf besteht aus Hauptdolomit.

Zentraler Hauptkamm

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Der zentrale Hauptkamm zieht sich vom Schrofenpass bis zum Mädelejoch. Wenn ma’s genau nimmt, liegt er it mitten in de Alpa, sondern bildet eher dr südliche Rand vo üserer Bergwelt. Sei Kern isch wie a großes Hufeisa gebaut. Gea Norde isch’s offen, und tiefi Einschnitte hond se kaum. Obendrauf sitzen spitze Gipfel, wia ma’s von de hohe Biarig kennt. Ganz im Norde stoht des berühmte Dreigestirn: d’ Trettachspitze mit 2595 Meter, d’ Mädelegabel mit 2645 Meter und d’ Hochfrottspitze mit 2649 Meter. D’ Trettachspitze zieht dabei über an eigenen Grat gea Norde weg. Südweschtili vo dr Hochfrottspitze, drüba über d’ Socktalscharte auf 2460 Meter, kommt dr Hohe Licht. Mit 2651 Meter isch er dr höchschte Gipfel vo dere Berggruppe. Dr berühmte Heilbronner Weg führt do obe entlang. Südlich vom Hohe Licht fällt dr Hochalpgrat erst a Stück ab und steigt dann wieder nauf zur Peischelspitze mit 2512 Meter. D’ Ellbognerspitze, dia südlich vom Hufeisa weggeht, bringt’s auf 2552 Meter. Vo dr Peischelspitze zieht dr Grat weiter gea Nordöschta. Dr letzte richtige Gipfel do isch dr Muttekopf mit 2431 Meter. Danach wird dr Grat langsam niedriger und verliert sich. Dia Peischelgruppe im Südöschta wird viel weniger besucht als dia bekannte Gegend zwischen Trettachspitze und Hohem Licht. Do findet ma no vieli stille Flecka. Neben dem großen Hufeisa hond mir no längere Bergrücken und a zweits Massiv im Südöschta. Vo dr Trettachspitze zieht sich dr Himmelschrofenzug wie a langer Rücken gea Norde. Er wird immer niedriger und trennt d’ Stillach und d’ Trettach, dia zwoi Quellflüss vo dr Iller. Beim Hohen Licht zweigt an dr Grenz no a Seitengrat ab zur Rotgundspitze. Südlich davon liegt d’ Große Steinscharte. Do führt dr Weg zu dem einzigen größeren Massiv, des neben dem Hufeisa no richtig für sich steht. Dr Biberkopf mit 2599 Meter steht ganz im Südöschta, nahe am südlichschte Punkt vo Dütschland. Aber sein Gipfel selber liegt scho im Tirol. Und zwischen Hufeisa und Biberkopf liegt hoch obe dr kleine Rappensee auf 2047 Meter. D’ Hauptgipfel do obe bestehen aus Hauptdolomit. Dia Gesteinsschicht isch einst über d’ Allgäudecke drübergschobe worde. An manche Stelle kann ma des heut no guat erkenna – zum Beispiel bei dr Kemptner Hütt oder bei dr Rappenseehütt. Manchmal sieht ma sogar, dass s’ Gschtoi zweimal übereinandergschobe worde isch. So besteht dr nördliche Teil vom Himmelschrofenzug aus Hauptdolomit, während dr südliche Teil aus Liaßgschtoi von dr Allgäudecke besteht, wo wieder über den Hauptdolomit drübergschobe worde isch.

