Rheinfelden (Baden)
| Badisch-Rhyfälde (Rheinfelden (Baden)) |
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|---|---|---|
| Wappe | Charte | |
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| Dialekt: Alemannisch | ||
| Hauptvariante | Niideralemannisch un Hochalemannisch, je nooch Herkumft un Ortsdeil |
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| Regionalvariante | Dinkelbergisch | |
| Verbreitig: | relativ wyt verbreitet | |
| Basisdate | ||
| Staat: | Dütschland | |
| Bundesland: | Bade-Württeberg | |
| Regierigsbezirk: | Friburg | |
| Chreis: | Lörrach | |
| Geographischi Lag: | 47° 34′ N, 7° 48′ O | |
| Höchi: | 280 m ü. NN | |
| Flächi: | 62,84 km² | |
| Iwohner: | 32.330 (31. Dezember 2010) [2] | |
| Bevölcherigsdichti: | 514 Iwohner je km² | |
| Boschtleitzahl: | 79618 (alt: 7888) | |
| Vorwahl: | 07623 | |
| Nummereschild: | LÖ | |
| Gmeischlüssel: | 08336069 | |
| Stadtgliderig: | Chernstadt un 7 Stadtdeil | |
| Adress vu dr Stadtverwaltig: |
Kirchplatz 2 79618 Rheinfelden (Baden) |
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| Internetuftritt: | ||
| Oberbürgermeischter: | Eberhard Niethammer (CDU) | |
| Lag vu dr Stadt Badisch-Rhyfälde im Landchreis Lörrach | ||
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Badisch-Rhyfälde (IPA: [ˌb̥ɑːd̥ɪʃ 'riːfæld̥ə], amtlich: Rheinfelden (Baden)) isch e Grossi Chreisstadt im Landchreis Löörrech in Bade-Württeberg aa dr Schwiizer Gränz, gegenüber vom aargauische Rhyfälde in dr Schwiiz, am südliche Ussläufer vum Dinkelberg un am Ufer vum Hochrhy, öbe 15km vo Basel ewäg. Badisch-Rhyfälde het rund 32,000 Yywohner un bstoot uss dr Chernstadt un sibe Ortsdeil. Doodemit isch Rhyfälde nooch Löörrech di zweitgröschti Stadt vum Landchreis.
D Chernstadt Rhyfälde isch ab em frie 20. Joorhundert als Industristadt entstande. Näbe de Industrisiidlig ghöre no d Dörfer Nollinge un Warmbach zur Chernstadt. Sälle hen, wie die sibe Ortsdeil un ehemooligi Gmeinde Adelhuuse, Dägerfälde, Eiggsle, Herte, Charsau, Meisele un Nordschwoobe, e lengri Gschicht wo bis in s Friemittelalter zruggoot.
Inhaltsverzeichnis |
[ändere] Geographi
Rhyfälde lait im Grossruum Basel im Dreyeckland, am rächte Flussufer vum Hochrhy un südlich vum Dinkelberg, eme Gebirgszug wo bis zue 535 m hoch isch un en südliche Ussläufer vum Schwarzwald isch. D Ortsdeil sin zum Deil scho uffem Dinkelberg sälber. D Stadt lait öbe 15 km Luftlinie öschtlich vo Basel un diräkt gägenüber vo Schwiizer Rhyfälde. Politisch ghört Rhyfälde zum Landkreis Lörrach, wo zum Regierigsbezirk Fryyburg vo Bade-Württeberg ghört. Insgsamt het Rhyfälde e Flächi vo 62,84 km².
Dr Dürrebach mündet bi Rhyfälde in de Rhy. Chnapp uff dr Schwiizer Syte befindet sich s Inseli, e chlyni Insel wo de Rhy in zwee Flussarm drännt; uff dr dütschi Syte isch dr „Höllhoogge“ wo dr Rhy e scharfi Drehig macht. Vor 1912 het sich e zweiti Insel, d Gwört (Hochdütsch: Gewerth) im Rhy befunde wo aber durch d Stauig vum Rhy zum gröschte Deil unter Wasser isch.
[ändere] Noochbarstädt
Aa Rhyfälde gränze:
- Im Landkreis Lörrach: Chrenzach-Whyle, Inzlige, Löörach, Steine, Muulburg, Schopfe un Schwörstadt.
- Währ im Landkreis Waldshuet.
- Rhyfälde-Schwiiz im Kanton Aargau.
[ändere] Stadtgliidrig
S Stadtbiet vo Rhyfälde bstoot zum eine uss de Chernstadt, wo uss de Stadt Rhyfälde sälber un de zwoo ehemoolige Gmeinde Nollinge un Warmbach bstoot. D Chernstadt Rhyfälde wird vo Yyheimische deno in wytri Wohngegende unterdeilt, wie Oberrhyfälde, d Innestadt un wytri. Näbe de Chernstadt ghöre sibe ehemooligi Gmeinde zue Rhyfälde, wo zwüsche 1972 un 1975 uff Rhyfälde yygmeidet worde sin. Die sibe Stadtdeil sin Ortschafte im Sinn vo de Gmeindsornig vo Bade-Württeberg. Si hen also alli en gwäälte Ortschaftsroot mit seggs bis zwölf Mitgliider, un en Ortvorsteher.
| Stadtgliiderig vo Rhyfälde | |||
|---|---|---|---|
| Stadtdeil | Flächi in km² | Yywohner(Stand 2009) | Datum vo de Yygmeidig |
| Adelhuuse | 7,13 | 731 | 1. Juli 1974 |
| Dägerfälde | 9,89 | 1505 | 1. Januar 1972 |
| Eiggsle | 5,00 | 818 | 1. Juli 1974 |
| Herte | 8,17 | 4606 | 1. Oktober 1973 |
| Charsau (mit Bügge) | 8,42 | 3406 | 1. Januar 1975 |
| Meisele | 9,44 | 1995 | 1. Januar 1972 |
| Nordschwoobe | 3,45 | 314 | 1. März 1974 |
| Chernstadt Rhyfälde | 11,32 | 18800 | - |
Zwüsche de Bewohner vo dr Chernstadt un de Dörfler bstoot ällewel no e gwüssi Animosität. Vorallem di ältri Gschicht vo de Dörfer, di längre Traditione un dr induschtrielli Charakter vo dr Stadt sin vilmool Grund für Neckereie. Grad die Lütt, wo uffem Berg wohne (also d Meisler, d Eiggsler, d Adlehuusener und d Charsauer samt Büggener) schimpfe d Städtler mangmol "Kanäler".
[ändere] Klima
De Südweschte vo Bade-Württeberg lait inere Klimazone mit warm- un füücht-gmässigtem Klima. Luut de Date vum dütsche Wätterdienst vo 1961-1990 isch di mittleri Durchschnittstemperatur 10,0 °C, wobi de Juli mit 19,3 °C de wärmscht Monet isch, un de Januar mit 1,0 °C de chältischt[1]. Rhyfälde ghört so zue de wärmschte Städt vo Dütschland, un isch no lyycht wärmer wie Löörech im benachbarte Markgräflerland, wo e Durschnittstemperatur vo 9,8 °C het.
Rhyfälde het im Durchschnitt 1716 Sunnestunde im Joor, un isch demit au eini vo de sunnigschte Städt vo Dütschland.[2] Au mit de mittlere jäärliche Niiderschlagsmengi vo 1005,2 mm[3] isch Rhyfälde wyt überem Bundesdurchschnitt vo chnapp 800 mm. Am meischte Niiderschlag fällt im August mit 103,4 mm, am drochenschte isch de Oktober mit 70,9 mm.
[ändere] Wappe
Rhyfälde het e Wappe un e Flagge. S Wappe vo Rhyfälde isch s Wappe vo de „Muettergmeind “Nollinge. Es zeigt en rote Leu wo uffrächt stoot un in dr Vorderpranke e roti Ros hält, un isch s Wappe vo de “Ritter vo Nollinge” gsi wo im 15. Joorhundert ussgstorbe sin. D Flagge vo Rhyfälde isch grien-rot-gääl.
