Niederdeutsch
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| Plattdütsch | ||
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| Gschwätzt z: | Dytschland, Holland | |
| Sprecher: | ca. 3 Millione | |
| Linguistischi Klassifikation: |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssproch i: | Schleswig-Holstein, Nidersaxe | |
| Anerkannti Minderheitssproch i: | Breme, Hamburg, Meckleburg-Vorpommre, Nidersaxe, Schleswig-Holstei, Ost-Holland | |
| Sprochchürzel | ||
| ISO 639-1 |
- |
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| ISO 639-2 |
nds |
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| ISO 639-3 |
nds |
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| SIL |
nds |
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Plattdütsch oder Nyderdütsch (uff Platt: Plattdüütsch, Neddersassisch) ghört zu de westgermanische Sproche. Sälli Sproch hät de zweit germanisch Lutwandel nit mitgmacht und isch dodemit e nyderdütschi Sproch.
Inhaltsverzeichnis |
[ändere] Gschicht
De jüngst gmeinsam Vorläufer vo allne plattdütsche Dialäkt isch s Westgermanische. S jüngere Altsächsische, d Sproch vo de Sachse, isch nit dr direkt Vorläufer vo allene nyderdütsche Dialäkt, z. T. hän si sich parallel derzue entwicklet. S Plattdütsch isch mit em Änglische noch verwandt.
Die älteste Tekscht uff Altsächsisch, wo gfunde worre ßin, stamme uss em 9. Johrhundert. Im 12. Johrhundert hät sich uss em Altsächsische s Mittelnyderdütsch usebildet. Sälli Sproch isch d Handelssproch vo de Hanse gßi. Mit de Hanse-Kauflüt hät sich s Mittelnyderdütsch im ganze Nord- und Ostseeruum usbreitet und isch dört die wichtigsti Sproch gßi. Vyli mittelnyderdütschi Wörter hän dodeby Ygang in di skandinavische Sproche gfunde. Am End vom 16. Johrhundert isch d Zit vo de Hanse aber vorby gßi und s Hochdütsch isch zumindest in Gschäftssache die feineri Sproch gßi, usserhalb dodevo isch s Plattdütsch aber immer no gängig gßi. Durch die mittelnyderdütschi Umgangssproch, wo sich usebildet hät, ßin d Dialäkt verdrängt worre. Nur in e baar Ecke isch s Plattdütsch no in de Schrift bstoh blybe. D Stadt Lübeck hät ihri Verfassig aber bis 1809 uff Plattdütsch gschrybe.
Erscht am Änd vom 18. Johrhungert hän di erschte Schriftsteller widder agfange, Literatur in derre Sproch z schrybe, wo mittlerwyli de Name Plattdütsch agnoh hät. Glychzitig isch aber au s Hochdütsch in sällre Zit vo de obere Schicht nit numme als Schriftsproch gängig gßi, mer hät oft au als Umgangssproch Hochdütsch gschwätzt. D Meinig, dass Plattdütsch für di eifache Lyt ßei, isch uffcho.
S Plattdütsch hät vom 16. bis ins 20. Johrhundert numme als Sproch vo de eifache Lüt dient. In de Schüel isch immer meh Hochdütsch und Holländisch gschwätzt worde. Vom 20. Johrhundert a hät sich Hochdütsch dänn au bi de eifache Lyt usbreitet; s hät meh Prestige gha. Des hät under anderem do dra gläge, dass sich de Verkehrsruum gändert hät. Vorher isch s Dorf de wichtigst Läbensmittelpunkt vo vyle Lyt gßi und d Lyt hän chum Kontakt über ihr Dorf use gha. Au mit em Uffcho vo moderner Mobilität, Audos, Industrialisierig und Massemedie isch d Standardsproch immer meh als einzigi brucht worde.
In de meiste Deil vom Sprochgebiet isch s Plattdütsch in de Gegewart numme no e Sproch vo de ältere Lüt. Als Umgangssproch wird s chum no brucht.
[ändere] Sprochgebiet
D Grenze zum Nyderländisch-Nyderfränkische und em Westfrysische ligt an de Nordsee bim Lauwerksmeer. Des ligt an de Grenze vo de holländische Provinze Grunneng und Friesland. D Sprochgränze folgt nur grob de Gränze zu de Provinz Friesland. S Gebiet reicht bis an d Gränze noch de Provinz Utrecht und lauft dänn durch d Provinz Gelderland uff di dütschi Grenze züe. Deno folgt si de Südgränze vo Westfale bis an d Grenze zum Bundesland Hesse. Dört lappt sie numme knapp über s hessische Gebiet, goht noch Nordoste, aschließend in de südligst Deil vom Bundesland Nydersachse und lauft dänn de Grenze zu Thüringe entlang, mit numme e baar Ortschafte vo Thüringe, wo zum Sprochgebiet ghöre. Die südlichi Sprochgrenze lauft durchs Bundesland Sachse-Ahalt an de Mündig vo de Saale in d Elv ins Bundesland Brandeburg yne. Deno macht d Sprochgränze e Boge um Berlin umme und goht e Stück nördlig vo Frankfurt an de Oder an die polnischi Grenze dra. I me Großdeil vo Brandeburg isch s Plattdütsch nur no schwach vertrette.
D Gränze zum Dänische isch kei klari. Friehner isch Schleswig dänisch und im Weste nordfriesisch gßi. Aber mit em Mittelnyderdütsche hät sich s Dütsch usbreitet. Hütt entspricht d Sprochgränze grob de Staatsgränze.
[ändere] Dialäkt
Zerscht cha mer Plattdütsch in zwei Gruppe ydeile: Nydersächsisch (Westnyderdütsch), westlig vo de Elbe und z Hollstei und Ostnyderdütsch östlig vo de Elbe. Nydersächsisch isch dodeby d Sproch, wo vom Altsächsische, de Sproch vom alte Sachsestamm, abstammt. S Ostnyderdütsch degege isch in de Gebiet gschwätzt worre, wo devor d Slawe glebt hän (under anderem Sorbe) und wo erscht spöter Dytschi aneko ßin. D Mensche und s Sachseland hän dodeby mit de Holländer und de Flame gsydelt und d Sproch hät drum vyl vo de slawische und holländische Sproch. D Gränze lauft durch de Oste vo Holstei, schnydet s Bundesland Nydersachse s Wendland uffe und lauft deno in d Gegend vo de Gränze zwüsche de Bundesländer Sachse-Ahalt und Brandeburg nach Süde. De groß Underschyd zwüsche denne beidne Gruppe isch de Yheitsplural.
[ändere] Weblinks
D Wikipedia uff Plattdütsch (Dytschland) — e freii Enzyklopädy
D Wikipedia uff Nydersächsisch (Holland) — e freii Enzyklopädy
| Wiktionary: Plattdütsch — Wortherkunft, Synonym und Übersetzige |
Selle Artíkel basiert uff re freie Ybersetzig vom Artikel „Niederdeutsch“ uss de nyderdytsche Wikipedia. E Liste mit de dörtige Autore kasch dört alüege.