D’ Hornbachkette, des isch a rauhe und wilde Biarigsketta. A scharfer Grat zieht sich do dahin, fast ohne große Einschnitt und Scharta. Sie zweigt bei dr Öfnerspitze mit 2576 Meter vom Allgaiar Hauptkamm ab. Eigentlich isch se d’ Fortsetzung vo dem großen Hufeisa vom Hauptkamm, bloß a bissle weniger fein gegliedert. Dr größte Teil vo dere Ketta liegt südöschtili vo dr Staatsgrenz scho ganz im Tirol. Aber nach gut zwölf Kilometer stoßt se scho wieder an s’ Lechtal, wo se au gea Süda und Öschta begrenzt. Gea Norde und Weschta na schließt se ans Hornbachtal a – und daher hond d’ Biarig au ihr Name. Ganz im Südweschta vo dr Hornbachkette, net weit vo dr Grenz, steht dr höchschte Biarig vo de ganze Allgaiar Alpa: dr Große Krottenkopf mit 2656 Meter. A gewaltiger Biarig, wo weit über d’ andere Gipfel herausschaut. Gea Nordeöschta na, bei dr Urbeleskarspitze, kemmet d’ Höhe no einmal auf 2632 Meter. Zur Hornbachkette ghört au no a Stück vom Hauptkamm zwischen Mädelejoch und Marchsattel. Dr höchschte Gipfel do isch wieder d’ Öfnerspitze. Und au dr Fürschießer ghört dazua. Der zweigt nördlich vo dr Öfnerspitze gea Nordweschta zur Trettach hin ab und erreicht 2271 Meter. S’ Gschtoi do obe isch hauptsächlich Hauptdolomit. Und obwohl dia Biarig so hoch und mächtig send, hond se ihre Einsamkeit bis hüt behalten. Viele Gipfel, au dia richtig hohe, kriaget im ganze Johr bloß ganz wenige Besucher. Do oben merkt ma halt no, was a stille Bergwelt isch. Ka Hüttengaudi, ka großer Strom vo Leit – bloß Wind, Fels und s’ Wetter.

Höfats- und Rauheckgruppe

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D’ Höfats- und Rauheckgruppe nimmt an Teil vom Allgaiar Hauptkamm ein. Sie goht vom Joch, wo ma s’ Märzle nennt, bis zum Hornbachjoch. Drum herum lieget d’ Täler: s’ Trettachtal, s’ Traufbachtal, s’ Oytal, s’ Hornbachtal und s’ Jochbachtal. Dr höchschte Biarig do isch s’ Rauheck mit 2384 Meter. Aber fast no bekannter als s’ Rauheck selber isch d’ Höfats. Dia Höfats zieht sich vom Rauheck gea Nordöschta und isch a Wahrzeichen vo de ganze Allgaiar Alpa. Mit ihre 2250 Meter und ihrer großen Eigenständigkeit steht se ganz für sich da. Wer sie vom Tal aus sieht, vergisst sie it so leicht. Des Besondere an dere Gegend send d’ steila Grasbärig aus Liaßgschtoi. Nirgends in de Allgaiar Alpa spielt des Grasgebirg a so große Rolle wia do. D’ Höfats isch freilich koan gewöhnlicher Grasbärig. Ihre Flanka send steil und verlangen Respekt. Früher hond d’ Bergbauern d’ steila Mahdwisa no gnutzt, aber des war a Arbeit, wo ma schwindelfrei sei muas. Witer südweschtili zieht sich dr Kegelkopf-Riedel gea Norde. Er wird zwar bloß 1959 Meter hoch, aber durch sei eigene Stellung isch er trotzdem a richtiger Berg für sich. Nur ganz obe in de nördliche Ausläufer vo dr Höfats findet ma Hauptdolomit als Fels. D’ andere Gegend wird vom Liaßgschtoi geprägt. Wer vo dr Kemptner Hütt zum Prinz-Luitpold-Haus geht, kommt mitten durch dia Bergwelt durch. Des isch a schöner Höhenweg, aber sonst hond dia Gipfel it vieli Weg nauf. Viele von de hohe Spitze send bloß für guati Berggänger erreichbar, und manche Ecke bleibt bis heut recht einsam. Do herübe zeigt sich dr Charakter vo de Allgaiar Alpa ganz besonders: wilde Felsbiarig, steili Grasflanka und a Landschaft, wo no viel vo ihrer alten Art behalten hot.