[ändere] Gschicht
[ändere] Gschicht vo de Herrschaft Rhyfälde bis in s 19. Joorhundert
D Chernstadt vo Rhyfälde het e jungi Gschicht, un isch ersch 1922 gründet worde. D Gegend sälber, un vorallem di nüün alte Dörfer, het aber e vil lengri Gschicht. Scho in de Staizit hen Mensche am Dinkelberg gläbt, un au wääred de Kelte- un Römerzit isch d Gegend bsiidlet gsi. Des zeige mehreri Fünd vo Greber un römischi Gutshöf. Im spööte 5. Joorhundert isch d Rhyebeni un de Dinkelberg deno vo de Alamanne bsiidlet worde. Zum erschte Mool erwäänt werde d Dörfer im 8. Joorhundert, wo alemannischi Adlige Schenkige aa s Chloschter St. Galle gmacht hen. Nollinge isch 752 als Lolincas zum erschte Mool belait, un 754 werde Warbinbach (Warmbach) un Minsilido (Meisele) erwäänt. Herte wird 807 als Hertum, Nordschwoobe im frie 12. Joorhundert als Nortsuuaben, Bügge 1218 als Buchein, Eiggsle 1242 als Eichissol un Rietmatte un Charsau als Karlesouwe erwäänt, sin aber wohl glych alt wie di andre Dörfer. Bi Adelhuuse un Dägerfälde isch di erschti Erwäänig nit klar, usserdäm hets wytri Dörfer wie Gelke un Hagebach gee, wo aber hüt verschwunde sin. St. Galle het spööter aber syn Yyfluss wiider verlore, so dass verschidni Herrscher e Roll gspiilt hen. Ab 980 sin d Groofe vo Rhyfälde in Erschiinig träte, wo uff de linke Rhysyte e Burg baut hen, un 1130 hen d Zähringer d Stadt Rhyfälde gründet. 1202 werde d Groofe vo Nollinge zum erschte Mool erwäänt, un ab 1285 isch d Kommende Bügge vum Dütschritter-Orde de wichtigscht Grundbsitzer. 1265 hen d Habsburger d Burg Herteberg zum Schutz vo de Herrschaft errichtet, wo 1268 vo de Basler zum Deil un 1356 dur s Basler Erdbebe völlig zerstört worde isch. 1330 isch d Herrschaft Rhyfälde deno in de Bsitz vo de Habsburger cho, wo en mit Unterbrechige bis 1805 bhalte hen. Z Warmbach un Herte sin usserdäm d Johanniter syt 1304 wichtigi Grundbsitzer gsi. Dernäbe sin mehreri örtlichi Adelsgschlächter bekannt.
D Gegend isch als wichtigi Oscht-Wescht un Nord-Süd-Aggse immer wiider in Ussenandersetzige inegroote. So sin d Dörfer zwüsche 1409 un 1474 wääred em Konflikt zwüsche de Habsburger un de Basler zerstört worde. Im Dryysigjäärige Chrieg isch d Gegend wiider verwieschtet worde. Bsunders d Doppelschlacht bi Rhyfälde am 28. Februar un 3. März 1638 het starchi Zerstörige hinterlo. Au 1678 isch Dägerfälde vo französischi Druppe plündret un abebrännt worde. D Dörfer sin bis in s 19. Joorhundert sehr verarmt gsi, un vili Yywohner sin wäge Hungersnöt uff Amerika oder in d Schwiiz ussgwandert. Industri un Handwerch isch bscheide gsi, un het vorallem zur Sälbschtversorgig dient.
Im Joor 1802, wo durch de Friide vo Lunéville dr Rhy als Gränz zwüsche Vorderöschtriich un de Schwiiz feschtgsetzt worde isch, het Schwiizer-Rhyfälde syni Bsitzige uff de rächte Rhysyte verlore. De rächtsrhynisch Deil vo de Herrschaft Rhyfälde isch 1805 isch durch de Friide vo Pressburg aa s Grossherzogtum Bade cho. 1849 het sich de Schlusspunkt vo de Badische Revolution, d Schlacht bi Dossebach z Charsau abgspiilt. Im Gägesatz zur Gegend um Löörech un em Wiisedal sin d Dörfer au für de Grossdeil vum 19. Joorhundert völlig ländlich blybe.
[ändere] D Stadtgründig (1836 – 1901)
1836 isch e Zollhuus baut worde wo no zu Nollinge ghört het. Usserem Zollhuus, emene Sennhof, em Höllhooggehuus, em Huus Salmegg un dr Wiechsmühli, het s Biet vum hütige Rhyfälde numme uss Fälder un Matte bstande. 1856 isch schliessli e Bahnstation bei Rheinfelden eröffnet worde. D Grundstügg defür sin Buure uss de umliegende Dörfer enteignet worde. Täglich sin vir Züg in beidi Richtunge uff Basel un Waldshuet gfaare. Uff dr Schwiizer Syte isch ersch 1875 e Bahnlinie in Betrieb gno worde. D Yysebahn het aber au zum Niidergang vo de traditioneli Flösserei un de Poschtkutsche gfiert.
Als Gründigszit vo dr Stadt gelte allerdings di spoote 1890er Joor. 1897 isch gmeinsam vum Land Bade un em Kanton Aargau s erschti Flusschraftwerch vo Europa baut worde. Durch des hen sich verschidni Schwiizer Induschtrie (vorallem Alu un Chemi) bi Rhyfälde niidergloo, un dr Wyyler isch als Arbeitersiidlig erwiiteret worde. Zume d Arbeiter unterbringe sin zum Byspil di sognannte „chemischi Hüüser“ baut worde, wo in de 1960er Joor schliessli abgrisse worde sin. Scho vorem Bau vum Chraftwerch het sich allerdings scho Induschtri niiderglo, vorallem d Siideweberei (1972 stillglait un in de 1990er abgrisse) vunere Zürcher Firma. Vo de über 300 Arbeiter vo de Siideweberei sin Dreivirtel Fraue gsi. Bim Ussbau vo dr Induschtri het dr Emil Rathenau, dr Vater vum Walther Rathenau e grossi Roll gspiilt. Um de rasant aawaggsende Vercheer in de Griff z bicho, isch 1901 di alti Chrüüzig vo beide Landstroosse mit dr Yysebahn, durch e Unterfierig ersetzt worde. D Grundstüggsbsitzer hen alli Yspruch erhobe un hen miesse entschädigt werde.
Di rasanti Entwigglig vo Rhyfälde het allerdings bi viilene Nollinger Ängscht gschürt. Nollinge, mit synrer Besiidliggschicht zrugg bis zu de Kelte gilt als „Muettergmeind“ vo Badisch-Rhyfälde. So het dr Nollinger Rootschryber, de Hermann Steinegger in sym “Nollinger Lied” gschrybe:
„Und als du schon alt, über tausend Jahr,
(Hermann Steinegger)
das Schicksal dir eine Tochter gebar.
Schnell wuchs sie heran zur Stadt, wie der Blitz,
Und nahm dann dein Erbe bald in Besitz.“
E wytres Ärgerniss für Nollinge isch gsi, dass d Induschtri un s Chraftwerch uff Land vo Charsau gstande sin, d Wohnhüüser allerdings uff Nollinger Bode. Durch des het Charsau zwar d Stüürynahme erhalte, Nollinge hygäge d Problem mit dr Infrastruktur gha. D Verhältniss sin kaotisch gsi, zum Deil hen d Lüt sogar nit gnau gwüsst, in wellere Gmeind si gwohnt hen. Wäge däm het Nollinge uff e Neuordnig vo de Gmeinde drängt, un 1901 isch s ganzi Biet vo Rhyfälde als “Ortsteil Rheinfelden” aa s Dorf Nollinge aagschlosse worde. Charsau isch mit 200.000 Mark entschädigt worde. Rhyfälde het dertemool 1.482 Yywohner gha, Nollinge 869.
Vo 1895 bis 1905 isch d Yywohnerzaal vo de Industrisiidlig vo 213 uff 2127 aagwaggse. Die Bevölcherig isch sehr heterogen gsi: d Volchszäälig vo 1905 git e Yyblick in de viilfältige Ursprung vo dr Bevölcherig vo Rhyfälde:
- Vo 2.127 Ywohner sin numme 2 Erwaggseni z Rhyfälde uff d Wält cho gsi.
- Ussem übrige Land Bade 974 uss über 314 Gmeinde.
- Ussem reschtliche Dütschland: 69 uss Preusse, 68 uss Württeberg, 62 uss Bayre, 49 uss Elsass-Lothringe, 24 uss Hesse, 2 uss Meckleburg, un je 1 uss Oldeburg, Braunschwiig un Hamburg.
- Ussem Ussland sin 499 (fascht e Virtel) gsi; 373 uss dr Schwiiz, 88 uss Italie, 25 uss Öschtriich, 5 uss Frankriich, 4 uss Russland, 3 uss Südamerika un einer uss Dänemark.
S Verhältniss zwüsche de Ortsdeil isch allerdings aagspannt gsi, so schrybt dr Elmar Döbele in de Rhyfälder Gschichtsblätter: “Auf der einen Seite finden wir alteingesessene Bauerngeschlechter alemannischer Herkunft und Sprache, gleicher Konfessionszugehörigkeit; auf der anderen eine anfänglich noch wenig seßhafte Arbeiterschaft verschiedener Herkunft, Sprache und Konfession. Für die Zeit vor 1910 stellt Dr. Kampffmeyer fest, daß die einheimische Bevölkerung nichts mit der Rheinfelder Bevölkerung zu tun haben wollte und daß Mißtrauen und Mißachtung das Verhältnis beherschten.” E Deil vo Oberrhyfälde isch vo de Nollinger sogar als “Preußisch Rheinfelden” bezeichnet worde un aa dr Fasnet sin dörte Gränzspfääl uffgstellt worde. [4]
[ändere] S friei 20. Joorhundert
1903 isch d Schillerschuel (bis in d 60er Johr “Canalschuel”) als erschti Schuel vo Rhyfälde baut worde un e eigni Füürwehr isch gründet worde. Vorher sin über 130 Chinder vumene einzige Lehrer imene provisorische Ruum unterrichtet worde, un dr Rescht het miesse jede Daag e dreivirtel Stund uff Warmbach un Nollinge laufe. 1902 isch di erschti Rhyfälder Zitig, de "Rheinfelder Anzeiger" erschine.
