Idiotikon
Es Idiotikon (Griechischisch Idio, Eigenes; Usdruck, Begriff, Mundart) isch e Wörterbuech, wo mundartligi, dialektali, soziolektischi oder fachsprachligi Usdrügg erklärt (au Regionalismewörterbuech). De Bigriff sälber chunt us dem 18. Johrhundert und meint es Wörterbuech, wo die Wort seled erchlärt werde, wo ere Region "eige" sind und wo me drum nöd überall verstaat.
Idiotika sin in dr Sprochwüsseschaft wichtigi Hilfsmittel, zum d Woort, dr Luutstand und de Sprochwandel/Sprochentwicklig in lokale Sprochrüüm dokumentiere und untersueche. Hüfig sin bi Dialäkt und Sozioläkt schriftligi Quellene sälte, will d Sprochtradition vor allem mündlig verlaufe duet und zem Schriibe e sogenannti Standard- oder Schriftsprooch verwändet worde isch (und wird), z.B. Latiinisch, Schriftdütsch oder Änglisch.
S gröscht und woll au bikanntescht Idiotikon isch s Schwiizerisch Idiotikon, wo ab 1862 entstande isch und öppe 2020 sell fertig sy.
E Zämestellig vo verschidene alte Wörtersammlige hät de Walter Haas veröffentlicht: Provinzialwörter. Deutsche Idiotismensammlungen des 18. Jahrhunderts, hg. von Walter Haas [...], Berlin−New York 1994.
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