Ludwig Uhland

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Dialäkt: Schwäbisch
Ludwig Uhland, 1818 gmôlt vom Gottlob Wilhelm Morff

Dr Johann Ludwig Uhland, wia-nr mit-em volla Nama hoißt (gebora am 26. Abril 1787 en Diibenga, wo-nr am 13. Novembr 1862 au gschdorba ischt), ischt a deitschr Dichtr, Litradurwissaschaftlr, Jurischt ond Polidigr aus em Schwobaland gwäa, wo ma heit haubtsächlich weaga seine kernige Ballada ond Liadr noh guat kennt.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Herkonft, Kendheit ond Ausbildong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Ludwig Uhland kommt am 26. Abril 1787 en Diibenga uf d Welt. Er stammt aus-ra graußbirgorlicha Familie. Sei Vaddr ischt Segredär bei dr Eberhard Karls Universideet, ond sei Ehne ischt Professr an dera Hochschual. Sei Kendheit verbrengt dr Uhland en seira Hoimetstadt. Wia-nr grad amol 14 Johr alt ischt, fangt-r â, a dr Uni Jura ond Philosophii zo studiera. Zwoi Johr schbätr lernt’r deet da Medizinstudenda Juschdinus Kerner kenne. Dia zwoi vorstandet sich ganz guat mitnandr. S entstoht a Freindschaft, wo a Leaba lang hebt.

Studiareis noch Paris[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ab Abril 1810 derf sich dr Uhland „Dokdr jur.“ hoißa. Da Monat druf roist’r noch Paris, om deet vorschidene jurischdische Eirichdonga zo studiira, wo ma vileicht s ois odr andre au fir Wirdaberg braucha kâ. Noh meh abr endressiirt’r sich fir dui weltberiimda Bibliodeek, wo’s en dera franzeesischa Haubtstadt hot. Arg viil Zeit wendet’r uf, om de ald franzesisch ond deitscha Litradur vom Middlaldr kennazlerne. Erscht noch ma dreivirtl Johr goht’r noch Diibenga zruck.

Hochschuellehrer ond Polidikr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Em Dezembr 1812 zuit dr Uhland vo Diibenga noch Stuegert om, weil’r deet a Stell als zwoidr Sekredär beim Juschdizminischderiom griagt hot. En dera Zeit entstandet au seine erschde grauße Ballada. Vom Stoff her hend’s em bsonders d Gschdalda aus de deitsche Heldasaga ôdoa: Dr Siigfriid, dr Kaisr Karl ond dr Roland. 1829 hot’s Land Wirdaberg an dr Uni Diibenga a nuia Lehrstual fir de deitsch Schbroch ond Litradur eigriichd, ond dr Uhland isch dr erschde, wo en deam Fachbereich forscha ond lehra deff.

Am 3. Juni 1832 isch d Wahl zom nuia wirdabergischa Landag. Dr Uhland hot kandidiirt ond wuud als Vordreddr vo Stuegert do neigwehlt. Damit’r sei Mandat ausiaba kâ, ersuecht’r sein Denschtherr, de wirdabergisch Regiirong, om Urlaub. Dui abr lehnt sein Âtrag ab. Do driibr regt’r sich so uf, dass’r aus em Staatsdenscht ausscheidet ond fortâ als Privatglehrtr en Stuegert sei Geld vordeant. Uf Grond vo seira demokradischa Gsennong – er isch a Âhängr vo dr liborala Obbosizioo – setzt’r sich ganz entschiida drfir ei, dass en de nui Landesvorfassong au Birgerreacht ufgnomma werra sollet.

Dr Uhland uf ra Briafmark vo dr DDR 1987

Am 26. April 1848 wuud dr Uhland vom Wahlbezirk Diibenga-Raudaburg en de deitsch Nationalvorsammlong gwehlt, wo en dr Frankfurtr Paulskirch tagt. Deet ischt’r uf dr Seit vo de demogradische Graußdeitsche ond setzt sich drfir ei, dass dr deitsch Kaisr sein Thron et uf seine Nochkomma vorerba kâ. Soweit kommt’s abr et. Was so hoffnongsvoll âgfanga hot, isch em Johr druf schau wiidr vorbei. S Parlament en dr Paulskirch wuud ufgleest. Jetzt hot dr Uhland gnuag vo dr graußa Polidig ond widmet sich bloß noh dr Litradur ond dr Forschong.