1909 het z Rhyfälde e Streik vo de Aluminium-Arbeiter stattgfunde. Im Gägesatz zue andri Arbeiterstreiks in Bade, wo sunscht meischt friidlich abgloffe sin, isch de Streik eskaliert. Durch de Gwerchschaftsekretär Engels uss Stroossburg isch d Situation no zuesätzlich uffgheizt worde. Spööter isch ussecho, dass de Engels in s Badner Oberland versetzt worde gsi isch, “damit er sich an den Oberländer Bauern seinen harten Schädel einrenne”. Wo s Fabrikgländ vonere Mengi mit Stei beworfe worde isch, isch vo dr Fabrik uss dr Italiener Adamo Gnoli erschosse un en andrer Arbeiter schwer verletzt worde. Durff het e Konschtanzer Infantriregiment Rhyfälde bsetzt un abgriggelt; au sin aageblich Hunderti vo Italiener uss dr Umgebig uff Rhyfälde marschiert, go de Gnoli z räche, hen aber chönne vo italienischi Arbeiter uss Rhyfälde beruehigt werre. De Streik het e monatelangs politischs Noochspiil gha: 21 Persone sin wege Landsfriidebruch aaklagt worde. Vorallem het dr Streik au zeigt wie sozial unsicher un unruehig dr neui Ort no gsi isch[5].
1910 isch di hütigi Rhybrugg fertiggstellt worde. Di alti, hölzerni, ziigeldeckti Holzbrugg wo über s Inseli gfiert het isch 1897 abbrännt gsi. Rescht devo sin hüt no uffem Inseli zum sehe.
Im Erschte Wältchrieg sin 96 Rhyfälder gfalle. Bsunders diefi Spure het au d Sperrig vo de Rhybrugg wääred em Chrieg hinterlo. Des het de Kontakt zu Schwiizer-Rhyfälde schwecher worde, was no verstärcht worde isch, wo vili Schwiizer Arbeiter noochem Chrieg un wääred de Inflationszit nümm uff Badisch-Rhyfälde cho schaffe sin. Es het sich für Schwiizer nümmi glohnt, für Dütschi Löhn z schaffe.
1921 isch s benoochbarti Warmbach uff eigne Wunsch aa Nollinge aagliidret worde, durch des isch d Bevölcherig no emool um über 500 aagsprunge. Am 7. Oktober 1922 het Nollinge mit syne Ortsdeil Badisch-Rhyfälde un Warmbach schliessli d Stadträcht erhalte, dr Sitz vo dr Verwaltig isch scho 1920 vumene ortsfremde[6] Bürgermeischter uff Rhyfälde verlait worde gsi. Bi dr Erhebig zur Stadt het mer sich gege heftige Wiiderstand vo de Nollinger (24 Nollinger Gegestimme gege 45 Rhyfälder Stimme) für de Name “Rheinfelden (Baden)” entschide.
Vo de 20er Joor bis zum Ussbruch vum Zweite Wältchrieg sin d Wohnhüüser für d Belegschaft wyter in alli Richtunge ussbaut worde, in de 30er Johr isch mer allerdings vo Arbeiterwohnhüüser wie de “Chemische Hüüser”, zum Bau vo Eifamiliehüüser übergange. In de 60er Johr sin di alte Arbeiterhüüser schliessli zum gröschte Deil abgrisse worde, für d Induschtri isch es günschtiger gsi Eigetumswohnige oder Eigeheim z finanziere[7].
[ändere] Zweiter Wältchrieg
Warschynts wäge de Nööchi zur Schwiiz, un wyl dr Grossdeil vo de Induschtri Schwiizer Unternähme ghört het, isch Rhyfälde im Chrieg nit bombardiert worde un het kei Zerstörige erlitte. Rhyfälde het während em Chrieg allerdings 383 Gfalleni un 120 Vermissti z beklage gha.
E truurigs Kapitel vo dr Rhyfälder Gschicht sin di viile Zwangsarbeiter, wo im Chrieg z Rhyfälde un dr Umgebig in dr Induschtri un dr Landwirtschaft yygsetzt worde sin. Es sin vorallem Zwangsrekrutierti, aber zum Deil au Chriegsgfangeni un Freiwilligi gsi. Insgsamt sin warschynts über 4.000 Persone als Fremdarbeiter z Rhyfälde gsi, was zirka 25% vo de Yywohner ussgmacht het. Di meischte, über 70%, hen miesse bi de Alu-Werch schaffe. De gröschti Aadeil sin Russe gsi (1.107), deno Franzose (999), Belgier (596), Holländer (392), Italiener (378), Kroate (246), Ukrainer (112), Pole (108), Bulgare (70), Slowene (31), Grieche (11) un sunschtigi (näbe 2 Elsässer au e Armenier). E Deil isch privat unterbrocht gsi, de gröschti Deil allerdings vilmool in Baracke un Lager vo dr Induschtri. Ob d Mänsche guet bhandlet worde sin, isch je nooch däm unterschidli gsi, in viilene Fäll sin d Fremdarbeiter wie Familiemitgliider bhandlet worde (was streng verbote gsi isch), vilmool aber au schlächt[8].
Immer wiider sin Zwangsarbeiter aa de schlechte Läbensbedingunge gstorbe oder uff dr Flucht verschosse worde oder im Rhy ertrunke. Au sin mehrmools Zwangsarbeiter z.B wege Verhältniss mit dütschi Fraue hygrichtet worde. Über di gnaui Zaal vo Opfer isch allerdings wenig bekannt.
E paar Dääg vorem Yymarsch vo de Franzose sin d Fremdarbeiter wo no z Rhyfälde gsi sin (zirka tuusig), in d Schwiiz abgschobe worde. Zum eine het mer sich vor Racheakt un Plündrige gfürchtet, zum andre het dr Plan vo NS-Funktionär, d Mänsche em Rhy z “liquidiere” verhindret werre sölle[9]. Au d Sprengig vum Chraftwerch un vo de Rhybrugg het chönne verhindret werde. Am 25. April schliessli isch Rhyfälde wiiderstandslos vo de Franzose befreit worde, debi het dr Rhyfälder Wiiderstand e wichtigi Roll gspiilt wo d Franzose in d Stadt gleitet het un Kämpf verhindret het.
[ändere] 1945 bis hüt
Wääred de Bsatzigzit het grossi Not gherscht. D Industriproduktion isch zum gröschte Deil stillgstande un e Deil Industrie sin vo de Franzose als Reparatione demontiert worde. D Demontag vo de Aluminium aber het de Schwiizer Muetterkonzern verhindre chönne. Usserdäm hen d Demontage ironischerwys zunere schnellere Modernisierig vo de Werch gfiert. Noochem Zweite Wältchrieg isch d Bevölcherig vo Rhyfälde rasant gwaggse, vo rund 8.000 uff 17.000 bis 1975. Mit de yygmeidete Gmeinde zämme het Rhyfälde 1976 scho 30.374 Yywohner gha. Zwüsche de 50er Joor un 1961 isch au e grossi Aazaal vo Heimetvertriebeni un DDR-Flüchtling z Rhyfälde aagsiidlet worde, insgsamt fascht e Virtel vo dr Bevölcherig[10]. Dr Aadeil vo Gaschtarbeiter isch ebefalls gstyyge, uff 9,8% bis 1976.
Bi dr Kreisreform vo 1973 isch Rhyfälde vum Landchreis Sägginge zum Landchreis Löörrech cho. Durch d Chreisreform sin sibe Nochbardörfer in d Stadt yygmeidet worde. Dägerfälde un Meisele am 1. Januar 1972, Herte am 1. Oktober 1973, Nordschwoobe am 1. März 1974, Adelhuuse un Eiggsle am 1. Juli 1974 un Charsau am 1. Januar 1975. Durch d Yygmeidige het Rhyfälde 1973 d Bevölkcherig vo 20.000 überschritte un isch am 1. Januar 1975 zur Grosse Chreisstadt erhobe worde. Syt de 80-Joor sin durch Umstrukturierige vili Arbetsblätz in de Industri verlore gange. Glychzitig sin aber d Produktionsverfaare wyterentwigglet un au umwältfründlicher gmacht worde, so dass Rhyfälde als Industristandort insgsamt langfrischtig erhalte blybe isch.
In de Nüünziger Joor hen Altlaschte vo de Induschtri d Stadt bschäftigt. Mit unabrochti Produktione un Entsorgige sin Deil vum Stadtbiet mit Dioxin belaschtet worde, was e gsundheitlichs Risiko für vili Bewohner dargstellt het. Zwüsche 1900 un 1930 sin nämli Rüggständ uss de Elektrochemi in Grube glagret, oder sogar mit Bauschutt vermischt un im Bau verwändet worde. Zwüsche 1993 un 1995 sin wäge däm Untersuechige uff allene Grundstügg in de Innestadt gmacht worde. In de meischte Grundstügg isch d Belaschtig nit hoch gsi, in andri sin sehr hochi Wärt gmesse worde, so dass vo 1996 bis 2003 in 44 hochbelaschteti Grundstügg e Bodesanierig het miesse gmacht werde[11].
