Solothurn

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Solothurn
Wappe vo Solothurn
Basisdate
Staat: Schwiiz
Kanton: Soledurn (SO)
Bezirk: Solothurnw
BFS-Nr.: 2601i1f3f4
Poschtleitzahl: 4500
UN/LOCODE: CH SOO
Koordinate: 607492 / 22860447.2083317.537513430Koordinate: 47° 12′ 30″ N, 7° 32′ 15″ O; CH1903: 607492 / 228604
Höchi: 430 m ü. M.
Flächi: 6.29 km²
Iiwohner: i16'311 (31. Dezämber 2011)[1]
Stadtpräsident: Kurt Fluri (FDP)
Website: www.stadt-solothurn.ch
Solothurn a dr Aare

Solothurn a dr Aare

Karte
Bellacher Weiher Bucheggberg (Bezirk) Lebern (Bezirk) Wasseramt (Bezirk) SolothurnKarte von Solothurn
Iber des Bild
w

Soledurn (dytsch Solothurn, franzöösisch Soleure, italiänisch Soletta, rätoromanisch Soloturn, lat.-kelt. Salodurum) isch d Houptstadt vom Kanton Soledurn, und isch e eigene Bezirk.

Soledurn bhauptet vo sich, es sig die schönschti Barockstadt vor Schwiiz. D Altstadt isch zwüsche 1530 und 1792 baut worde und isch wäge däm e Mischig vo Archtiektur-Stil us verschidene Ziite. Im Johr 2010 het Soledurn e chli meh as 16 duusig Iwohner gha.
Soledurn isch ar Aare und am Jurasüdfuess.

Sehenswürdigkeite z Soledurn si d Altstadt, dr Zitgloggedurm, d St.-Urse-Kathedrale und d Jesuitechile.
Ganz ir Nöchi vo Soledurn isch d Verenaschlucht mit dr Einsiedelei und s Schloss Waldegg. Dr Gipfel vum Husbärg Wisseschtei erreicht me am bequemschte mit dr Sässelbahn.

Inhaltsverzeichnis

Gschicht [ändere]

  • ca. 14–37: Neu-Gründig vom wohl ehemols keltische Salodurum ir Ziit vom römische Kaiser Tiberius. Es isch e Marktfläcke im Bereich vom hütige Stalde bis ca. Juden-/Schaalgass. Um 300 muess wäge de Alemanne-Ifäll ä Befeschtigungs-Muur drum ume baut wärde. Überräschte dervo gits no z.B. uf em Friedhofplatz. Bi dr hütige St. Urse-Kathedrale schteit damals ä heidnische Tämpel.
  • 932: Gründig vom geischtleche St.-Urse-Stift dür d' Burgunder-Königin Bertha
  • ca. 1033: Soledurn isch zur Richsstadt worde
  • 1218: Solothurn isch e freji Richsstadt, es cha jetz si Schultheiss säuber wähle. D Schtadt-Feschtig isch mittlerwile usbaut worde: Nach Norde und vor allem Oschte, aber au d' Vorschtadt isch entschtande. Dr hütig Zytglogge-Turm isch no ne simple Beobachtigs-Turm; si unter Teil isch aber s' öutischte no exischtierende Bauwärk vo dr Stadt.
  • 1318 het d Schtadt-Befeschtigung anere Belagerig vom habsburgisch Herzog Leopold I. standghalte, und au d Gugler hei 1375 nume zwöi benachbarti Dörfer chönne brandschatze.
  • 1481 isch Soledurn dr Eidgenosseschaft biträte. Ungfähr glichzitig isch dr Chrumm Turm im Weschte baut worde.
  • 1523–1533: Reformations-Wirre, Soledurn blibt aber letschtlech katholisch. I die Zit fallt dr Bau vom Baseltor.
  • 1530–1792 het die französischi Botschaft bir Eidgenosseschaft in Soledurn residiert. I die Zit vom adlige Ancien Régime fallt dr Bau vo de Schanze, wo hüt z.T. no exischtiere und vo de vile Schlössli und Landsitze i dr Stadt und Umgäbig; au vo dr St Urse-Kathedrale vo 1776.
  • Um 1800 si bim Kapuziner-Chloschter zwe Linde pflanzt worde. Das si hüt zäme mit einige wenige Bäum uf dr Schanze die öutischte Bäum i dr Schtadt.[2]
  • Dr gross Usbau und s Wachstum vo dr Stadt erfolgt nach dr liberale Revolution ab em 19. Johrhundert, mit dr Induschtrialisierig.

Bevöukerig [ändere]

Johr 1850 1860 1870 1880 1888 1900 1910 1920
Iiwohner 5370 5916 7008 7534 7534 10025 11688 13065
Johr 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Iiwohner 13734 15414 16743 18394 17708 15778 15748 15489

De Uusländeraateil isch 2010 bi 20,5 % gläge.

Religion [ändere]

29,6 % vo dr Iiwooner si im Johr 2000 evangelisch-reformiert gsii, 35,3 % römisch-katholisch.

Politik [ändere]

Bi dr Nationalrootswaale 2011 hät s das Ergebnis gää: BDP 3,1 %, CVP 14,1 %, EDU 0,2 %, EVP 1,0 %, FDP 21,7 %. GLP 6,4 %, GP 15,5 %, SP 22,4 %, SVP 12,8 %, Suschtigi 2,9 %.

Gmeindspresidänt isch dr Kurt Fluri (Stand 2012).

Wirtschaft [ändere]

D Arbetslosigkeit isch im Johr 2011 bi 3,1 % gläge.

Sproch und Dialäkt [ändere]

Bi dr Voukszellig 2000 hei vo dr 15489 Iiwohner 85,7 % Dütsch aus Hauptsproch aagää, 1,2 % Französisch, 3 % Italienisch und 10,1 % angeri Sproche.

Dr hochalemannisch Dialäkt vo Soledurn ghört zue dr Dialäkt vo dr Region Soledurn, wo ähnlich si zum Bärndütsch.

Soledurn und d 11 [ändere]

Soledurn het e spezielli Beziehig zur Zahl öuf: ir St.-Urse-Kathedrale hets öuf Altär und öuf Glogge, und zur Kathedrale ufe füert e Stäge mit 11 Stufe pro Abschnitt. E Soledurner Brauerei heisst Öufi-Bier.

Anderersits gits au vüu Mythe ums 11. Zum Bischspüu isch Soledurn nid dr öuft Kanton gsi, wo dr Altä Eidgenosseschaft biträtä isch, sondern dr zäht.[3]

Fuessnote [ändere]

  1. www.so.ch
  2. G. Kaufmann et al. (Pro Natura Solothurn): 50 Bäume für 50 Jahre, 2010
  3. B. Amiet: Solothurnische Geschichte, 1952, S. 352–362

Weblink [ändere]

 Allmänd (Commons): Solothurn‎ – Sammlig vo witere Multimediadateie