Hanspeter Wieland

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Dialäkt: Bodeseealemannisch
Hanspeter Wieland im Jahr 2013 in Hagnau am Bodensee

Hanspeter Wieland (* 23. August 1948 in Radolfzell am Boddesee) isch en Schriftsteller, wo Biecher und Gdicht uff Seealemannisch schriibt ibber d Regione, d Mensche und ihre Sproch. Er isch Mitherausgeber vu Gdichtsammlunge und Anthologie. Vereffentlichunge vu ihm gits au standardsprachlich.

Lebbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die Statione uff sinnem Lebenweg sinn gsi Bettebrunne (Hailigebärg), Pfulledorf, Etteneminschter und Ettene, Konschdanz, Berlin. Denoch isch sin Schwerpunkt fascht 40 Johr lang Immeschtaad am Boddesee. Noch em kurze Wohne in Salem-Neufrach hot er im März 2013 sinnen Wohnsitz uf Ibberlinge verlegt. Richard Gäng isch sin Lehrer gsi i de Kloschterschuel St. Landolin z Etteneminschter und hot sinne sprochliche Gwandtheit gsähe. Hanspeter Wieland hot sinne praktische Site in de Usbildung zum Maschineschlosser vewirkliche könne. Er hot denoch in ville Bruef i de Induschtri gschafft. Er isch ghirotet und hot drei Söhn. Hanspeter Wieland gheert sit iber 40 Johr de Gwerkschaftsbewegung a, sit 1995 bim Verband deutscher Schriftsteller. E Zitlang isch er Autoresprecher gsi bi de Muettersproch-Gsellschaft. I de internationale Boddeseeregion zellt mer ihn zu de Meersburger Autoren-Runde.

Philosophie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Hanspeter Wieland predigt es guets, gerechts Zsammelebe und d Achtung vor de Naddur, Dierle un Pflanze.[1] Sinne Gdicht sind e Komposition us alemannische Werrter mit alemannischem Hintersinn und Wortklang. Er isch en Sprochkünstler.[2]

Manfred Bosch hot sell gnennt:

„... erfreulichste Blutauffrischung für die alemannische Mundart seit langem ...“

(Manfred Bosch: Besprechung vu Hanspeter Wieland: Schineggler sowie Bappele hinterefier)

[3] Und Markus Manfred Jung atteschtiert:

„So hät in unsem Dialekt no kein gschribe.“

(Markus Manfred Jung: Besprechung vu Hanspeter Wieland: Bappele hinterefier)

[4]

Sin Motto isch:

„schwätze mummer mit de Leit – schwätze“

(Hanspeter Wieland: Gdicht Freundlichkeit - Freundlichkeiten)

[5]

Und si (dreifachs) Lebensideal isch: Gleichberechtigung vu Manne un Froue. Reschpekt firs Schaffe mit de Hand. Ohne Eigetum lebbe.

Lesunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bei Autorelesunge allei oder mit Kollege trägt er zum Verständnis vum Bodeseealemannische bei.[6] [7]

Auszeichnunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

[8]

  • 1989: 1. Preis VHS-Bodenseekreis fir d Mundartlyrik
  • 1991: Arbeitstipendium vum Förderkreis dt. Schriftsteller
  • 1992: Kulturförderpreis vu de Stadt Friedrichshafen

Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

[9]

Alemannisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Alemannische Gedichtbänd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hanspeter Wieland: Sonigs und Sottigs. H. Wieland 1987.
  • Hanspeter Wieland: Bappele hinterefier. Alemannische Gedichte. Drey-Verlag, Gutach 1995. ISBN 978-3-980463-61-3.
  • Hanspeter Wieland: Schineggler. Alemannische Gedichte aus der Fabrik mit einem Nachsatz in Schafseckel-Deitsch. Drey-Verlag, Gutach, 1999. ISBN 3-933765-01-3.
  • Hanspeter Wieland: Omma häckerlet de Gaate. Alemannische Gedichte. Drey-Verlag, Gutach, 2001. ISBN 3-933765-08-0.