Im Joor 1989 isch d Konzession vum Wasserchraftwerch vum Schwiizer Bundesroot un em Regierigspräsidium Fryburg um 80 Joor verlängret worde. E Ufflag isch gsi, dass s Chraftwerch het miesse mee Strom erzüüge, was mit em alte nit mögli gsi isch. Wäge däm isch ab 2003 s Neui Wasserchraftwerch baut worde. Si Alti Chraftwerch isch nit unter Denkmoolschutz gstellt worde, un het sölle abgrisse werde. Trotz Protescht un Petitione vunere Bürgerinitiativ isch s Alti Chraftwerch deno ab Novämber 2010 „zruggbaut“ worde.
[ändere] Bevölcherig
D Chreisstadt Rhyfälde het insgamt 32.211 Yywohner (Stand 2009). Doodevo wohnt öbe d Hälfti in de Chernstadt un dr Rescht in de Ortsdeil. Chnapp 4.592 Lüt hen e ussländischi Staatsaaghörigkeit (Stand 2007), des sin 14% vo dr Bevölcherig. De gröschti Aadeil hen Italiener mit 4.3% un Türke mit 2.8% [12].
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1. Zaale vo Volchszäälige. Bis 1919 sin Bevölcherigszaale numme vo Nollinge.
[ändere] Religione
Wyl d Gegend vor 1805 zum Dütsche Orde bzw zum habsburgische Rhyfälde ghört het, isch se bis in s spooti 19. Joorhundert katholisch blybe. Di katholische Gmeie ghöre syt dr Ufflösig vum Bischtum Konschtanz zum Erzbischtum Fryburg un zum Dekanat Sägginge, wo syn Sitz z Herte het. Rhyfälde het sibe katholischi Chilchegmeie, wo zu drüü Seelsorgeeiheite zämmegschlosse sin.
Nooch dr Gründig vo dr Chernstadt sin au Protestante in d Stadt zoge, di evangelischi Chrischtuschilch isch 1938 baut worde. Es git vier evangelischi Gmeie: d Christuspfarrei (gründet 1903), d Johannespfarrei (1957 als Pfarrei Karsau-Beuggen gründet), d Pauluspfarrei (1959) un d Petruspfarrei Herte (1981). Die vier Gmeie bilde d Evangelische Gesamtkirchengemeinde Rheinfelden, wo zum Chilchebezirk Löörrech vo dr Evangelische Landeschilch Bade ghört.
Di älteschti Chilch vo de Stadt Rhyfälde uffem Adelbärg (e ehemologi Schüüni) wird vo de Altkatholike gnutzt, wo zum Pfarramt Sägginge ghört.
Näbe de beide grosse chrischtliche Konfessione gits au mehreri Freichilche. Dezue ghöre d Chrischona Gemeinde, d Freie evangelische Gemeinde (FeG) un s Christliche Zentrum der Gemeinde Gottes KdöR. Ebefalls gits e neuapostolischi Gmei. Usserdäm gits en Königriichsaal vo de Züüge vo Jehova.
Usserdäm isch, syt de erschte türkische Yywander in de 60er Joor, e islamischi Gmei verträte wo zirka 1000 Mitgliider het. Syt 1996 stoot dr Gmei au e Moschee, d „Alperenler Moschee“, zur Verfiegig. Noochdäm 1997 en erschte Aatrag uff de Bau vumene Minarett aglehnt worde isch, het dr Gmeiroot 2001 de Bau bewilligt.
Syt 2001 gits uffem Friedhof e islamischs Greberfäld, wo s erschti im Landkreis Löörrech gsi isch.
Am 16. April 1999 isch de Christlich-Islamische Verein Hochrhein e.V. gründet worde. De Verein het syn Sitz z Rhyfälde.
[ändere] Dialäkt
Wege dr junge Stadtgschicht loot sich de Rhyfälder Stadtdialäkt nit ganz in die traditionelle Noochbarmundarte yyordne, er folgt aber meischt em hütige Dialäkt vo de Hochrhygegend. In de Dinkelbergdörfer wo zue Rhyfälde ghöre wird allerdings ursprüngli s Dinkelbärgisch gschwätzt. Sproochlig sin die Mundarte friener änder gäge Oschte, am Frickdaal un em Hotzewald orientiert gsi. Hüt isch de Dialäkt mee nooch Weschte, am Wiisedaal un em Obere Markgräflerland orientiert. D Abgränzig gäge s Markgräflerland isch ursprüngli d Verschiebig vo /k/ zue /kch/ in Wörter wie drinke un Anke, un d Diphtongierig vor Nasal + Frikativ in Feischter, Chouscht oder au em Name vum Ortsdeil Meisele. Usserdäm wird di zweiti Person Plural unterschiide: ihr machet, statt ihr mache wie im Markgräflerische.
D Noochbarmundarte sin s Markgräflerisch im Weschte, s Hotzewälderisch im Oschte, s Frickdälerisch im Süde un s Baseldütsch im Südweschte.
De Dialäkt vo de Chernstadt isch in de Regel Niideralemannisch: mer sait Kind, kalt un ko, statt Chind, chalt un cho.
D Entrundig vo ü un ö findet sich im Rhyfälder Stadtdialäkt nit: mer sait Füür un Lüt, statt Fiir un Lit. Numme e paar Wörter tendiere zum entrunde, z.B nit oder Ditsche. De Diphthong üe isch aber entrundet: grien, Gmies un Frielig. De Diphthong ue isch palatalisiert un wird üe ussgsproche: güet, Schüel un Büeb. Wytri Merchmool sin s gschlosseni [oː] in Strooss oder Schloof un d Lenisierig vo allene Konsonante am Wortaafang: Daag, Doot usw.
Di doppelti Verneinig tritt im Rhyfälder Dialäkt uff, z.B „s het niene fascht ke Salz gee“. Au d Namenskonvention, de Noochname vor de Vorname z stelle, ghört mer no oft.
S Alemannisch wird z Rhyfälde no mee gschwätzt wie z Löörrech un im Wiisedaal, wobi de Dialäkt in de Dörfer no wyter verbreitet isch wie in de Chernstadt. Im Alldaag isch s Alemannisch mangmool uff Dafle vo de Gschäft präsent, bsunders starch wird de Dialäkt aber bi de Fasnet bruucht. So sin au d Vereinsname vo vilene Clique uff Alemannisch (z.B Draischiibe, Chrutchopf, Höllhooge - Bruet).
[ändere] Politik
D Stadtverwaltig vo Rhyfälde bestoot ussem Oberbürgermeischter, em Gmeiroot un in de 7 Ortsdeil Herte, Charsau, Dägerfälde, Meisele, Adelhuuse, Eichsle un Nordschwoobe de Ortschaftsrööt wo vumene Ortsvorsteher gleitet werde. De Ortsvorsteher isch de Vertreter vum Oberbürgermeischter in de Ortschafte. Wänn er im Fall nit glychzitig Mitgliid vum Gmeiroot isch, derf er als Berooter an de Sitzige vum Root deilnee. De Ortsschaftroot berootet d Verwaltig, wird in allene wichtige Aaglegeheite wo d Ortschaft betreffe aaghört, un het en Vorschlagsrächt.
Ussem Gmeiroot werde verschidni Usschüsss bildet, wo de Oberbürgermeischter de Vorsitzende devo isch.
Syt 1995 het Rhyfälde e Jugendparlament wo uss 21 Vertreter un Vertretterinne vo de Jugendliche Bürger bestoot.
Am 29. September 2005 het dr Gmeiroot beschlosse di Unechti Teilortswaal abzschaffe.
In dr Kernstadt vo Rhyfälde wo induschtriel brägt isch, het traditionel d SPD e starchi Aahängerschaft. In de Ortsdeil, wo mee ländlich brägt sin, isch traditionel d CDU stärcher. Bi de letschte Waale vum 7. Juni 2009 hen vo 24.122 Waalberechtigti 10.130 (chnapp 42%) abgstumme [13]. D Zämmesetzig vum Gmeiroot syt de letschte Waale isch:
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[ändere] Bürgermeischter
Vor 1975 isch d Amtsbezeichnig vum Stadtoberhaupt Bürgermeister gsi. Syt 1975, wo Rhyfälde zur Grosse Kreisstadt erhobe worde isch, luutet d Amtsbezeichnig Oberbürgermeister. Er wird direkt gwäält, amtiert für acht Joor un isch de Vorsitzende vum Gmeiroot. Syn ständige allgemeine Stellvertreter isch en bstellte Beigeordneter wo d Amtsbezeichnig Bürgermeister het. Dem Oberbürgermeischter stoot en Älteschteroot zur Syte.