Hochvogel- und Rosszahngruppe

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D’ Hochvogel- und Roßzahngruppe, des isch a ganz bsonders Stück vom Allgaiar Hauptkamm. Sie fangt am Hornbachjoch mit 2020 Meter a und zieht sich über den Biarig, wo ihr dr Name gibt – dr Hochvogel – bis zum Notländesattel mit 1879 Meter. Dazu ghört au dr Seitenkamm gea Öschta, wo zum Große Roßzahn mit 2355 Meter und zur Stallkarspitze mit 2350 Meter führt. Rundherum lieget d’ große Täler: gea Süda s’ Hornbachtal, gea Öschta s’ Lechtal, gea Norde s’ Schwarzwassertal und gea Weschta s’ Bärgündletal. S’ Gschtoi do obe isch zum meischta Teil Hauptdolomit. Dr Hochvogel selber isch wohl einer vo de schönschta Biarig vo de ganze Allgaiar Alpa. Vor allem wenn ma ihn vo Norde her sieht, steht er do wia a richtige Berggestalt – stolz und frei. Er isch au dr mit Abstand meistbestiegene Gipfel vo dere Gruppe. Dr Hauptstützpunkt isch s’ Prinz-Luitpold-Haus, vo wo aus vieli Bergsteiger naufgehen. Aber rundherum wird’s schnell stiller. D’ andere Gipfel send zwar au schön und hoch, aber sie kriaget bei weitem it so viel Besuch. Kaum irgendwo in de Allgaiar Alpa merkt ma dr Unterschied so stark: do dr Hochvogel mit seine viele Leit, und bloß a paar Kilometer weiter drüba Gipfel, wo ma den ganze Tag vielleicht koan Menscha trifft. Grad dia Roßzahngruppe im Öschta isch so a stille Gegend. Obwohl d’ Gipfel mächtig aussehet, kemmet bloß selten jemand nauf. Beim Himmeleck, ganz im Süda vom Kammbereich, zweigt dann dr Weg vo dr Daumengruppe ab. Dia zieht sich weit gea Nordweschta ins Illertal hinaus und bildet wieder a ganz eigene Bergwelt.

D’ Daumengruppe liegt öschtili vom Illertal. Dr Himmeleck-Sattel, ungefähr auf 2005 Meter, verbindet se südlich vom Hochvogel mit de andere Teile vo de Allgaiar Alpa. Ihre Grenza send im Weschta s’ Illertal, im Norde und Nordöschta s’ Ostrachtal, im Südöschta s’ Bärgündletal und im Südweschta s’ Oytal. Dr höchschte Biarig do isch dr Große Daumen mit 2280 Meter. Bekannt send au dr Nebelhorn mit 2224 Meter und dr Hindelanger Klettersteig. Dr Nebelhorn isch einer vo de meistbesuchte Biarig, weil d’ Seilbahn vieli Leit bequem naufbringt. Im Südteil vo dr Daumengruppe hond mir schöne Höhenweg, wo weit über d’ Biarig hinziehent und a herrliche Aussicht bietent. Beim Gschtoi isch dia Gegend dreigeteilt. Dr Kamm um dr Große Daumen und dr Nebelhorn besteht aus Hauptdolomit. Weiter herum, vom Schnippenkopf über dr Weschtnordweschta bis zum Imberger Horn, findet ma Flyschgschtoi. Und südöschtili vom Nebelhorn, beim Schneck, do fanget wieder s’ Liaßgschtoi a. Des gibt dia bekannten steilen Grasflanka, wie ma se für d’ Allgaiar Alpa so gut kennt. Dr Schneck mit 2268 Meter isch do dr bekannteste Gipfel. Aber au s’ Himmelhorn mit 2111 Meter, gleich südweschtili davon, und s’ Laufbacher Eck mit 2178 Meter ghöret zu dere schönen Südostecke. Dia Grasflanka send im Sommer gria und voller Leben, aber ma darf it vergessen: Unter der schönen Wiesa steckt steiles Gebirg, und dr Berg will mit Respekt behandelt sei. So hond mir do a Mischung aus allem, was d’ Allgaiar Alpa ausmacht: hohe Dolomitgipfel, runde Flyschbärig und steili Liaßgrasflanka.