Beiträg in Zeitschrifte und Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hanspeter Wieland: Die Mundarten Vorarlbergs,17 zeitgenössischen Mundartautoren aus dem Vorarlberg. In: Alemannisch dunkt üs guet, Heft 3/4, 1995.
  • Hanspeter Wieland: Blüemlegedichte. Blumenpoesie alemannischer Dichterinnen. In: Alemannisch dunkt üs guet 1/2005.
  • Hanspeter Wieland: Kinderzit, Erinnerungen alemannischer Autoren an Kriegs-und Zwischenkriegszeit. In: Alemannisch dunkt üs guet 1/2009.
  • Hanspeter Wieland: Fremds Vögele. In: Strandgut von Träumen. Weiler im Allgäu, 1990.
  • Hanspeter Wieland: Auf dem Enneberg. Eine Reise durch das Markdorfer Gewann selben Namens. In: Kultur, Dornbirn,1990 und Allmende 50/51. Eggingen, 1996.
  • Hanspeter Wieland: Annäherungen an eine Seeheimat. In: Immenstaad, Geschichte einer Seegemeinde. Konstanz, 1994.
  • Hanspeter Wieland: Heimatland Heimat, 25 Jahre Bodenseekreis. In: Allmende 60/61, Eggingen, 1999.
  • Hanspeter Wieland: Kurgäscht, Epfel und Dornjeh. In: Unser aller Weg führt übern Bodensee. Eggingen, 2000.
  • Hanspeter Wieland: Beese Dag. Alemannische Gedichte. In: Allmende 70/71. Eggingen, 2001.
  • Hanspeter Wieland: Wohin Neue Mundart? In: schwädds 23. Bad Schussenried, 2002.
  • Hanspeter Wieland: Wenn onn d Sunnebrille nadutt. In: Rheticus 3/4, Feldkirch, 2002.
  • Hanspeter Wieland: Leute am See. In: Bodenseegedichte aus 12 Jahrhunderten. Eggingen, 2005.
  • Hanspeter Wieland: Sprechübungen. In: Harras 21, Dozwil, 2006.
  • Hanspeter Wieland: Handarbeit und Dialekt. In: schwädds 26, Reutlingen, 2007.
  • Hanspeter Wieland: Die Ästhetik des Kürzens. Zu den kurzen Vokalen im Seealemannischen. In: Leben am See, 28. Bodenseekreis, 2011.

Mitherausgeber[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hg. (mit Markus Manfred Jung und W. Wurth): weleweg selleweg. Anthologie mit Texten von 33 zeitgenössischen Mundartautoren aus Baden. Drey-Verlag, Gutach, 1996. ISBN 3980463621.
  • Hg. (mit Markus Manfred Jung und W. Wurth): I mag di mog di mig di. Alemannische Liebesgedichte-Anthologie. Gutach, 2009.

Alemannische Texscht uf ere CD[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hanspeter Wieland: Ufem Bergle iberem See. Mundarttexte gesprochen vom Autor. Drey-Verlag 2004. Audio-CD. ISBN 978-3-933765-16-1.
  • Hanspeter Wieland (nur Texte): 7 Lieder, Mini-CD. Musik von Reinhold Schneider, Immenstaad no act records, Immenstaad, 2011.

Schriftdeutsch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Prosa[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hanspeter Wieland: Der arme Poet. Zehn Versuche mit zwei Anhängseln zu einem Thema von Spitzweg. De Scriptum, Uhldingen 1998. ISBN 3-931071-15-4

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Lesung vu H. Wieland in Friedrichshaffe ibber es friedliche Mitenand
  2. Friedel Scheer-Nahor über Hanspeter Wieland
  3. Manfred Bosch: Unbotmäßigkeit und Anarchie. In: Südkurier vom 29. Juli 1999.
  4. Wunderfitz vom Wald (=Markus Manfred Jung): Bappele hinterefier. In : Badische Zeitung vom 20. April 1996
  5. Hanspeter Wieland: Sonigs und Sottigs. H. Wieland 1987.
  6. Landratsamt Bodenseekreis: Lesung: So schwätzet d Seehase. Mundartpoetisches rund um den Bodensee. Im Spiegelsaal des Neuen Schlosses in Meersburg am 25. Oktober 2013.
  7. Lesunge mit Hanspeter Wieland
  8. Hanspeter Wieland bi de Autorinne und Autore in Baden-Württemberg
  9. Werk ufglischtet bi de Muettersprochgsellschaft und de Deutsche Nationalbibliothek

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Hanspeter Wieland – Sammlig vo witere Multimediadateie