Lischte vo Bürgermeischter un Oberbürgermeischter vo Rhyfälde[14]
| Amtszit | Amtsträger |
|---|---|
| 1919–1927 | Rudolf Vogel |
| 1928–1933 | Eugen Walz |
| 1933–1939 | Leopold Bösch |
| 1939–1945 | Max Weiß |
| 1945 | Eugen Walz |
| 1945–1946 | Franz Fischer |
| 1946–1948 | Alois Maier |
| 1948–1988 | Herbert King |
| 1988–2012 | Eberhard Niethammer |
[ändere] Landdagswaale
Rhyfälde ghört zum Landdagswaalchreis Waldshuet. Bi de Landdagswaale 2011 un 2006 isch s Ergebniss z Rhyfälde so gsi[15]:
| Bartei | Stimme in % 2011 | Stimme in % 2006 |
|---|---|---|
| SPD | 34,4 | 38,4 |
| CDU | 32,2 | 38,1 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 22,9 | 8,9 |
| FDP | 3,9 | 7,5 |
| Die Linke | 2,4 | 2,7 |
| PIRATEN | 1,7 | - |
| Die Republikaner | 1,0 | 2,9 |
| Sunschtigi | 1,6 | 1,5 |
[ändere] Bundesdagswaale
Rhyfälde ghört zum Bundesdagswaalchreis Löörech – Mülle. Bi de Bundesdagswaale 2009 isch s Ergebniss z Rhyfälde so gsi:
| Direktkandidat | Bartei | Erschtstimme in % | Zweitstimme in % |
|---|---|---|---|
| Armin Schuster | CDU | 37,56 | 31,89 |
| Jana Zirra | SPD | 34,96 | 23,80 |
| Paul Laurer | FDP | 10,51 | 17,42 |
| Karl Mennicken-Martensen | Bündnis 90/Die Grünen | 8,97 | 14,22 |
| Adelbert Ringwald | Die Linke | 5,95 | 6,98 |
| - | PIRATEN. | - | 1,94 |
| - | Sunschtigi | 2,05 | 3,75 |
[ändere] Partnerstädt
| syt 1963 | |
| syt 1968 | |
| syt 1968 | |
| syt 1981 | |
| (nit offiziell) |
Usserdem gits engi Beziehige zu
Schwiizer Rhyfälde.
[ändere] Infrastruktur
[ändere] Vercheer
In de Chernstadt befindet sich en Bahnhof vo de Hochrhystreck, vo wo uss Rhyfälde mit S-Bahn Linie un Interregiozüg in beidi Richtige mit Basel un Waldshuet verbunde isch. D Busverbindige vo Rhyfälde ghöre zum Regio Verkehrsverbund Lörrach, un verbinde d Stadt mit em Umland. Usserdäm vercheert en Stadtbus zwüsche Badisch- un Schwiizer Rhyfälde, wo vo de SüdbadenBus GmbH betriibe wird. S Netz vum Stadtbus bestoot uss zwoo Linie: d Linie 1 vo Oschte nooch Weschte vo Charsau über d Stadtmitti un de Bahnhof uff Warmbach, un d Linie 2 vo Norde nooch Süde vum Chreischrankehuus über d Stadtmitti un de Badisch Bahnhof bis zum Bahnhof SBB un em Regionalspital vo Schwiizer Rhyfälde.
Rhyfälde isch aa de Querspange A 861 aagschlosse, un über sälle aa d Bundesautobahn 98 un aa d Schwiizer A 3. Deil vo de A 861 sin d Rhyfälder Brugg, wo en Gränzübergang mit ere Gemeinschaftszollanlag isch, un am 7. März 2006 eröffnet worde isch, un de Tunnel Nollinger Berg. Durch Rhyfälde dure verlauft d Bundesstroos 34, wo vo Basel uff Ludwigshafe fiert. Dernäbe duet d B 316 Rhyfälde mit Löörrech verbinde. Näbe de neue Autobahnbrugg isch Badisch-Rhyfälde au über d Alti Rhybrugg mit Rhyfälde-Schwiiz verbunde. Syt März 2008 isch di alti Rhybrugg für de Grossdeil vum Vercheer gsperrt.
[ändere] Bhörde
Näbe de Stadtverwaltig un de Ortsverwaltige vo de sibe Ortsdeil, befinde sich z Rhyfälde au no e Ussestell vum Landrootsamt Löörech, e sonderpädagogischi Berootigsstell vum staatliche Schuelamt Löörech, un vum Chreisjugendamt un vo de Psychologischi Berootigsstell vum Landchreis Löörech. Am Rhyübergang vo de alte Rhybrugg befindet sich usserdäm en Zollamt.
[ändere] Medie
Z Rhyfälde erschynt en Lokaldeil vo de Badische vo Fryburg, vum Südkurier uss Chonstanz, un Die Oberbadische vo Löörrech.
[ändere] Bildig
Rhyfälde het ei Gymnasium (s Georg Büchner-Gymnasium), ei Realschuel (d Gertrud-Luckner-Realschule), ei Förderschuel (d Eichendorff-Schule), zwoo Grundschuele (d Fridolinschule un d Hebelschule) un seggs Grund- un Hauptschuele: d Christian-Heinrich-Zeller-Schule, d Dinkelbergschule, d Goethe-Grund- und Hauptschule, d Hans-Thoma-Grund- und Hauptschule Warmbach, d Scheffel-Grund- und Hauptschule Herten un d Schillerschule Rheinfelden.
Usserdäm git's in de Stadt Rhyfälde drei städtischi Chindergärte (d Kindertagesstätte „Bienenkorb“ z Charsau, de Kindergarten „Kunterbunt“ z Oberrhyfälde un de Kindergarten „Sonnenschein“ z Eiggsle), zwölf chilchlichi Chindergärte (in de Chernstadt s Ev. Kinderhaus „Regenbogen“, de Ev. Pauluskindergarten, de Kath. Kindergarten „St. Michael“, de Kath. Kindergarten St. Josef, de Kath. Kindergarten St. Anna un in de Ortsdeil de Ev. Petruskindergarten z Herte, de Ev. Kindergarten Warmbach, de Kath. Kindergarten „Arche Noah“ z Nollinge, de Kath. Kindergarten St. Urban z Herte, de Kath. Kindergarten St. Katharina z Dägerfälde, de Kath. Kindergarten St. Gallus z Warmbach un de Kath. Kindergarten St. Elisabeth z Meisele) un en Walddorfchindergarte z Nollinge.
Usserdäm befindet sich z Rhyfälde e Beruefs- un Gewerbeschuel, wo vum Landchreis Löörrech trage wird. Dernäbe au no e Volchshochschuel, e privati Abendrealschuel, un di privati Fachschuel für Heilerziehigspfleg un di privati Karl-Rolfus-Schule für Geistig- und Körperbehinderte, beidi am St. Josefshaus Herte.
Dernäbe het Rhyfälde no e Stadtbiecherei, wo syt Novämber 2009 imene neue Gebäud in de Stadtmitti bim Roothuus isch.
[ändere] Medizinischi Yyrichtige
Z Rhyfälde isch e Chreischrankehuus vum Chreis Löörech, wo zue de Kreiskliniken Lörrach GmbH ghört. Es isch 1975 eröffnet worde un het ursprüngli uss de Abteilige für Inneri Medizin un Chirugie bstande. 1977 isch no d Fachabteilig für Orthopädie dezuecho, wo hüt eine vo de Hauptschwerpunkt vum Chrankehuus isch.
Usserdäm befindet sich z Rhyfälde e Fraueklinik, wo 1957 gründet worde isch un überregional renommiert isch.
[ändere] Wirtschaft un Induschtri
D Chernstadt isch ab em spoote 19. Joorhundert als Industristandort entstande, un Rhyfälde isch bis hüt induschtriel prägt, au wenn numme no en chlyne Deil vo de Bevölcherig in de Grossindustri schaffe duet. Wichtig isch hüt au de 3. Sektor un bsunders medizinischi Yyrichtige. In de Dörfer um Rhyfälde ume wird au no e weng Landwirtschaft betrybe. Z Rhyfälde git's hüt öbe 8.800 Arbetsblätz; öbe 4.500 Mänsche pendle vo Rhyfälde uss in d Regio un in d Schwiiz[16]. Syt 2010 isch s Neui Wasserchraftwerch Rhyfälde in Betrieb, wo bis 2012 ganz fertiggstellt werde söll, un mit 600 Mio. kWh im Joor über dreimool mee Strom produziere söll wie s alti mit 185 Mio. kWh. 2010/2011 isch s Alti Wasserchraftwerch abgschalte un abgrisse worde.
De Rhyfälder Frachthafe isch de letscht Anlegeblatz für Lastschiff uffem Rhy. An änder truurigi Beriemtheit isch Rhyfälde durch Dioxinablagerige vo de asässige Induschtrie cho: die Firme wo Rhyfälde zu Arbeitsplätz un Waggstum verhulfe hänn, hänn mit ihre Abfäll leider au Wohnigsgebiet sanierigsbedürftig gmacht.
Hüt hen no die bedütende Industrie en Standort z Rhyfälde:
- Evonik Degussa GmbH, Werk Rheinfelden (Weltmärktfierer Spezialchemie). Scho im 19. Jahrhundert isch de Standort Rhyfälde vo de Degussa enschtande: 1899 hett d Degussa zämme mit de Aluminium Co. ihre erschti Produktionsstandort z Rhyfälde gründet. Richtig uffwärts gange ischs aber erscht 1907, wo d Produktion vom Natriumperborat uffgnoo worde isch - des Perborat, was äs "Per-" in "Persil" ussmacht nämlig - un em Standort Rhyfälde zu villene Arbeitsplätz verhulfe hätt. Zue de Degussa AG ghört hütt übrigens au des, wo friener unterem Name Hüls AG gloffe isch. Hütt produziert d Degussa z Rhyfälde vor allem Bliichmittel un anderi Wäschmittel-Rohstoff.
