Melchior Goldast

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e Siite vom Werch "Alamannicarum rerum scriptores aliquot vetusti" vom Melchio Goldast

De Melchior Goldast (* 6. Januar 1578 z Bischofszell im hütige Kanton Thurgau; † 11. August 1635 z Gießen in Hesse) isch e schwizerische Jurist und Humanist gsii.

Lebe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Goldast het im bayrische Memminge s Gymi bsuecht und denn z Ingolstadt studiert und schliessli de Magistergrad an de domolige "Akademi" z Altdorf öbercho. Denn isch er z Gempf private Studie nochegange. Ab 1599 het er i de Bibliothek vom Chloster Sanggale sini Forschige bitribe und sich debi wertvolli Büecher uf nöd ganz subere Weeg aagaignet. Wege dem, und weler die Büecher au unsachgmäss bihandlet het, so asi kaputt gange sind, isch er 1605 vor s Gricht choo und verurtailt worde, allerdings ooni grosse Folge. De Goldast isch ann vo de erste gsii, wo Werch vom Chloster Sanggale im Buechdruck publiziert het, wobii sis Hoptintressi a de alemannische und schwööbische Gschicht glegen isch. Sini aigne Zuesätz und Interpretatione, wie zum Biispil gwüssi Lutgsetz zwüschet Latiinisch und Tütsch, hend kai groossi Bidütig.

De Melchior Goldast isch de Erzücher vom Fraiherr vo Hohensax gsii und het ab 1606 z Frankfurt am Main glebt, wonner historischi und juristische Guetachte verfasst het. Er het e grossi aigni Bibliothek ghaa, drunder vill Büecher vom Chloster Sanggale. Noch sim Tod isch en Tail uf Breme cho und en andere Tail zrugg uf Sanggale.

De Goldast het scho zu Lebzite en zwispältige Ruef ghaa, ainersits ischer guet bildet gsii und het alti Werch anere braite Öffetlichkait zuegänglich gmacht, nochem Humanistische Prinzip, d Büecher us de dunkle Gfängnis vo de Chlöster is Liecht vo de Öffetlichkait z bringe, andersits het er ooni Skrupel au Urchunde gfälscht um sinene Gegner z bewiise, as er im Recht sai. Moderni Forscher lobet de Goldast, well er ales dra tue het, um sini Privatbibliothegg vor chriegerische Iigriff z schütze, under grossem finanziellem Iisatz; bsunders d Sanggaler Forscher aber bimänglet, ass er vill Büecher uf nöd suuberem Weg erstande heb und as die Büecher z Sanggale sicherer vorem Chrieg gsii saied.

Werch (Uuswaal)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Suevicarum rerum, scriptores aliquot veteres, Frankfurt/M. 1605
  • Alamannicarum rerum scriptores aliquot vetusti, Frankfurt/M. 1605
  • Catholicon rei monetariae, Frankfurt/M. 1620

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Anne A. Baade: Melchior Goldast von Haiminsfeld, 1992
  • Graeme Dunphy: "Melchior Goldast und Martin Opitz. Humanistische Mittelalter-Rezeption um 1600" in Nicola McLelland, Hans-Jochen Schiewer & Stefanie Schmitt, Humanismus in der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Niemeyer 2008, 105-121.
  • Emil von Ottenthal: Die gefälschten Magdeburger Diplome und Melchior Goldast. Wien 1919.
  • Heinrich Schecker: Melchior Goldast von Haiminsfeld, eine Studie. Bremen 1930.
  • Rudolf Gamper: Die Bücherdiebstähle des Melchior Goldast in Sankt Gallen, in: Marcel Mayer, Stefan Sonderegger (Hg.): Lesen – Schreiben – Drucken, Sankt Gallen 2003, S. 73-88, S. 144–147.
  • August von Gonzenbach: Goldast genannt von Haiminsfeld, Melchior. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 327–330.
  • Gerhard Dünnhaupt: Melchior Goldast von Haiminsfeld; in: Personalbibliographien zu den Drucken des Barock, Bd. 3. Stuttgart: Hiersemann 1991, S. 1653-79. ISBN 3-7772-9105-6.
  • Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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