Neuenhof

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Neuenhof
Wappe vo Neuenhof
Basisdate
Staat: Schwiiz
Kanton: Aargau (AG)
Bezirk: Badew
BFS-Nr.: 4034i1f3f4
Poschtleitzahl: 5432
Koordinate: 667166 / 25554047.4472198.329174403Koordinaten: 47° 26′ 50″ N, 8° 19′ 45″ O; CH1903: 667166 / 255540
Höchi: 403 m ü. M.
Flächi: 5.37 km²
Iiwohner: 8345 (31. Dezämber 2012)[1]
Website: www.neuenhof.ch
Sicht von Wettingen über die Limmat auf Neuenhof

Sicht von Wettingen über die Limmat auf Neuenhof

Karte
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Iber des Bild
w
Dialäkt: Aargauerdüütsch

Noiehof isch es Dorf im Kanton Aargau ide Schwiiz.

Es isch e politischi Gmeind und ghört zum Bezirk Bade. Es lit östlich aaschlüssend a de Bezirkshauptort im Limmattal und isch met über 8'000 Iiwohner eini vo de iiwohnerriichschte Gmeinde im Bezirk.

Geografii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Noiehof lit ufere Ebeni zwüsched em Hang vom Rüsler, da isch en Teil vom Heitersberg, und de Limmat. Nöcher be Bade lit inere Flussschlaufe no en grossi Überbauig wo au no zu Noiehof ghört, aber dur d Autobahn A1, en Hauptstross und de Fluss devo trennt isch, si heisst Webermühli und bildet es eignigs Quartier, d Damsau.

Vom Gmeindegebiet vo 537 Hektare sind 277 Hektare Wald und 142 sind überbaut. Di höchsti Stell isch mit 702 Meter ufem Kamm vom Heitersberg, di tüüfsti mit 360 Meter a de Limmat.

Nachbargmeinde sind Wettige im Norde, Würelos im Nordoste, Killwange im Südoste, Oberrohrdorf im Südweste, Fislisbach im Westen und Bade im Nordweste.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Di Katholischi Chile vo Noiehof

Römerziit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ufgrund vo Steibiele und anderne Gebruchsgegeständ wo mer ide Talsohle vom Härdli bis zu de Limmat gfunde hed vermueted mer, dass bereits ide Steiziit en Sidlig bestande hed. Di erschti relativ gnau möglichi Datierig vonere Besidlig isch dur die im Johr 1975 gfundne Reste vomene römische Guetshof möglich worde. Dur Münze, wu mer gfunde hed, schätzt mer, das de Guetshof öppe zwüsched em Johr 50-100 baut und bewohnt worde isch.

Iifluss vom Chloster[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nach diverse Schenkige vo Land zu Gunste vom Chloster Wettige hend d Mönch, zum Teil met Hilf vo Liibeigene mehreri Höf bewirtschaftet und ufbauet, so gscheh am Fuess vom Badberg und spöter ide Chlosterrüti. Um 1200 isch denn en wiitere Hof uf de Ebeni bauet worde, de so genannti "nuiwe Hof". Am Aafang hend au det Mönch uf em Hof buuret, im 14. Joorhundert isch er a Liibeigeni verpachtet worde, die hend denn au di ersti chliini Sidlig bauet. 1393 isch denn s erscht mol de Name "Neuenhof" uftaucht. Bis zur Uuflösig vom Chloster 1841 isch Noiehof starch vom Chloster abhängig gsi und isch under de Herrschaft vom Abt gsi. Au wenns immer wider Striitigkeite geh hed, di eini hed dezue gfüert das för di böse "Burren" en Dorfoffnig erstellt worde-n-isch, isch Noiehof under de Herrschaft vom Abt ned schlecht gfahre, da so de Iifluss vom habsburgische und nocher eidgenössische Landvogt abgschwächt gsi isch.

Dorfoffnig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I dere Dorfoffnig gohts hauptsächlich drum wie das d Grichtbarkeit in Noiehof gregled gsi isch. So wird festgleit, dass alles was de Pfennig gwünne oder verlüre chan vom "Zwinggericht zu Neuenhof" under em Vorstand vo de Herre vo Wettige zrichte isch. Uusgno vo dere Grichtsbarkeit sind di "blütenden Wunden" und was under em "russigen Rafen", also Dihei passiert ebeso de Frevel und wer em andere an Hals goht und was uf de Landstross passiert, das alles isch vom Landvogt grichtet worde.