- Aluminium Rheinfelden GmbH: d Aluminium (odder eifach "d Alu", wi mer oft sait) isch 1898 gründet worde un isch sitt dem immer widder erwiiteret un vergrößert worde. Wi de Name scho sait, produziert d Aluminium Aluminium-Gusslegierige, vor allem für d Automobil-Induschtri.
- Rheinperchemie GmbH (Chemikalie), het friener zur Degussa ghört, hüt aber zur italienische Bombardieri-Gruppe.
- Cabot Rheinfelden GmbH & Co. KG (Chemikalie)
- Umicore AG & Co. KG (Automobilzulieferer: Hersteller von Abgas-Katalysatoren)
- Vacono Aluminium Covers GmbH. Het friener zur Aluminium Rheinfelden GmbH ghört, un isch hüt e Anlagebauunternehme.
- OZ-Druck & Medien GmbH (Rolleoffset-Druckerei), un de OZ Verlag.
[ändere] Kultur un Sehenswürdigkeite
[ändere] Gebäud un Musee
Im Haus Salmegg befindet sich s Stadtmuseum, un usserdäm au e Konzertsaal, s Trauzimmer vo Rhyfälde, verschidni Rüüm für Usstellige un e Reschtaurant. S Salmegg isch 1824/25 vum Franz-Josef Dietschy im neoklassizistische Stil baut worde un demit s ältischt Bauwerch vo Rhyfälde.
Als Wahrzeiche vo de Stadt gilt de Wasserdurm. Er isch 35 Meter hoch, im Joor 1898 baut worde un bis 1971 in Betrieb gsi. Hüt isch dörte s Narremuseum unterbracht. In de Nööchi vo de Tschamberhöhle im Ortsdeil Charsau isch 2009 s Geo-Museum Dinkelberg eröffnet worde.
S Schloss Bügge isch e ehemooligs Ordensschloss un eis vo de wichtigschte historische Bauwerch in dr Umgebig. D Burg isch im 13. Joorhundert als Ordenskommenda vum Dütschritterorde baut worde. Um 1400 un no emool vo 1585 bis 1598 isch e ussbaut un bfeschtigt worde, un vo 1752 bis 1757 no emool erwiitret worde. Uffgee worde isch es ersch nooch de Flurbereinigung vum Napoleon. Hüt no sin Deil vo dr Burg un s Schloss erhalte. S Schloss un di Schlosschilch St. Michael sin hüt e evangelischi Begegnigsstätt.
Bis zum Abriss 2010/2011 het sich z Rhyfälde s Alti Rhychraftwerch befunde, wo dr Bau devo 1895 de Aastoss zur Gründig vo dr Stadt gee het. Es isch bi de Fertigstellig im Joor 1899 s grööschti, un bim Abbruch s ältescht Flusschraftwerch vo Europa gsi. Bsunders sehenswert sin de Sandstaibau un di alti Turbinehalle gsi.
In de Stadtdeil sin mehreri alti Chilche z finde. Di katholischi Chilch vo Dägerfälde söll im 13. Joorhundert errichtet worde sy, un isch 1763 erneuret worde. No älter isch en Deil vo de Pfarrchilch St. Gallus z Obereiggsle, de Durm stammt ussem spööte 12. Joorhundert. S Schiff vo de Chilch stammt uss de zweiti Hälft vum 19. Joorhundert. In dere Chilch sölle di drei Heilige Jungfraue Kunigunde, Mechtrudis un Wilbrandis begrabe sy. Wäge däm isch Eiggsle friener en bekannte Wallfaartsort gsi.
De Durm vo de Pfarrchilch St. Urban z Herte stammt au no ussem Mittelalter. De Rescht isch 1789/92 baut worde. D Mauritius-Kapell z Nordschwoobe stammt ussem 15. Joorhundert, s Langhuus dergege vo 1733. Im Chor vo de Chilch finde sich Überrescht vo Wandbilder ussem 15. Joorhundert. D St. Peter un Paul Chilch z Meisele isch 1686 errichtet worde.
Di ältischt Chilch in de Chernstadt isch d Adelbergchilch, wo 1899 gwiicht worde isch un hüt vo de Altkatholische Gmeindschaft gnutzt wird. Si stoot uffem Adelberg in de Nööchi vum Zoll un em Bahnhof, un isch ursprüngli e Schüüni gsi, wo umbaut worde isch. 1903 isch e Empore dezuebaut worde. Wyl die Chilch für di katholischi Gmeind sehr schnell z chly worde isch, isch 1913/15 die St. Josefschilch baut worde, wo im neobarocke Stil isch. Di Evangelischi Hauptchilch, d Christuschilch, isch vo 1935 bis 1937 errichtet worde.
[ändere] Natur
Trotz dass scho syt eme Joorhundert Induschtri bi Rhyfälde aasässig isch, isch en Grossdeil vo Rhyfälde no nit bebaut. Bsunders d Dörfer sin no arg ländlich brägt. Direkt hinter dr Stadt fängt de Dinkelberg aa, wo Möglichkeite für Wanderer un Velofaarer bietet. Vo dr „Hoche Flum“, em höchschte Punkt vum Dinkelberg, gseet mer bis in s Bärner Oberland, de Schwarzwald un s Elsass. Au e Waldstugg, de „Nollinger Wald“ isch Deil vo dr Stadt. Uffem Dinkelberg finde sich über e Duzend Buurehöf un Gaschstätte, wo lokali Produkt chönne bsorgt werde.
Im Ortsdeil Bügge (Charsau) isch d Tschamberhöhle, e aktivi Erosionshöhle wo durch de Muschelchalch vum Dinkelberg verläuft un vumene Bach durchflosse wird. Si isch öffetlich zugängig. In dr Umgebig finde sich wytri Höhle.
Vum Zollhuus fiert de Rhyuferweg de Rhy na über s Chraftwerch bis uff Bügge. Unterhalb vo dr Rhybrugg isch s St. Anna-Loch, e 32 Meter diefi Stell im Rhy. Es isch di diefschti Stell vunere tektonische Plattegränz wo wyter unte am Rhy, binere Stell wo vo de Rhyfälder „Höllhooge“ gnännt wird, aafängt. Um de Höllhooge un s St. Anna-Loch gits vili Legende un Sage, un e Rhyfälder Fasnetclique, d „Hollhooge-Bruet“ nennt sich nooch dere Stell.
Vo Meisele uss fliesst de Dürrebach bis zu synrer Mündig in de Rhy. De Dürrebach na fiert e Kaschtanieallee, de „Schwarze Weg“ vo Meisele bis zum Induschtrigebiet.
[ändere] Verein
S Vereinsläbe spiilt z Rhyfälde syt de Gründerzit e wichtigi Roll. Wääred de Gründerzit hen d Verein e grossi Roll debi gspiilt, dass d Bevölcherig het chönne e Zämmeghörigkeitsgfiel entwiggle. Hüt git's z Rhyfälde öbe 300 Verein.
[ändere] Fescht un Bruuchtum
Zue de regelmässige Veranstaltige ghöre:
- D Fasnet findet jeds Joor mit Umzüg, Zumftoobige vo de Clique, un zum Änd vo de Fasnet em Verbrenne vo de Fasnet un Schyybeschlage statt.
- De Internationaler Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt findet jeds Joor Ändi Mai/Aafang Juni uff Schloss Bügge statt.
- Trottefescht: jeds Joor im Juni im Ortsdeil Charsau
- S Cityfest findet im Juni in de Fuessgängerzon in de Innestadt statt.
- S Bachfescht: jeds Joor am Änd vum Juni/Aafang vum Juli im Ortsdeil Dägerfälde.
- S Bruggefescht wird jeds Joor am Änd vum Juni vo beidene Rhyfälde uff de alti Rhybrugg veranstaltet.
- D DiGa isch di grööscht Gartemess vo de Regio, wo jeds Joor im Juli uff Schloss Bügge stattfindet.
- De Eiggsler Umgang findet jeds Joor am dritte Sunntig vum Juli im Ortsdeil Eiggsle statt. Es isch e katholischi Prozession zur Ehre vo de drei heilige Jungfraue, wo aageblich im 9./10. Joorhundert z Eiggsle begrabe worde sin.
- S Trottoirfescht: S Trottoirfescht isch eis vo de wichtigscht Ereigniss vum Joor. Es isch en Stroossefescht, wo vo de Rhyfälder Verein un Narreclique ussgrichtet wird. Es findet jeds Joor amene Wuchenänd am Änd vum Auguscht oder Aafang vum Septämber statt.
- De Buuremärkt findet jeds Joor im Oktober z Meisele statt.
- De Christkindlemarkt mit Thüringer Markt findet jeds Joor am erschte Wuchenänd vum Advent in de Innestadt statt.
- An Silveschter findet uff de alte Rhybrugg e gmeinsami Füür vo de beide Rhyfälde statt.
- Kabarett im Bürgersaal: e regelmässigi Veranstaltig vum Kulturamt.
- Schlosskonzerte im Schloss Bügge, wo vo de Evangelische Tagigs- un Begegnigsstätt vum Schloss veranstaltet werde.
- Abende in Schätzles Keller: Kleinkunscht un Autorelesige.
