Werner Egk

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Dialäkt: Schwäbisch
Zom 100. Geburtsdag vom Werner Egk em Johr 2001 hot de Deitsch Boscht a Sondrmark rausbrocht

Dr Werner Joseph Egk (* 17. Mai 1901 z Auchsesheim em Regiirongsbezirk Schwoba en Bayern, † 10. Juli 1983 en Inning am Ammersee) ischt a deitscher Kombonischt, Kabellmoischtr ond Hochschuellehrer gwäa, wo haubtsächlich durch seine Opra ond Ballettmusigga bekannt worra ischt.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Werner Egk ischt am 17. Mai 1901 en dr boirisch-schwäbischa Gmoid Auchsesheim, wo heit als Stadtdoil zo Donauwörth gheert, als Soh vo-ma Lehrer uf d Welt komma. Domols hot’r noh da Familianama Mayer ghet. Erscht 1937 hot’r offiziell da Kinschtler- ond Familianama Egk fihra däffa. S Gymnasiom hot’r en Augschburg bsuacht. Bald noch em Abi isch’r noch Mincha omzoga, wo-nr vom Carl Orff en dr Kombosizionslehr ondrrichdet worra ischt. Während seim Studiom isch’r arg oft ens Theatr ganga. Do drbei hot’r sich vorgnomma, schbätr amol au Bihnamusiga zo schreiba. Seine erschde Kombosiziona send Schauschbiilmusiga gwäa. Weil dr Egk gsondheitlich a bissle ôôgschlaga gwäa ischt, isch’r em Altr vo 24 Johr a Zeitlang noch Italia ganga, om wiidr ganz gsond zo werra. Wia-nr nôô wiidr en Deitschland zruck gwäa ischt, hot’r a baar Uftragsarbeida fir da Boirischa Rondfonk gschriiba. 1931 ischt bei de Feschtwocha Neue Musik en Mincha sei Oratoriom Furchtlosigkeit und Wohlwollen s erscht Mol ufgfihrt worra, wo-nem an Achdongserfolg vorschafft hot.

Dr graischt Erfolg vom Egk seim Schaffa hot’r mit seira Opr Die Zaubergeige noch ma Marioneddaschbiil vom Franz Graf von Pocci ghet, wo 1934 an dr Berliner Staatsopr s erscht Mol ibr d Brettr ganga ischt. Mit deam Werk hot’r da indrnazionala Durchbruch gschafft. Dô druf hot-en dr Intendant vo deam Theatr als Kabellmoischtr verpflichdet. Dui Ufgab hot’r viir Johr lang ausgiabt.

Noch-em Zwoida Weltkriag hot dr Egk mit seim Fauscht-Ballett Abraxas a bsondrs grauß Ufseha erregt. Do drzua hot’r et bloß d Musig komboniirt, sondern au s Libreddo gschriiba. D Uruffiirong isch am 6. Juni 1948 am Prinzregendatheatr en Mincha gwäa. Dui hot a riisiga effentlicha Ausanandrsetzong ausgleest, wo’s om d kinschtlorisch Freiheit ganga ischt ond was mr siddlich noh vordredda kô. De boirisch Polidig hot sich gherig eigmischt ond erreicht, dass des Ballett schau noch dr fenfda Vorstellong aagsetzt worra ischt. Durch dean Skandal ischt abr s Ballett em ganza Deitschland bekannt worra, ond älle megliche Ballett-Drubba hend bald des Stick uf-em Schbiilblôô ghet.

S Johr 1950 hot em Egk glei a baar nuie Poschda vorschafft: Er isch et bloß Direktr vo dr Musighochschual Berlin worra, sondern au noh Präsident vom deitscha Kombonischdavorband ond Präsident vom Ufsichtsrat vo dr GEMA. Sei Stell beim Konservadoriom hot’r abr bloß bis 1953 ausgiabt. En deam Johr isch dr Boris Blacher sei Nochfolgr worra.

Am 10. Juli 1983 isch dr Egk em Altr vo 82 Johr z Inning am Ammersee gstorba.