Endi vo de alte Eidgenosseschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Met em Endi vo de alte Eidgenosseschaft isch au de Iifluss vom Chloschter langsam aber sicher chliner worde. Am 16. März 1798 hed de Landvogt Rheinhardt d Freiheit vo de Buure usgrüeft und d Grafschaft Bade us de Untertanepflicht entloh. De Jubel und Begeisterig wo uf das abe under de Bevölkerig uusbroche isch hed ned lang aaghalte, da d Franzose, wo us Noiehof zwar offiziell en Gmeind gmacht hend und zum Kanton Bade dezue zellt hend, nocher d Gegend bsetzt hend. Mit dere Belagerig send d Zueständ schlimmer worde als under em Landvogt jemols gsi send. I dere unruhige Ziit hed Noiehof starch glitte und mehreri Höf send usgraubt und verbrennt worde.

Entwicklig bis hüt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Schuelhus vo 1910 z Noiehof

Im Joor 1803 gründete Kanton Aargau isch d Entwicklig denn chli ruhiger worde. No lang sind bes uf es paar wenigi Handwerker alli Bewohner Buure und Tauner gsi. Noiehof isch lang es Buuredorf gsi. Bi de Spinnerei Wild isch - vis-à-vis vo de Wettiger Chloschterhalbinsle - scho im 19. Johrhundert e Sidlig entschtande, derte, wo hüt d Webermühli isch. S alti Dorf und Lüt in dere Sidlig hei aber numme wenig mitenand z due gha. D Schpannige sind bsunders dütlich worde, wo me am Aafang vom 20. Johrhundert es nois Schuelhuus hät welle baue. D Lüt vom alte Dorf hei Schuel bi sich welle ha, d Lüt vo de Spinnerei bi sich in de Nöchi. De Kompromiss isch gsi, dass d Schuel im 1910i uf freiem Fäld zwüschem Dorf und de Webermühli bauet worde-n-isch. In de letschte Joorzehnt hed sich dann au Industrie und Gwerb z Noiehof aagsidlet. D Gmeindsversammlig vo Noiehof het, wi au de Iiwohnerrot vo Bade am 30. März 2010 de plante Fusion mit de Schtadt Bade zugschtimmt, wo uf de 1. Jänner 2012 het soll realisiirt werde. D Volksabstimmig het am 13. Juni 2010 schtattgfunde.[2] S Schtimmvolk vo Noiehof het de Fusion zwar dütlich zugschtumme[3], d Bevölkerig vo Bade het si aber knapp abglähnt.[4]

Wappe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Waagrecht teilt ide Farbe gelb (obe) und rot (unde), mit zwei foifzackige Sterne, emene rote (obe) und emene gelbe (unde).

Chilene[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mer chan nümme gnau feststelle wenns di erschti Kapelle geh hed in Noiehof, mer weiss aber, dass a de Stell vo dere erste Kapelle 1705 d Josefskapelle baut worde-n-isch. 1834 hed mer si erwiitered bevor mer si denn 1896 abgrisse hed, da mer de Platz för d Stroos brucht hed. De Platz wo si gstande-n-isch isch det wo hütt de ovali Chreisel vorem Posthorn isch.

Di neuromanischi katholischi Pfarrchile St. Joseph hed mer 1885 agfange baue und hed si 1890 gweiht. 1958 hed mer si, nachem damalige Gschmak usgnüechtere und velli vo de Malereie übermoled und Sitealtär entfernt. Vergrössered und di südöstlichi Sakristei unterchellered hed mer 1963, ebefalls denn isch d Usefassade renoviert worde. 1976 hed mer weder en Teil vo de alte Malereie restauriert. Im 2002 hed mer en Totalrenovation gmacht[5].

Bevölkerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bevölkerigsentwicklig:[6]

Jahr 1850 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Einwohner 394 872 1275 1986 4433 7164 7203 7707 7613

Am 31. Dezember 2012 hend 8345 Mensche in Neuenhof glebt, de Usländerateil isch met 46.6 % meh als doppelt so höch wie de kantonali Durchschnitt. Bi de Volkszählig 2000 sind 47,8 % römisch-katholisch, 21,8 % reformiert, 6,8 % christlich-orthodox und 8,8 % muslimisch gsi; 1,7 % händ anderi Glaubensrichtige aageh. Vo 73,8 % isch Düütsch d Hauptsproch gsi, 8,7 % Italienisch, 5,5 % Serbokroatisch, 2,0 % Türkisch, 1,9 % Albanisch, 1,3 % Spanisch, 0,9 % Französisch, 0,7 % Englisch.[7]


Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Bevölkerungsbestand per Ende Dezember 2012, Statistisches Amt des Kantons Aargau
  2. http://www.neuenhofundbaden.ch/dokumentframe.htm abgruefe am 14. April 2010
  3. http://www.neuenhof.ch/downloads/Abstimmungsresultate.pdf abgruefe am 13.06.2010 13:27 Uhr
  4. http://www.baden.ch/documents/Abstimmungsprotokoll_Baden_Neuenhof.pdf
  5. Pfarrei Neuenhof: Lokalitäten
  6. Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden im Bezirk Baden, Statistischs Amt vom Kanton Aargau
  7. Gemeindeporträt, Statistischs Amt vom Kanton Aargau