Ausglang[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Em Februar 1862 stirbt em Uhland sei beschtr Freind, dr Juschdinus Kerner. Dr Uhland will nadiirlich bei dr Leichafeier drbeisei ond reist deshalb em diafschda Wendr noch Weinsberg. Des bekommt em abr et guad. Bald druf fangt’r â zo krenkla. Em Schbätsommr 1862 macht’r s erscht Mol en seim Leaba a Kur. Er hofft, dodurch wiidr gsond z werde. Leidr erfillt sich der Wonsch et. Em Gegadoil: Mit seira Gsondheit goht’s emmr meh da Bach na. Sei Leida wuud emmr graißer, bis en dr Daud am 13. Novembr vo seine Schmerza erlest. Drei Däg schbätr wuud’r uf-em Diibengr Stadtfriidhof begraba. A dr Leichafeier nemmt a riisagraußa Menge vo Leit doil. Alloi vo Stuegert kommet zwoi Sondrziig.

Poschtume Ehronga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nôch-em Uhland seim Ableaba send en zahlreiche Stedt ond Derfer Strôßa ond Plätz nôch deam Môô benannt wôrra.[1]Au etliche Schuala hend sein Nama kriagt, zom Beischbiil z Leifelda-Echderdenga[2], z Beeblenga[3], z Nirnberg[4] ond en Gießen [5].

An dr Eberhard Karls Universideet Diibenga ischt a Instidut nôch-em benannt wôrra (s Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft).[6] Seit 1991 geit’s au an Ludwig-Uhland-Preis.

A Auswahl vo seine Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ballada[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Lindheimer
  • Des Sängers Fluch
  • Das Glück von Edenhall
  • Taillefer
  • Bertran de Born
  • Ver sacrum
  • Schwäbische Kunde

Andre Gedicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Die Kapelle (Droben stehet die Kapelle …, dô drmit gmoint ischt Wurmlenger Kabell bei Diibenga, vortont vom Conradin Kreutzer)
  • Frühlingsglaube (Die linden Lüfte sind erwacht ..., ondr andrem vortont vom Friedrich Silcher)
  • Der gute Kamerad (Ich hatt einen Kameraden ...)
  • Der Wirtin Töchterlein (Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein ..., d Melodii ischt noch ma Volksliad, vom Silcher geit’s an viirstemmiga Satz fir an gmischda Chor)
  • Des Schäfers Sonntagslied (Frühmorgens, wenn die Hähne krähn ..., vortont vom Conradin Kreutzer)
  • Frühlingsahnung (O sanfter, süßer Hauch ..., vortont vom Friedrich Silcher)
  • Metzelsuppenlied (Wir haben heut nach altem Brauch ein Schweinchen abgeschlachtet ...)
  • Einkehr (Bei einem Wirte, wundermild, da war ich jüngst zu Gaste ...)

Biinawerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ernst, Herzog von Schwaben (Trauerschbiil)
  • Ludwig der Bayer (Schauschbiil)

Litradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Lexikon der deutschen Literatur, Humboldt Daschabuech Nr. 74, zwoida Uflag vo 1958
  • W. Grabert und A. Mulot: Geschichte der deutschen Literatur, Boirischer Schuelbuach-Verlag München, elfda Uflag vo 1966
  • Hermann Bausinger (Hrsg.): Ludwig Uhland. Dichter – Politiker – Gelehrter. Attempto, Tübingen 1988.
  • Victor G. Doerksen: Ludwig Uhland and the Critics. Camden House, Columbia, South Carolina 1994.
  • Hartmut Froeschle: Ludwig Uhland und die Romantik. Böhlau, Köln 1973.
  • Armin Gebhardt: Schwäbischer Dichterkreis. Uhland, Kerner, Schwab, Hauff, Mörike. Tectum, Marburg 2004, ISBN 3-8288-8687-6.
  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 933.

Oinzlne Nôchweis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Das Postleitzahlenbuch, rausgäa vo dr Deitscha Boscht
  2. http://www.lus-leinfelden.de/
  3. http://www.boeblingen.de/,Lde/start/SozialBildung/Ludwig_Uhland_Grundschule.html
  4. http://www.nuernberg.de/internet/jugendsozialarbeit/gs_ludwig_uhland_schule.html
  5. https://archive.is/20130407055537/ludwiguhlandschulegiessen.wordpress.com/2012/01/28/willkommen-in-der-ludwig-uhland-schule-in-giesen/
  6. http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/wirtschafts-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/faecher/empirische-kulturwissenschaft.html

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Ludwig Uhland – Sammlig vo witere Multimediadateie

Wikisource S dütschsprochig Wikisource hät Originaltegscht zum Thema „Ludwig Uhland“.

Gsprocheni Wikipedia[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Download vu dr Sprochversion vu dem Artikel De Artikel gits au as Audiodatei
:
abelade | Informatione


Meh Informatione zum WikiProjekt Gsprocheni Wikipedia
.