Stil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Em Egk sei Musig kâ mr als mäßig modern mit viil volkstimliche Element eistuafa. Drom kô se au vo selle Leit gudiirt werra, wo normalrweis mit dr nuia Musig et viil am Huat hend.

Ehronga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1950 isch’r mit-em Berliner Kunschtpreis auszoichnet worra.
  • 1962 hot’r d da Boirischa Vordinschtorda vorliha griagt.
  • 1966 hot’r d Goldna Medallje fir Kunscht ond Wissaschaft vo dr Stadt Mincha griagt.
  • 1970 hot’r s Grauße Vordinschtkreiz mit Stern vom Bundespräsidenda vorliha griagt.
  • 1972 hot’r vo dr Stadt Mincha da Kuldurella Ehrabreis griagt.
  • 1981 ischt’r mit em Boirischa Maximiliansorda frr Wissaschaft ond Konscht auszoichnet worra.
  • Sei Geburtsstadt Donauwörth hot en et bloß zom Ehrabirgr gmacht, sondern au noh ihrer Musigschual sein Nama gäa.

A Auswahl vo seine Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Opra[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Columbus (1933 als Funkopr, 1942 firs Theatr bearbeidet)
  • Die Zaubergeige (1935, 1954 ischt a Nuifassong entstanda)
  • Peer Gynt (1938)
  • Circe (1945, 1966 ischt a Nuifassong ondrem Titl 17 Tage und 4 Minuten entstanda)
  • Irische Legende (1955, 1975 ischt a Nuifassong entstanda)
  • Der Revisor (1957)
  • Die Verlobung in San Domingo (1963)

Ballett[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Abraxas (1948)
  • Die chinesische Nachtigall (1953)
  • Casanova in London (1969)

Bloß fir Orkeschtr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Französische Suite (1949)
  • Allegria (1952)
  • Variationen über ein karibisches Thema (1959)
  • Spiegelzeit (1979)
  • Musik für eine verschollene Romanze (1980)
  • Der Revisor – A Konzertsuite fir Trombet ond Kammrorkeschtr (1981)
  • Die Zaubergeige – A Ouvertüre en ra Fassong fir Bläsr (1981)
  • Canzona für Violoncello und Orchester (1982)

Gsangswerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Joan von Zarissa fir Schbrecher, an gmischda Chor – odr Sobran ond Bariton – ond Orkeschtr (1940)
  • Furchtlosigkeit und Wohlwollen – A Oratorium fir an Tenor, an gmischda Chor ond a Orkeschtr (1931, a Nuifassong do drvo ischt 1959 entstanda)
  • La tentation de Saint Antoine d’après des airs et des vers du 18e siècle (1952)
  • Nachgefühl – A Kantat fir Sopran ond Orkeschtr (1975)

Filmmusig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der Herr vom andern Stern (1948)

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der Musik Brockhaus, Wiesbaden: Brockhaus; Mainz: Schott (1982), ISBN 3-7653-0338-0
  • Friedrich Herzfeld: Das Lexikon der Musik, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main – Berlin – Wien (1976)
  • Rolf Fath: Reclams Opernführer, 37. Uflag vo 2002, Verlag Philipp Reclam jun. Stuttgart, ISBN 3-15-010513-7
  • Otto Friedrich Regner, Heinz-Ludwig Schneiders: Reclams Ballettführer, 8. Uflag vo 1980, Verlag Philipp Reclam jun. Stuttgart, ISBN 3-15-008042-8

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Werkverzeichnis Werner Egk. Schott, Mainz 1969
  • Ernst Krause: Werner Egk: Oper und Ballett. Wilhelmshaven 1971
  • Werner Egk: Die Zeit wartet nicht. Künstlerisches, Zeitgeschichtliches, Privates aus meinem Leben. Mainz/München 1981, ISBN 3-442-33059-9
  • Werner Egk. Verzeichnis der veröffentlichten Werke. Schott, Mainz 1991
  • Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich - Wer war was vor und nach 1945, S. Fischer Verlag 2007, ISBN 978-3-10-039326-5
  • Fred Prieberg: Musik im NS-Staat, Fischer TB, ISBN 978-3920862668

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]