- 3000 Schritte: immer am 1. Sunntigvormittag im Monet findet e Rundwanderig am Adelberg/Stadtpark/Rhyufer statt.
Wichtigi Veranstaltige in de Vergangeheit:
- In Zämmearbeit mit dr Schwöschterstadt Rhyfälde-Schwiiz het im Summer 2007 s Projekt “Grün 2007” stattgfunde, e “Kleine Landesgarteschau”.
- 2002 het d 17. Etappe vo dr Tour de France durch Rhyfälde gfiert.
[ändere] Sport
In de Stadt git's mehreri Sport- un Freizityyrichtige, wie Turn-, Sport- un Mehrzweckhalle, Fuessball- un Tennisfälder, e Schwimmbad un en chlyne Flugblatz für Segelfliiger un chlyni Flugzüüg. Mehreri Sportverein pflege d Sport- un Freizitaktivitäte. S Hochrhydaal un de Dinkelberg eigne sich für Wandrige un Velotoure un sin defür ussgschildret. Im Nollinger Wald isch e Trimm-dich-Pfad, wo 2,2 km lang isch.
Sportveranstaltige, wo z Rhyfälde stattgfunde hen, sin die Dütschi Stroosse-Radmeischterschafte vo 1998, wo vum Rhyfälder Radsportverein organisiert worde isch, un die 17. Etappe vo de 87. Tour de France im Joor 2000, wo durch Rhyfälde gfiert het.
Usserdäm stamme d Gschwüschter Alisa un Laura Vetterlein, wo in de Fuessball Bundesliga vo de Fraue un de Fuessballnationalmannschaft vo de Fraue spiile, vo Rhyfälde, un hen ihri Laufbahn bim SV Nollinge aagfange.
[ändere] D Rhyfälder Fasnet
Z Rhyfälde gits öbe 35 Fasnetcliquene un Zümft. Höchepunkt vo dr Rhyfälder Fasnet sin d Oobige vo de Zümft, s Uffstelle vo Narrebäum un de Umzug, wo syt 1981 gmeinsam vo Badisch un vo Schwiizer Rhyfälde unterno wird. Dr Fasnetspruch vo Rhyfälde isch „Narro am Rhy - mir sin deby!“.
Als jungi Induschtristadt, wo vo Lüt uss allene Gegende un Länder bsiidelt worde isch, het's in dr Rhyfälder Fasnet verschidni Yyflüss. Bsunders zur Gründigszit het's vili Element ussem Rheinische Karneval gee, vermischt mit dr schwööbisch-alemannische Fasnet. So het dr erscht Verein au Rheinfelder Karnevalsgesellschaft gheisse, wo am 16. Februar 1928 gründet worde isch, un zur Fasnetzit het en Prinzepaar „regiert“. Am 11. November 1937 isch d Narrenzunft Rheinfelden/Baden e.V gründet worde, wo als direkte Noochfolger vo dr Rhyfälder Karnevalsgsellschaft gilt. Durch de Zweite Wältchrieg isch d Fasnet bis 1949 unterbroche gsi. Am 17. Januar 1949 isch d Narrezumft neu gründet worde, wo d Franzose d Fasnet wiider erlaubt hen. 1972 isch s „Prinzepaar“ wo bis de in dr Fasnet regiert het, uff Dränge vum Verband vo Oberrhynische Narrezümft abgschafft worde. De Verband het argumentiert, die Figur „habe seinen Ursprung im rheinischen Karneval“, un syg wäge däm nit mit dr alemannische Fasnet z vereinbare [17].
Im Wasserdurm isch syt 1993 s Narremuseum unterbroocht. Dört sin Larve un Häs vo de Rhyfälder Fasnetclique ussgställt.
D Narrezumft vo Rhyfälde ghört syt 1937 zum Verband Oberrheinischer Narrenzünfte. E Usnaam isch d Narrezumft vum Ortsdeil Charsau, wo zur Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte ghört. Zur Zumft ghöre:
- Rheinfelder Narrennest Draischiibe: isch 1937 als erschti Rhyfälder Fasnetclique im Cafe Phillipp am Oberrhyblatz gründet worde. Dr Name goot druff zrugg dass de Oberhyblatz zu dere Zit e „Draischiibe“ für de Vercheer, e Uffenthaltsort für d Arbetslosi, un für s „durchdraie“ vo Noochrichte gsi isch. Die Clique pflegt Traditione wie s Fege vo de Stroose vor dr Fasnet, un de Geldbeutelwäsch.
- Latschari - Clique Rheinfelden: isch 1938 gründet worde un isch d Symbolfigur vo dr Rhyfälder Fasnet. Er stellt en Arbetslose uss de Gründerzit vo Rhyfälde doo. D Häs bstoot us enere karierte Hos, enere griene Tschoppe, eme rot-wyse Schal, rot-lakierti Schue, un ere Larve wo ei Gsichtshälfti lache, un eini hüüle duet. Si isch vum örtliche Künschtler Arnold Schneider entworfe worde. S Uffwegge vum Latschari im November isch de Beginn vo dr Rhyfälder Fasnet, un s Verbrenne de Schlusspunkt.
- Chrutchopf - Gilde: isch 1949 gründet worde.
- Schmuggler - Gilde Warmbach: isch 1949 als Teufelsnest Warmbach gründet worde. Wo 1952 d Höllhooge - Bruet gründet worde isch, het sich d Clique umbenannt un e neus Häs entworfe. De Name chunnt devo, dass en Mitgliid vo dr Clique bim Kaffeeschmuggle über de Rhy verwischt worde isch.
- Höllhooge - Bruet: isch 1952 gründet worde. D Figure handle vo dr Sage vumene Rhydaifel, wo amene Fälse unte am Rhy, em Höllhooge, d Mensche in d Diefi zoge het.
- Ahnennest Nollingen: isch 1953 gründet worde. D Figure sin e Leu (s Wappe vo Nollinge) un e Buurepaar.
- Narrennest Degerfelden: isch 1958 gründet worde.
- Narrennest Herten: isch 1958 gründet worde. Zum Narrenescht Herte ghöre 8 Clique:
- Hertemer Loch Waggis: isch 1961 gründet worde un stellt en Waggis dar.
- Alemannen-Clique: isch 1963 gründet worde, wo bi Ussgrabige Überrescht vo alamannischi Siidlige gfunde worde sin. D Häs zeige e „Alemannewiibli“ un e „Alemannemännli“.
- Grabbe-Clique: isch 1964 gründet worde. De Name goot uff e Felse z Herte zrugg wo vili Vögel druff nischte. Es isch e reini Fraue-Clique.
- Hertemer Wurzelseppli: isch 1971 gründet worde.
- Dilldappen (Dibbi-Däbbi-Clique): isch 1972 gründet worde.
- Grundmättler-Buure: 1974 gründet zume s Bruuchtum vo de Kleibuure z pflege. De Narreruef vo dr Clique isch „Buure, dummi Schnurre!“.
- Schrägtöner: isch 1977 gründet worde.
- Rebhexen: isch 1985 gründet worde.
- Zunftmusik Rheinfelden: d Stadtmusik vo Rhyfälde ghört syt 1958 zur Fasnetzumft.
- Froschen Clique Minseln: isch 1960 als erschti Clique vo Meisele gründet worde. D Figur isch vum Dorfwyler vo Meisele, wo es vile Frösch het, inspiriert.
- D'Maximale Guggemusik Rheinfelden: isch 1967 als erschti Rhyfälder Guggemusik Clique gründet worde.
- Mohren Clique Minseln: isch 1967 als zweiti Fasnetclique vo Meisele gründet worde. De Name isch e Aaspiilig uff de Spruch „D`Meisler Mohre hän Dreck in de Ohre“, wo sich d Noochbarort mit über d Meisler luschtig gmacht hen.
- Guggemusik Ohräquäler Rheinfelden: isch 1970 gründet worde un isch di erschti Rhyfälder Guggemusik Clique gsi, wo Fraue hen chönne mitspiile.
- Dinkelberg Schraten Rheinfelden: isch 1971 gründet worde.
- Die letschte Buure vom Dinkelberg: isch 1977 z Meisele gründet worde.
- Harlekin's Rheifelden: isch 1979 gründet worde.
- Klingentalwichtel Degerfelden: isch 1980 gründet worde. D Figure handlet vunere örtliche Sage.
- Guggis Rheinfelden: isch 1981 gründet worde.
- Gambrinus Wiibly Rheinfelden: isch 1982 gründet worde. De Name spiilt uff e frieners Wirtshuus Gambrinus aa, wo numme d Manne hen dürfe yne. D Fraue hen sich wäge däm separat troffe un sin ussgange.
- Berggeister Nollingen: isch 1984 gründet worde. De Name un s Häs beziet sich uff de Dinkelberg un syni Wälder.
- Fleckli Hänsele Rheinfelden: isch 1984 gründet worde.
- Flyburg Hexen Nollingen: isch 1987 gründet worde.
- Rhyfelder Wildsäu: isch 1987 gründet worde.
- Dinkelberg Hexen Rheinfelden: isch 1989 gründet worde zume d Fasnet z Eichsle neu z belebe un isch 1991 in d Narrezumft uffgno worde.
- Kellermattruber Eichseln.
- Gassemoggis Rheinfelden: isch 1995 gründet worde. S Moto luutet „Laufet nid devo, d'Gassemoggis sin do!“.