Vilsalpseeberge

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D’ Vilsalpsee-Biarig lieget ganz im Nordöschta vo de Allgaiar Alpa, zwischa Oberjoch und em Notländsattel. Rundherum hond se ihre Täler: Gea Nordöschta s’ Tannheimer Tal, gea Südöschta s’ Lechtal, gea Süda s’ Tiroler Schwarzwassertal und gea Weschta s’ Ostrachtal. S’ Gschtoi, wo do vor allem vorkommt, isch dr Hauptdolomit. Des isch des gleiche harte Biarigsgschtoi, wo au viele vo de hohe Gipfel am Hauptkamm aufbaut. Dr höchschte Biarig vo dere Gruppe isch d’ Leilachspitze mit 2274 Meter. Sie steht ganz im Süda uf em längste Bergrücken, wo gea Öschta und Nordöschta läuft und sich nüber bis ins Lechtal bei Weißenbach zieht. A mittlerer Bergrücken zieht sich gea Nordöschta und teilt sich bei dr Sulzspitze mit 2084 Meter wieder auf. Dia zwoi Rücken laufet beide abi ins Tannheimer Tal. Im Weschta vo dere Berggruppe steht dr Rauhhorn-Zug. Dr erreicht am Gaishorn 2247 Meter und isch eigentlich d’ nordweschtiliche Fortsetzung vom Allgaiar Hauptkamm. Er zieht sich an dr Staatsgrenz entlang: erst gea Norde, dann gea Nordweschta bis zum Kühgundkopf mit 1907 Meter, öschtili vo Bad Hindelang. Zwische Gaishorn und Sulzspitze liegt dr See, wo der ganze Gruppe ihren Name gibt: dr Vilsalpsee. A schöner Bergsee mitten drin in de Biarig. Vo Tannheimer Tal her kommt ma guat hin, und er liegt mit 1165 Meter sogar a bissle höher als s’ Tal selber. Ein bekannter Weg durch dia Gegend isch dr Jubiläumsweg. Er führt vom Prinz-Luitpold-Haus, nordöschtili vom Hochvogel, hinüber zur Willersalpe unterhalb vom Gaishorn. A großer Teil vom Rauhhorn-Zug wird do in luftiger Höhe überschritten. Von dr andere Seit her, vom hochgelegene Oberjoch bei Hindelang, führt dr Weg über dr Iseler, Bschießer und Ponten ebenfalls zur Willersalpe. Aber it jeder Gipfel do herübe wird so viel besucht. Vor allem im öschtiliche Teil gibt’s no vieli stille Biarig. Manche hond koan richtigen Weg nauf, aber für an geübten Berggänger send se ohne allzu große Schwierigkeit erreichbar. Do merkt ma no, dass d’ Allgaiar Alpa it bloß aus de bekannten Aussichtsbärig bestehet. Es gibt no viel Ecke, wo ma mit sich und dr Natur alloa isch.

Tannheimer Berge

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D’ Tannheimer Biarig send a ganz bsondri Berggegend in de Allgaiar Alpa. Früher hond d’ Leit dia Biarig sogar als eigene Gebirgsgruppe vo de Nördliche Kalkalpa angseha. Manchmal hot ma au „Vilser Alpa“ dazu g’sait. Erst später hond se zu de Allgaiar Alpa dazug’rechnet worde. Dr höchschte Biarig do isch d’ Köllenspitze mit 2238 Meter. S’ breite Tannheimer Tal trennt dia Biarig aber ganz deutlich vom übrige Teil vo de Allgaiar Alpa. Wer vom Tal aus nauf schaut, der merkt glei: Do stoht a eigene Bergwelt für sich. Au beim Gschtoi gibt’s große Unterschied. Bloß dr Sorgschrofen, der grad nordweschtili daneben liegt, macht a kleine Ausnahme. Während in viele andere Ecke vo de Allgaiar Alpa dr brüchige Hauptdolomit oder d’ Liaßgschtoi vo de Allgäuschichte vorherrschet, steht do im Hauptteil vo de Tannheimer Biarig dr Wettersteinkalk an. Des isch a festes Riffgschtoi. Und des merkt ma au beim Steiga und Klettera: Dr Fels hält guat und isch it so brüchig wia manch anderer Kalk in de Biarig. Grad drum send d’ Tannheimer Biarig mit ihre berühmte Gipfel wia dr Rote Flüh, dr Gimpel, d’ Köllenspitze und d’ Gehrenspitze a bekannts Klettergebiet worde. Aber it bloß d’ Kletterer hond ihre Freud dran. Au d’ Bergwanderer mögat dia Gegend gern. Vor allem im Frühsommer, wenn am große Allgaiar Hauptkamm obe no Schnee liegt, send do viele Weg scho frei und guat zum Begeh. Neben dr Köllenspitze send vor allem s’ Brentenjoch mit 2000 Meter und dr Einstein mit 1866 Meter besonders eigenständige Biarig. Ganz im Norde vo dere Berggruppe steht dr Kienberg mit 1536 Meter. Den sieht ma scho von weither. Vom Gschtoi und von dr Form her ghört er eigentlich zum Ausläufer vom Einstein. Wer vo dr Ferne auf d’ Tannheimer Biarig schaut, der sieht a Landschaft, dia sich deutlich vo de hohe, wilde Hauptkamm-Biarig unterscheidet. Do hond mir mächtige Felswänd, feste Kalkgipfel und grüene Täler eng beieinander. Dia Gegend isch kleiner als dr große Hauptkamm, aber sie hot ihren ganz eigenen Charakter. Und wer einmal zwischen Gimpel, Roter Flüh und Köllenspitze unterwegs gsi isch, der vergisst dia Biarig so schnell it.

