Jan Ullrich

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Jan Ullrich
Jan Ullrich bim Giro d’Italia 2006.
Jan Ullrich bim Giro d’Italia 2006.
Personedate
Spitzname Ulle
Geburtsdatum 2. Dezember 1973
Nation Deutschland Düütschland
Velosportspezifischi Informatione
Aktuells Team Karriereende
Disziplin Strooss
Fahrertyp Rundfahrer, Zitfahrer
Doping
2002
2006
6 Mönet gsperrt, Amphetamin
in der Dopingskandal Fuentes verwigglet
Amateurteam(s)
bis 1987
1987–1989
1991
1992–1995
SG Dynamo Rostock
SC Dynamo Berlin
SC Berlin
RG Hamburg
Profiteam(s)
1995–2002
2003
2004–2006
Telekom
Coast/Bianchi
T-Mobile
Wichtigsti Erfolg
Grands Tours
Gelbes Trikot Gwünner vo der Tour de France 1997
Goldenes Trikot Gwünner vo der Vuelta a España 1999
Olympischi Spiil
Gold Olympiasiiger im Stroosserenne 2000
Silber Olympiazweite im Zitfahre 2000
Wältmeisterschafte
Regenbogentrikot Wältmeister im Zitfahre 1999, 2001
Infobox zletzt aktualisiert: 15. August 2008

Dr Jan Ullrich (* 2. Dezämber 1973 z Rostock) isch en ehemolige dütsche Profi-Velorennfahrer. As erste Dütsche het er 1997 d Tour de France gwunne. Derzue isch er fümfmol Zweite, eimol Dritte und eimol Vierte bi der Tour gsi, Amateurwältmeister im Stroosserenne, zweimol Wältmeister im Einzelzitfahre und 2000 Siiger im olympische Stroosserenne.

Am 26. Februar 2007 het der Jan Ullrich si aktivi Velosportkarriere beändet. In der Allzitliste vo der Cycling Hall of Fame, wo die 25 grösste Velorennfahrer vo alle Zite uflistet, stoht er zurzit (26. August 2010) uf em 15. Platz.[1]

Bedütendi Erfolg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nacht vo Hannover 2005
Jan Ullrich (r.) bim Renne Rund um d Hainleite 2004 z Erfurt
Eidagsrenne
Siiger im olympische Stroosserenne 2000
Silber im olympische Einzelzitfahre uf der Strooss 2000
Amateur-Stroossewältmeister 1993
Wältmeister im Einzelzitfahre 1999 und 2001
Dütsche Meister im Einzelzitfahre 1995
Dütsche Stroossemeister 1997 und 2001
Siiger bi de HEW Cyclassics 1997
Siiger bim Giro dell’Emilia 2001
Siiger bim Rund um Köln 2003
Rundfahrte
Gsamtsiiger vo der Tour de France 1997
Zweit Platz bi der Tour de France 1996, 1998, 2000, 2001, 2003
Dritt Platz bi der Tour de France 2005
Viert Platz bi der Tour de France 2004
Gwünner vom Wiisse Liibli (Best Profi under 25) bi der Tour de France 1996, 1997, 1998
Gsamtsiiger vo der Vuelta a España 1999
Gsamtsiiger vo der Tour de Suisse 2004 und 2006
Zweit Platz bi der Dütschland Tour 2005
Etappesiig bi Rundfahrte (Zahl vo de Etappe/Johr)
7 Etappe bi der Tour de France: 1/1996, 2/1997, 3/1998, 1/2003
2 Etappe bi der Vuelta a España: 2/1999
1 Etappe bim Giro d’Italia: 1/2006
5 Etappe bi der Tour de Suisse: 1/1997, 2/2004, 1/2005, 1/2006
1 Etappe bi der Dütschland Tour: 1/2005
Ehrige
Dütschland si Sportler vom Johr 1997 (Einzelwärtig und Mannschaft vom Johr) und 2003 (Einzelwärtig)

Dopingvorwürf[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Si Verwigglig in der «Spanisch Dopingskandal» churz vor der Tour de France 2006 isch vo Staatsawält in mehrere europäische Länder undersuecht worde. Der Ullrich isch vo der Tour usgschlosse worde und s Team T-Mobile het en am 20. Juli 2006 fristlos entloo. Bim spanische Doping-Arzt Fuentes si Bluetsäckli sichergstellt worde. E DNA-Analyse het bewiise ass s Bluet vom Ullrich chiem, und der Ullrich het sich hüfig bim Fuentes z Madrid lo behandle.[2] S Verfahre isch aber vo dr Staatsawaltschaft iigstellt worde, wil s Doping im Velorennsport so wiit verbreitet gsi siig, dass niemer im Ullrich si Lug glaubt haig, nid dopt zhaa. Au siig er wägen em finanziell und im Asehe erheblig gschädigt worde und me hätt em sowiso nume wenig kriminelli Energii chönne vorwärfe.[3] Der Ullrich sälber dänggt immer no, niemer bedroge und gschädigt z haa.[4]

