Taurer

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D Taurer (agr. Ταῦροι, Tauroi) sind en antiks Volch, wo uf de Krim a de Südchüste und im Krimgebirge glebt het. Noch ene isch ide Antiki d Krim Taurischi Halbinsle (Ταυρικὴ Χερσόνησος, Taurikē Chersonēsos) und s Krimgebirge Taurischi Berge (Ταυρικὰ ὂρεα, Taurika orea) gnennt wore. I de Noizitt hets Bistrebige gee, a de Krim as souveräne Staat de Name Taurie (russ.Таврия, Tavrija) oder äänlich z gee.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Taurer sind s ältist historisch fassbare Volch, wo uf de Krim glebt het. Si hend entlang vo de Südchüste westlich vo Feodosija glebt und im Krimgebirge. Degege hend i de Steppe bis um 720 v.Chr. d Kimmerier glebt, wo denn vo de Skythe verdrängt wore sind. D Archäologii underschaidet vom 8. bis 3.Jh.v.Chr. zwoo Kulture, wo a de Taurer zuegschribe werd. Di nördlich-westlichi Kisil-Koba-Kultur, binennt nochem Fundort Qızıl-Qoba (»Roti Hööli«), erstreckt sich vo Balaklawa und Sewastopol bis uf Simferopol. Di südlichi Kultur goot vom Bajdar-Tal im Weste und verlauft denn entlang vo de Südchüste bis uf Feodosija, wo d Grieche früe e Kolonii ggründet hend.

Wo ane 513 v.Chr. de Perserkönig Dareios I. gege d Skythe zogen isch, hend d Taurer sich gwaigeret a de Skythe z helfe. Si sind denn aber vo dene underworfe wore und ab em 2.Jh.v.Chr. mit ene verschmolze, werum si denn au Tauroskythe (Ταυροσκύθαι) gnennt wore sind. De bosporanisch König Aspurgos (8 v.Chr.-38n.Chr.) het d Taurer bisigt und de Sauromates II. (174-210) het s Land vo de Taurer dör e Vertrag as Bosporanische Riich bunde. Wo d Boraner und d Gote ane 255 uf d Krim iigfale sind, sind d Taurer vom Bosporanische Riich abgfalle. Si sind denn im Verlauf vo de wittere Gschicht assimiliert wore.

Wertschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Taurer hend Acherbau bitribe und Vee züchtet, denebet hend si au Raubzüüg und Piratezüüg undernoo. Erst abem 4.Jh.v.Chr. hend si afange mit de griechische Kolonie uf de Krim Handel triibe, woll well d Könige vom Bosporanische Riich a de Piraterii en End gschafft hend.

Religioo[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Taurer hend i de Nööchi vom hüttige Sewastopol ufem Jungfrauekap (agr. Παρθένιον ἅκρον, Parthenion akron) e Hailigtum vonere jungfroiliche Göttin ghaa, wo vo de Grieche Artemis Tauropolos (Ταυροπόλος) gnennt woren isch und im griechische Epos mit de Heldin Iphigenia verschmolzen isch. A dere Göttin sind Mensche gopferet wore.

D Graabsitte vo de Taurer sind uuffällig, well si eri Toote i Massegräber ufenand gschichtet hend.

Sprooch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Taurische isch alefalls grad i drai Näme öberliferet. Do isch emol de Name vo de Taurer (agr. Ταῦροι, Tauroi) selber, denn brichtet antiki Quelle no, as d Stadt Theodosia (agr. Θεοδοσία, Theodosía "Gottstadt"; hüt: Feodosija) uf Taurisch oder Alanisch Ardabda (᾿Αρδάβδα) ghaisse het, wa "Sibegott" bidüüti [1]. S Kap Criu Metopon (agr. Κριοῦ μέτωπον "Widderchopf"; hüt: Aj Todor) söll en Öbersetzig vom iihaimische Name Brixaba (Βριξάβα) sii [2]. A de modern Forschig isches nöd glunge, die Näme anere bikannte Sprooch zueornne.

Referenze[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Periplus Ponti Euxini
  2. Pseudo-Plutarch: Libellus fluviis XIV,4

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der Neue Pauly, Bd. 12/1: Tauroi