- 1999 Schluuchturmgeischter Rheinfelden: Usserhalb vo dr Fasnet s Musikcorps vo dr Rhyfälder Füürwehr.
[ändere] Persönligkeite
Z Rhyfälde uff d Wält cho oder uffgwaggse sin die Lüt:
| Name | Läbensdate | Tätigkeit |
|---|---|---|
| Hermann Wildpret | * 5. Oktober 1834 z Warmbach–† 19. Dezember 1908 | Schwiizer Gärtner un Botaniker |
| Karl Fritz | * 20. August 1864 z Adelhuuse–† 7. Dezember 1931 | Erzbischof vum Bistum Fryburg |
| Clara Kress | * 3. November 1899 z Herte–† 1. März 1971 | bildendi Künstleri (Textilkunscht, Graphik, Malerei) |
| Alban Spitz | * 6. April 1906 z Meisele–† 20. Januar 1996 | Mooler, Graphiker, Schriftsteller |
| Richard Kurth | * 26. April 1908 z Rhyfälde–† 1970 | Konditor |
| Jürgen Untermann | * 24. Oktober 1928 z Rhyfälde | Linguist, Philolog un Epigraphiker |
| Herbert Schaudt | * 1933 z Charsau | Architekt |
| Alfred Winkler | * 5. Juni 1946 z Löörech | SPD-Abgeordneter im Landtag vo Bade-Württeberg, Gmeinderoot vo Rhyfälde, Ortschaftsroot un Ortsvorsteher vo Herte |
| Volker Skierka | * 21. September 1952 z Rhyfälde | Journalischt un Autor |
| Gabriele Langendorf | * 1961 z Rhyfälde | bildendi Künschtleri un Kunschtprofessori |
| Anne-Sophie Mutter | * 29. Juni 1963 z Rhyfälde | Gygeri |
| Barbara Gebler | * 1963 z Rhyfälde | Filmregisseurin |
| Tobias Eder | * 1966 z Rhyfälde | Bildender Künschtler |
| Gabriele Metzler | * 1967 z Rhyfälde | Historikeri un Hochschuellehreri |
| Lutz Schmitt | * 1967 z Rhyfälde | Biochemiker un Hochschuellehrer |
| Stefan Selke | * 6. Oktober 1967 z Rhyfälde | Soziolog, Hochschuellehrer un Publizischt |
| Matthias Eder | * 28. April 1968 z Rhyfälde | Bildhauer |
| Ulrich Lusche | * 27. Oktober 1968 z Rhyfälde | Jurischt un Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter |
| Jochen Böhler | * 1969 z Rhyfälde | Historiker |
| Dietmar Dath | * 3. April 1970 z Rhyfälde | Autor, Journalischt un Übersetzer |
| Martina Lammel | * 1970 z Rhyfälde | Designeri, Sachbuech-Autori |
| Monique Ludwigs, geb. Riesterer | * 3. Dezember 1971 z Rhyfälde | Gwichtheberi |
| Florian Pfeffer | * 1970 z Rhyfälde | Grafikdesigner un Hochschuellehrer |
| Lars Halter | * 1973 z Rhyfälde | TV-Journalist |
| Ruwen Faller | * 22. Juli 1980 z Rhyfälde | Sprinter |
| Alisa Vetterlein | * 22. Oktober 1988 z Rhyfälde | Fuessballspiileri, U-19-Europameischteri |
| Andreas Heimann | * 10. Januar 1992 z Rhyfälde | Schachspiiler, Internationaler Meischter |
| Laura Vetterlein | * 7. April 1992 z Rhyfälde | Fuessballspiileri, U-17-Europameischteri |
Ehrebürger vo de Stadt Rhyfälde sin:
| Datum vum Verlei vo de Ehrebürgerschaft | Name | Lebensdate | Tätigkeit |
|---|---|---|---|
| 20. Dezember 1929 | Robert Haas | 1869–1943 | Generaldirektor vo de Kraftübertragungswerke Rheinfelden un Professor aa de TU Karlsruhe |
| 22. März 1933 | Friedrich Jung | † 5. September 1957 | Direktor vum Degussa-Werk |
| 10. Mai 1961 | Therese Herzog-Rennau | * 12. Mai 1886; † 9. März 1980 | die erschti Ärtztin wo z Rhyfälde praktiziert het (ab 1912) |
| 20. März / 2. Mai 1980 | Maurice Sadorge | * 1. April 1902; †14. November 1984 | Bürgermeister vo Fécamp (Partnerstadt vo Rhyfälde) |
| 24. Juni 1987 | Adolf Hermann | * 13. November 1910; † 20. Januar 1998 | katholischer Stadtpfarrer vo Rhyfälde |
| 24. Juni 1988 | Herbert King | * 2. Juni 1920; † 5. Juli 2001 | Oberbürgermeister vo Rhyfälde vo 1948–1988 |
Usserdäm hen die Lüt z Rhyfälde gwirkt:
- Christian Heinrich Zeller (1779–1860), Pädagog un Chilchelieddichter, het d Armeschuellehreranstalt Bügge gründet
- Friedrich Kraft (1904–1970), de erscht Pfarrer vo de Rhyfälder Johannesgmeind, Mitgliid vo de Bekennende Chilch
- Arnold Schneider (1908–1991), Mooler un Bildhauer wo z Rhyfälde gwirkt het
- Hans Rudolf Henche (* 1940), orthopädischer Chirurg, Mitbegründer vo de Chnieglenk-Arthroskopie in Dütschland, het d Orthopädi-Abteilig vum Chreischrankehuus Rhyfälde gründet
- Edward H. Tarr (* 1936), Trompetevirtuos un Musikwüsseschaftler, un syni Frau Irmtraud Tarr (* 1950), Konzertorganisti, Autori un Psychotherapeutin, läbe im Ortsdeil Eiggsle
[ändere] Weblink
Allmänd (Commons): Badisch-Rhyfälde — Witeri Mulitimediadateie zum Artikel
| De Artikel gits au as Audiodatei
|
[ändere] Quelle un Fuessnote
- Rheinfelder Neujahrsblätter 1996. Rheinfelder Neujahrblatt-Kommission. Herzog AG, Rheinfelden. 1995.
- Rheinfelder Geschichtsblätter 3. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden, Arbeitsgruppe Geschichte. 1994.
- Hans Kampffmeyer. Rheinfelden oder Die Entwicklung eines modernen Industrieortes – Reprint der Dissertation von 1910. Rheinfelder Geschichtsblätter 4. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden, Arbeitsgruppe Geschichte. 1994.
- Rheinfelder Neujahrsblätter 1987. Rheinfelder Neujahrsblatt-Kommission. Herzog AG, Rheinfelden/Baden. 1986.
- ↑ Deutscher Wetterdienst: Mittlere Temperatur 1961–1990
- ↑ Deutscher Wetterdienst: Mittlere Sonnenscheindauer 1961–1990
- ↑ Deutscher Wetterdienst: Mittlere Niederschlagshöhe 1961–1990
- ↑ Rheinfelder Geschichtsblätter 3. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden, Arbeitsgruppe Geschichte. 1994. Syte 49-50.
- ↑ Rheinfelder Geschichtsblätter 3. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden, Arbeitsgruppe Geschichte. 1994. Syte 53
- ↑ Dr. Bernhard Mohr. Rheinfelder Neujahrsblätter 1987. Rheinfelder Neujahrsblätter Kommission. Herzog AG, Filmsatz und Offset, Rheinfelden. Syte 40.
- ↑ Helmut Kienzle. Leben und Wohnen in der Industriestadt Rheinfelden; in: Rheinfelder Geschichtsblätter 3. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden. Arbeitsgruppe Geschichte. Syte 68.
- ↑ Fremd und nicht freiwillig. Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft in Rheinfelden-Baden und Umgebung 1940-45. Rheinfelder Geschichtsblätter. Verein Haus Salmegg e.V., Rheinfelden/Baden, Arbeitsgruppe Geschichte. 1992.
- ↑ Rheinfelder Neujahrsblätter 1996. Rheinfelder Neujahrsblatt-Komission. Herzog AG, Rheinfelden. 1995. Syte 88
- ↑ Dr. Bernhard Mohr. Rheinfelder Neujahrsblätter 1987. Rheinfelder Neujahrsblätter Kommission. Herzog AG, Filmsatz und Offset, Rheinfelden. Syte 52.
- ↑ http://www.rheinfelden-baden.de/servlet/PB/menu/1108647_l1/index.html
- ↑ http://www.rheinfelden-baden.de/servlet/PB/menu/1316554_l1/index.html
- ↑ Öffentlichi Bekanntmachig vo dr Stadtverwaltig. Abgruefe unter [1]
- ↑ Stadtarchiv Rheinfelden (Baden)
- ↑ http://www.statistik-bw.de/wahlen/Landtagswahl_2011/Gem.asp?336069
- ↑ Broschüre Rheinfelden auf einen Blick. Stadt Rheinfelden (Baden) (Hrsg.) 2010.
- ↑ Wunderlin, Dominik. (2005). Fasnacht, Fasnet, Carnaval im Dreiland. Schwabe AG, Verlag. Basel. Syte 94.
