Lehnswesen

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Harold Sacramentum Fecit Willelmo Duci
Dr Harold schwöört e Wasalleäid vor em Wilhelm em Erooberer

Dr Begriff Läächewääse, au Föidalwääse (→Föidalismus) oder Benefizialwääse, bezäichnet s politisch-ökonomischi Süsteem vo de Bezieige zwüsche Läächeheere und beleente Wasalle. Es het d Grundlaag vo dr hochmiddelalterlige Gsellschaftsornig in de oobeländische Staate bildet, vor allem im Häilige Römische Riich. Au in andere Kultuure, bsundrigs z Japan si Struktuure entstande, wo mä mit em öiropäische Läächewääse cha vergliiche.

Im Früemiddelalter het sich s Läächewääse noch em Vorbild vom römische Klientelwääse und us em germanische Gfolgschaftswääse entwigglet. Dr Läächeheer, wo dr rächtligi Äigedümer vo Grund und Boode oder vo bestimmte Rächt gsi isch, het die em Läächeempfänger uf Lääbeszit überloo. Dodrfür het dä em Läächeheer persönligi Dienst müesse läiste. Zu däm het z. B. ghöört, ass er dr Stigbüügel ghebt, iin bi festlige Aaläss begläitet und iim as Mundschänk dient het. Bäidi häi sich verpflichdet, enander dröi z si: Dr Läächeheer zu Schutz und Schirm, dr Läächemaa zu Root und Hilf. Usserdäm häi dr Läächeheer und dr Wasall enander geegesitig Respäkt gschuldet, d. h. dr Läächeheer het noch em Gsetz si Läächemaa nit döfe schloo, aabemache oder sich an sinere Frau oder Dochder vergrife.

Dr obersti Landesheer isch au dr obersti Läächeheer gsi, dr Köönig oder dr Herzog, wo sine Fürste iiri Lääche gee het. Die häi sälber Lääche an anderi Aadligi chönne vergää.

Sustigs[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Baaseldytsche het mä früener emol eme Pächter «Läächemaa» (Lehnsmaa) gsaäit.[1]

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Marc Bloch: Die Feudalgesellschaft, durchgesehene Neuausgabe, Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-91234-7.
  • Jürgen Dendorfer/ Roman Deutinger (Hrsg.): Das Lehnswesen im Hochmittelalter. Forschungskonstrukte – Quellenbefunde – Deutungsrelevanz. Thorbecke, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-4286-9 (Darstellung, die eine aktuelle Bilanz zum 11. und 12. Jahrhundert bietet; Rezension)
  • François Louis Ganshof: Was ist das Lehnswesen?, 7. Aufl., Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989. ISBN 3-534-00927-4. (klassische Überblicksdarstellung zum Modell des Lehenswesens)
  • Alain Guerreau: L'avenir d'un passé incertain. Le Seuil, Paris 2001
  • Steffen Patzold: Das Lehnswesen. München 2012, ISBN 978-3-406-63235-8. (Darstellung, die sich auf dem aktuellen Forschungsstand bewegt und die Sichtweise des 19. Jahrhunderts der jüngeren Kritik gegenüberstellt)
  • Susan Reynolds: Fiefs and Vasalls. The Medieval Evidence Reinterpreted. Oxford University Press, Oxford 1994, ISBN 0-19-820458-2. (Darstellung, die grundlegend wurde hinsichtlich der Kritik an dem Modell des Lehnswesens und seiner Reichweite)
  • Karl-Heinz Spieß: Stichwort „Lehn(s)recht, Lehnswesen.“ In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Bd. 2 Berlin 1978. Sp. 1725–1741.
  • Karl-Heinz Spieß: Das Lehnswesen in Deutschland im hohen und späten Mittelalter. 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09180-0.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Rudolf Suter: Baseldeutsch-Grammatik, Christoph Merian Verlag 1992, 3. Uflaag, S.53
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Lehnswesen“ vu de dütsche Wikipedia.

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