Kamm des Falkensteins

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Dr Falkensteinkamm, den ma vor Ort au Zirmgrat nennt, isch a kloine und it besonders hohe Berggruppe ganz am Nordöschtrand vo de Allgaiar Alpa, zwischa Pfronta und Füassa. D’ Vils trennt dia Biarig vo de Tannheimer Biarig. Drüba über’m Lech fangen scho d’ Ammergauer Alpa a. Dr höchschte Punkt vo dere kleine Bergwelt isch dr Salober, den ma au Zwölferkopf nennt, mit 1293 Meter. Manchmal wird au dr ganze Grat als Zirmgrat bezeichnet. Mitten drin liegt dr bekannte Alatsee, um den sich vieli alte Gschichta und Sage ranket. Am Nordrand vo dere Gegend liegt dr größere Weißasee. Dr ganze Grat kann ma über Weg überschreita. Weil viel Wald druf stoht, isch d’ Aussicht zwar an manche Stell eingeschränkt. Aber wo dr Wald aufgeht, zeigt sich dr Wettersteinkalk mit seine auffällige Felsforme. Vor allem d’ Südseit fällt teilweise recht schroff abi. Des send zwar it dia hohen und wilden Biarig vom Hauptkamm, aber grad drum hond se ihre eigene Art: ruhige Waldweg, alte Felswänd und schöne Aussicht auf s’ Vorland und d’ hohe Alpa dahinter.

Allgäuer Voralpen östlich der Iller

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Öschtili vo dr Iller lieget a Berggegend, dia ma zu de Allgaiar Voralpa zählt. Sie liegt nördlich vom Oberjochpass. D’ Iller bildet gea Weschta d’ Grenz. Gea Süda schließt s’ Ostrachtal a, und gea Öschta s’ Vilstal. Dr höchschte Biarig do isch dr Grünten mit 1738 Meter. Dr Grünten wird au gern „Wächter vom Allgaiu“ g’nennt, weil er so frei über s’ Land herausschaut. Dia Biarig send vor allem für d’ Wanderer a schöne Gegend. Sie hond au an großen Vorteil: Sie werdet im Johr früher schneefrei und bleibet länger begehbar als dia höheren Biarig südlich davon. Beim Gschtoi isch dia Gegend ganz verschieden. Vier unterschiedliche Gesteinsart hond do ihr Gebiet. Ganz im Norde, wo d’ Kämma scho nimmer richtig hochalp send – zum Beispiel am Rottachberg mit 1115 Meter – herrscht d’ Molassa vor. Des send dia weichere Gschtoi, wo eher rundi Hügel und sanfte Rücken bildet. In dr Mitti, rund um s’ Wertacher Hörnle mit 1695 Meter und dr Edelsberg mit 1630 Meter, findet ma vor allem Flysch. Dia Biarig hond meistens rundi Forme und sanfte Flanka. Gea Südöschta, beim Sorgschrofen mit 1635 Meter, kommt wieder dr Hauptdolomit. Des isch des härtere Kalkgschtoi, wo au viele hohe Gipfel vo de Allgaiar Alpa aufbaut. Und dann steht mittendrin dr Grünten. Der liegt zwischen de Molassabiarig im Norde und de Flyschbiarig rundherum. Aber er selber hot no a ganz anderes Gschtoi: Schrattenkalk aus dr Kreidezeit. Drum isch dr Grünten geologisch verwandt mit’m Hohe Ifen. Zwei Biarig, dia zwar weit auseinanderlieget, aber im Innern aus ähnlichem Gschtoi aufgebaut send. So zeigt dia Voralpa auf kleinem Raum, was d’ ganze Allgaiar Bergwelt so besonders macht: weiche Hügel, rundi Grasbiarig, wilde Kalkfelse und überall der Wechsel vom einen Gschtoi zum andere.

