Pfaffenweiler (Markgräflerland)
| Dä Artikel bschäftigt sich mit dr Gmei Pfaffenwiler im Markgräflerland. Fier e Ybersicht yber d'Ortschafte wo au eso heisse lueg: Pfaffewiler |
| Pfaffewiler (Pfaffenweiler) |
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|---|---|---|
| Wappe | Charte | |
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| Dialekt: Alemannisch | ||
| Hauptvariante | Hochalemannisch | |
| Regionalvariante | Markgräflerisch | |
| Lokalvariante: | nördl. Markgräflerisch vorderöstr. Variante |
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| Verbreitig: | mässig, Tendenz zum Nideralemannisch |
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| Basisdate | ||
| Staat: | Dütschland | |
| Bundesland: | Bade-Württeberg | |
| Regierigsbezirk: | Friburg | |
| Chreis: | Brisgau-Hochschwarzwald | |
| Geographischi Lag: | 47° 56′ N, 7° 45′ O | |
| Höchi: | 252 m ü. NN | |
| Flächi: | 3,61 km² | |
| Iwohner: | 2.502 (31. Dezember 2010) [1] | |
| Bevölcherigsdichti: | 693 Iwohner je km² | |
| Boschtleitzahl: | 79292 | |
| Vorwahl: | 07664 | |
| Nummereschild: | FR | |
| Gmeischlüssel: | 08315089 | |
| Gmeigliderig: | 2 Ortsteile | |
| Adress vu dr Gmeiverwaltig: |
Rathausgasse 4 79292 Pfaffenweiler |
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| Internetuftritt: | ||
| Burgemeischter: | Dieter Hahn | |
| Lag vu dr Gmei Pfaffewiler im Landchreis Brisgau-Hochschwarzwald | ||
| Dialäkt: Markgräflerisch (Ebringe) |
Pfaffewiler isch e Gmei im Schnäggedal öppe 10 km südli vu Friburg im Brisgau am nördliche Rand vum Markgräflerland. Wappedier isch dr Schnägg.
Dr Ort isch under anderem dur's alljohr verastaltet Schnäggefescht bechannt.
Inhaltsverzeichnis |
[ändere] Geographi
[ändere] Geographischi Lag
Pfaffewiler lit im sognennte "Schnäggedal" im nördliche Markgräflerland zwischem Batzeberg im Weschte unem Hohfirscht als Deil vum Schimbergmassiv im Oschte. Durs Dal fliesst dr Dufferebach.
[ändere] Geologi
S'Schimbergmassiv bestoht us Gsteischichte vu Buntsandstei bis Tertiär. S'Gstei isch in mehrere Steibrüch bis zum Afang vum 20. Johrhundert vu ortsasässige Steimetze abbaut worre.
[ändere] Nochbergmeinde
Im Norde Schallschedt un Ebringe,
im Oste Bollschwil,
im Süde Chilchhofe (Ehrechilche),
im Weste Norschige un Scherzige (beidi zue Ehrechilche ghörig).
[ändere] Gmeigliderig
D'Gmei bestoht us dr Ortsdeiler "Ehlischwiler" (dt. "Öhlinsweiler", au Oberdorf gnennt) un "Pfaffewiler".
[ändere] Gschicht
Dr Ort isch meglicherwiis erschtmols in ere Schenkigsurchunde vu Räbland ans Chloschter St. Galle als "Openwilare" erwähnt worre: "Propterea vernacula terra juris mei in loco, qui dicitur Openwilare, tradimus sancto Galloni viginti juchos, et in Eberingen unum juchum de vinea." D'Urchunde datiert vumr 16. Jänner in dr Herrschaftszit vum Frankechenig Chilperich II., wo vum Juni 715 bis im März 721 regiert het, ohni e gnaui Johresagab, s'wird bloss dr herrsched Chenig Chilperich (ohni Nummere) erwähnt. Die innere Verhältnis vum Frankeriich mache e Errichtig vu dere Urkunde in dr Johre 717/718 am wohrschinschte. D'Regentschaft vum Chilperich I. (561-584) schidet us, wil zue sällere Zitt s'Chloschter St. Galle noch nit bestande het. Witteri Chilperichs het's nit gä.
D'Forschig goht allerdings devu us, dass "Openwilare" wohrschins nit Pfaffewiler oder Ehlischwiler, sundern e später ufglossene Wiler im nördliche Schnäggedal zwische Pfaffewiler un Wolfewiler gsi isch, im Beriich vu dr hytige Gmarkigsgrenze vu beide Ortschafte. Fiers Schnäggedal sin mehreri sonigi Wiler fier die domolig Zitt belegt.