Noch eme johrelange Rechtsstrit um di „spanisch Doping-Affäre“ het de International Sportgrichtshof (CAS) in eme Urdeil am 9. Februar 2012 d Schuld vom Ullrich als erwise aagseh un het en schuldig gsproche, dass er dopt heb. De CAS het au alli Erfolg vum Ullrich sit em 1. Mai 2005 annuliert, dodrunter au de dritt Blatz bi de Tour de France 2005. De Aadrag vom Rad-Weltverband UCI, de Ullrich lebeslang für alli Aktivitäte im Velosport zu sperren, het de CAS abglehnt.[5]

Im Juni 2013 het er in eme Interview mit dr Zitschrift Focus zum erschte Mol zuegää, dass er mit Hilf vum Fuentes dopt heb. Är heb aber nie ne ander Dopingmittel gnoo wie sii eige Bluet. Betrugsvorwürf het er zrugggwise, wel er üt gnoo heb, was di andere nüt au gnoo hebe: „Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen.“[6]

Persönligs[ändere | Quälltäxt bearbeite]

1994 isch dr Ullrich zue sinere Fründin Gaby Weis uf Märdinge am Tuniberg zoge. Är het mit ihre ne Dochter, Sarah Maria, wu 2003 uf Welt cho isch. 2002 isch er mit ere in d Schwyz zoge, uf Scherzige, eme Ortsteil vo Münschterlige. 2005 hän si ihri Trännig bekannt gää.

Sit em Septämber 2006 isch dr Ullrich mit dr Sara Steinhauser, der Schwöster vom sim ehemolige Trainingskolleg Tobias Steinhauser, verhürotet. Der gmeinsami Sohn Max isch im August 2007 uf d Wält cho, 2011 isch ihre zweet Suhn Benno uf d Wält cho,[7] am 31. Oktober 2012 dr Dritt, wo Toni heisst.[8][9]

Noch aktuelle Bricht plant der Ullrich, e Buech über si Zit as Velorennfahrer z verfasse. Drin soll au s Thema Doping vorcho.[10]

Im August 2010 het der Jan Ullrich gsait, ass er mit em Burnout-Syndrom chrank siig.[11]

Sustigs[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Märdingen isch no ihm d Jan-Ullrich-Straße gnännt worde.

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jan Ullrich, Hagen Boßdorf: Ganz oder gar nicht. Econ, 2004, ISBN 3-430-19231-5
  • Andreas Burkart: Jan Ullrich – Wieder im Rennen. Goldmann, 2003, ISBN 3-442-15295-X
  • Hagen Boßdorf (Hrsg.): Jan Ullrich – Meine Lieblingsradtouren, Schwarzwald. Artbeer Creation, 2001, ISBN 3-00-007288-8

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Jan Ullrich – Sammlig vo witere Multimediadateie

Noowiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Cycling Hall of Fame: Die 25 größten Radrennfahrer aller Zeiten.
  2. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,655699,00.html
  3. Mathias Klappenbach: Jan Ullrich und das Doping - Das Ende vom Ende. In: Der Tagesspiegel. 2008-4-15. Abgrüeft am 2010-04-28.
  4. Jan Ullrich: Staatsanwaltschaft Bonn stellt Ermittlungen ein. In: janullrich.de. 2008-04-14. Abgrüeft am 2010-04-28.
  5. Jan Ullrich wegen Dopings schuldig gesprochen, NZZ, 9. Februar 2012 (abgruefen am 9. Februar 2012).
  6. Jan Ullrich gesteht Blutdoping n-tv, 22. Juni 2013
  7. „www.janullrich.de“, Homepage-Iitrag vom 24. Januar 2011
  8. Ullrich ist zum vierten Mal Papa geworden auf Hamburger Abendblatt vom 2. November 2012
  9. Jan Ullrich ist zum vierten Mal Papa geworden. Hamburger Abendblatt, 2012-11-02. Abgrüeft am 2012-11-02.
  10. [1], "Jan Ullrich spielt sich als Moralapostel auf" Artikel auf Welt Online, 9. März 2009
  11. "Burnout-Syndrom bei Ullrich", Artikel vom 13. August 2010