Territoriale Aufteilung

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D’ Allgaiar Alpa, wenn ma se als ganzes Bergland betrachtet, hond it bloß mit einem Land z’toa. Dia Bergwelt zieht sich über zwoi Staatengrenza und über drei Bundesländer hin. Dr größte Teil liegt in Bayern. Mehr als d’ Hälfte vo de ganze Allgaiar Alpa ghört dazua. Der bayerische Teil richtet sich vor allem nach em Einzugsgebiet vo dr Iller. Des Wasser, wo vo de Biarig herunterkommt, sammelt sich do und zieht gea Norde. Dr Tiroler Teil dagegen gehört hauptsächlich zum Lech und seine Seitentäler. Und dr Vorarlberger Teil liegt vor allem im Gebiet rund um d’ Bregenzer Ach. An einer einzigen Stell treffen sich sogar drei Länder: Bayern, Tirol und Vorarlberg. Des isch dr sogenannte Dreiländerpunkt. Aber wer jetzt a mächtige Bergspitze erwartet, wird enttäuscht. Des isch bloß a unscheinbare Stelle a paar Meter weschtili vom Gehrner Berg. Der Gehrner Berg selber liegt ungefähr anderthalb Kilometer nördlich vom Vorarlberger Ort Warth und rund vier Kilometer weschtili vom Biberkopf. D’ Grenz zwischen Bayern und Vorarlberg hält sich it überall genau an d’ große Wasserscheide, wo des Wasser entweder gea Nordsee oder gea Schwarzes Meer läuft. So liegt zum Beispiel dr deutsche Ort Balderschwang scho auf dr weschtiliche Seite vo dere Wasserscheide. Umgekehrt liegt s’ Kleine Walsertal, obwohl es zu Vorarlberg ghört, auf dr öschtiliche Seite. D’ Grenz zwischen Bayern und Tirol dagegen läuft zum größten Teil genau am Hauptkamm vo de Allgaiar Alpa entlang. Dr bayerische Teil vo de Allgaiar Alpa liegt ganz im Regierungsbezirk Schwaba. Fast alles davon ghört zum Landkreis Oberallgaiu. Kleinere Stückle im Nordöschta lieget aber im Landkreis Ostallgaiu. Dazu ghöret zum Beispiel dia öschtilichschta Randbärig öschtili vo dr Iller, außerdem dr bayerische Anteil am Falkensteinkamm und an de Tannheimer Biarig. Dr Landkreis Lindau am Bodasee hot bloß an kleinen Anteil. Do geht’s hauptsächlich um dia Nagelfluahöha und Senka zwischa Bodasee und Wertach. Dazua ghöret dr nördliche Teil vom Pfänder und vom Sulzberg. Manche Leit rechnet dia Gegend scho zu de Alpen, andere sehent se eher als Vorland. Dr Tiroler Teil vo de Allgaiar Alpa liegt ganz im Bezirk Reutte. Dr Vorarlberger Teil gehört ganz zum Bezirk Bregenz. Wenn ma d’ Allgaiar Alpa aber noch weiter fasst und au d’ Adelegg dazurechnet, dann kimmt sogar no Baden-Württemberg dazua. Dia Adelegg gehört ebenfalls zu de Nagelfluahöha und Senka, wird aber fast nie wirklich zu de Alpen gezählt. Der Teil liegt im Regierungsbezirk Tübingen und im Landkreis Ravensburg. S’ Kleine Walsertal in Vorarlberg und dr Ort Jungholz in Tirol hond a ganz besondere Stellung. Dia zwoi Gebiete send sogenannte deutsche Zollanschlussgebiete. Des heißt: Auf dr Straß kommt ma bloß über deutsches Gebiet hinein. Beim Kleina Walsertal isch des a ganz eigene Sach. Zwar grenzt es über d’ Biarig an s’ übrige Vorarlberg, aber dia hohe Biarig verhindern a richtige Straßenverbindung. In de sechziger und siebziger Johr hond’s Pläne gea, an Straßentunnel vom Kleina Walsertal hinüber ins Tal vo dr Bregenzer Ach zu baue. Aber d’ Leit im Tal hond des abgelehnt. Zum einen hätt ma befürchtet, dass aus em ruhige Tal plötzlich a Durchgangstal für viel Verkehr wird. Zum andere wär ma trotz Tunnel zu de wichtige Orte in Vorarlberg no weiter gsi als zu de Städte und Märkt im Allgaiu. Jungholz isch no a ganz andere Besonderheit. Der Ort hängt nur an einer einzigen Stelle mit Tirol zusammen: oben am Gipfel vom Sorgschrofen. Do berührt sich s’ Jungholzer Gebiet mit em übrige Tirol – a Verbindung, dia ma sich fast it vorstellen kann, wenn ma’s vom Tal aus anschaut. So zeigt sich au an de Grenzen: D’ Allgaiar Alpa send it bloß a Bergkette. Sie send a alte Kulturlandschaft, wo Wasser, Täler, Wege und Grenzen über viele Johrhunderte ihre eigene Ordnung g’funda hond.