Yber Johrhunderte isch d'Steihauerei näbe dr Landwirtschaft unem Wibau e wichtige Erwerbszwig gsi. So het dr Bildhauer Jörg Kempf 1561 d'Chanzle vum Friburger Minschter us Pfaffewilermer Chalchstei gmacht. S'vermutli äldischt Gaschthus isch d'"Stube" im Ortsdeil Ehlischwiler, wo 1574/75 baut worre isch. Als "Stube" het's deilwiis au als Amtsgebäude dient. Die sitem usgohende Middelalder zue Pfaffewiler ghörend Ortschaft Scherzige uf dr andere Side vum Batzeberg isch im Zug vu dr Säkularisation 1806 selbständig worre un ghört sit dr Gebitsreform 1975 zue Ehrechilche.
[ändere] Politik
[ändere] Burgemeischter
- 1982-2006 Fritz Gutgsell (CDU)
- sit 2006 Dieter Hahn (CDU)
[ändere] Gmeirot
Im Pfaffewilermer Gmeirot ghöre 12 Mitglider a, devu zwei Fraue. Die ledscht Kommunalwahl het am 7. Juni 2009 stattgfunde.
| Lischte | % 2009 |
Sitz 2009 |
% 2004 |
Sitz 2004 |
Bemerkig |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 47,9 | 6 | 34,3 | 4 | |
| Freii Bürgerlischte | 29,9 | 4 | 29,7 | 4 | stoht politisch bi dr Freie Wähler |
| Offeni Lischte | 22,3 | 2 | 18,2 | 2 | |
| Pfaffewiler, was suscht | - | - | 17,8 | 2 | het sich 2009 in dr CDU agschlosse |
D'Pfaffewilemer Dorfpolitik isch vu dr 1980er Johre bis 2006 vum Stritt iber dr Verlauf vu dr L 125 (Schneggedalstross) bestimmt gsi. S'Dorf het sich debi in zwei politischi Lager gspalte gha, nämlig die eine, wo die nej Stross - wie au dr domolig Burgemeischter Gutgsell - zwische Fridhof un Dorf uf dr alde Trasse hän füehre welle, un die andere, wo zwische Fridhof un Batzeberg hän durchgo welle. Us sällem Hindergrund rus het sich mit "Pfaffewiler - was suscht" bi dr Kommunalwahl 2004 e Lischte mit Befierworter vum alde Trasseverlauf mit em Gschäftsfüehrer vu dr WG (Wihüs) Männle zue dr Wahl gstellt, wo ussem Stand 2 Sitz gholt het. Nooch em Usbau vu dr L 125 bis 2008 - uf dr alde Trasse - un em neje Burgemeischter Hahn hän sich die verhärtete Fronte ufglöst. D'Lischte Pfaffewiler - was suscht isch 2009 nimmi zue dr Wahl aträtte un ihri beide Gmeindrät hän bi dr CDU kandidiert, wibi aber numme dr Männle wiider in dr Rot inigwählt worre isch.
Quelle:
- Pfaffewilemer Gmeiblättli vum 18.06.2004 un 12.06.2009
[ändere] Städtpartnerschafte
Jasper, USA
Um 1850 sin e Huffe Pfaffewilerner nooch Nordamerika usgwanderet un hänn sich in dr Sidlig Jasper im Staat Indiana niderglo. Noch hüt finde sich dert Pfaffenwilermer Familienämme wie Eckerle, Eckert, Gutgsell, Kiefer un Scherle.
[ändere] Kultur un Aluegenswürdigkeite
[ändere] Bauwercher
- Katholischi Pfarrchilche St. Columba
- Gasthus Stube
[ändere] Denkmoler / Grenzstei
- Hohbannstei (Gmarkigsstei im Hohfirschtwald, wo die fimf Gmeinde Bollschwil, Ebringe, Ehrechilche, Pfaffewiler un Schallsched agrenze. Inzwische stoht am Ort numme no e Replik, dr Originalstei befindet sich im Pfaffewilermer Dorfmuseum)
[ändere] Musee
- Dorfmuseum (bim Rothus)
- historischi Steibrüch (Friliechtmuseum)
[ändere] Regelmässigi Verastaltige
S'Schnäggefescht z'Pfaffewiler findet sit viile Johre alljohr am erschte Septemberwucheend statt. Entlang vu dr Chäpelligass im Oberdorf werre Höft un Cheller vu dr ortsasässige Verein gnutzt, um Chöschtlichkeite us dr badische Chuchi azbite. Merkmol vum Schnäggefescht isch d'Bruchtumsschau, wo alljohr e Thema us dr Handwerchstradition vum Dorf vu dr Handwercher sälber mit zum Deil Originalwerchzig dargstellt wird, zum Bispil Steihauer/Steimetz, Räbabau usw.
[ändere] Literatur
- Helge Körner (2006): Der Schönberg – Natur- und Kulturgeschichte eines Schwarzwald-Vorberges. 472 S., 48 Farbtafeln und 200 sw-Abb. Lavori-Verlag, Freiburg. ISBN 3-93573-753-X.
- Pfaffenweiler, eine Ortsgeschichte, 1997, Gemeinde Pfaffenweiler, Modo-Verlag, Freiburg, ISBN 3-922675-66-2