Gerhard Richter

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Gerhard Richter 2005
Dr Gerhard Richter fotografiert vom Lothar Wolleh, um 1970

Dr Gerhard Richter (* 9. Februar 1932 z Dresde) isch e dütsche Mooler, Bildhauer und Fotograf. Vo 1971 bis 1993 isch er Brofässer für Moolerei an dr Kunstakademii Düsseldorf gsi.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Gerhard Richter isch z Reichenau (hüte Bogatynia) und Waltersdorf in dr Oberlausitz ufgwaggse. 1948 het er die Middleri Rifi an dr hööchere Handelsschuel z Zittau gmacht und isch dört vo 1949 bis 1951 zum Schrifte-, Büüne- und Wärbigsmooler usbildet worde. 1951 het er an dr Hochschuel vo de bildende Künst z Dresden bim Karl von Appen, Heinz Lohmar und Will Grohmann afo leere. 1955 het er für si Vordiplom e Wandgmäld (Abendmahl mit Picasso) für d Mensa vo dr Dresdner Akademii gmoolt, 1956 en anders Wandbild für s Dresdner Hygienemuseum (Lebensfreude) für si Diplomarbet. Wo dr Richter spööter us dr DDR gflüchdet isch, het mä die Gmäld übermoolt. Vo 1957 bis 1961 het er as Mäisterschüeler an dr Akademi gschafft und Staatsufdrääg vo dr DDR übernoo. In dere Zit het er e Hufe Wandbilder (z. B. Arbeiterkampf), Öölgmäld (Bordret vo dr Angelica Domröse, im Richter si ersti Frau Ema und s Stadtbild vo Dresde) und Zäichnige (z. B. Sälbstbordret) gmacht.

Dr Gerhard Richter vor sim Wärk Strontium (Februar 2005, K20)

Ändi Februar 1961 isch dr Gerhard Richter über West-Berlin uf Westdütschland gflüchdet. Numen e baar vo sine Bilder, won er het müesse zruggloo, si erhalte. Vo 1961 bis 1964 het er an dr Kunstakademii Düsseldorf bim Friedrich Macketanz und K. O. Götz witerstudiert. 1971 isch er denn dört Brofässer für Moolerei worde.

1964 het dr Richter Äinzelustellige z Münche, z Düsseldorf und z Berlin gha und isch bald in e Hufe in- und usländische Galerien und Museum zäigt worde. 1972 isch er im Dütsche Bavillion vo dr Biennale vo Venedig mit dr Grubbe vo Wärk 48 Portraits verdräte gsi. 1978 isch er Gastbrofässer am Nova Scotia College of Art and Design z Halifax worde. 1984 isch er bi dr Usstellig Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf drbii gsi und in de 1990er Joor het s dütsche Abgeordnetehuus fümf Gmäld von em in sim Festsaal lo ufghänke.[1]

Si internazionaali künstlerischi Anerkennig isch in dene Joor immer gröösser worde und en umfassendi Retrospektive isch z Bariis, Bonn, Stockholm und Madrid zäigt worde. 2002 het s Museum of Modern Art, Nöü York, e Retrospektive mit 188 Exponaat zäigt.

Dr Gerhard Richter zelt zu de erfolgriichste Mooler vo dr Geegewart. The Guardian het en sogar as dr „Picasso vom 21. Joorhundert“ bezäichnet.[2][3]

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Susanne Küper: Konrad Lueg und Gerhard Richter: Leben mit Pop – Eine Demonstration für den Kapitalistischen Realismus. In: Westdeutsches Jahrbuch für Kunstgeschichte. Band LIII. Dumont, Köln 1992, S. 289–306.
  • Jürgen Harten (Hrsg.): Gerhard Richter: Bilder 1962–1985. Mit dem Werkverzeichnis von Dietmar Elger 1962–1985, Dumont, Köln 1986, ISBN 3-7701-1772-7.
  • Angelika Thill: Werkverzeichnis ab 1962. In: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Gerhard Richter. Ostfildern-Ruit 1993, ISBN 3-89322-554-4, ISBN 3-89322-574-9 (beinhaltet das derzeit gültige Werkverzeichnis von 1963 bis 1993, ohne die Werke vor 1962 und nach 1993)
  • Eckhart Gillen: Gerhard Richter: Herr Heyde oder die Mörder sind unter uns. Die Auseinandersetzung mit den Traumata der verdrängten Geschichte in Westdeutschland. In: Eckhart Gillen: Schwierigkeiten beim Suchen der Wahrheit. Berlin 2002, S. 186–191. (PDF-Datei; 2,80 MB)
  • Dietmar Elger: Gerhard Richter, Maler. Dumont, Köln 2002, ISBN 3-8321-5848-0. (Biografie)
  • Hubertus Butin: Gerhard Richter, Frühe Druckgrafik 1965–1974. Grafik-Verlag, Frankfurt 1992, ISBN 3-9802488-5-2.
  • Robert Storr: Gerhard Richter: Malerei. Cantz, Ostfildern-Ruit 2002, ISBN 3-7757-1169-4.
  • Dietmar Elger: Gerhard Richter: Landscapes, Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2002, ISBN 3-7757-9101-9.
  • Hubertus Butin, Stefan Gronert: Gerhard Richter, Editionen 1965–2004: catalogue raisonné. Cantz, Ostfildern-Ruit 2003, 2004, ISBN 3-7757-1430-8.
  • Jürgen Schilling: Gerhard Richter: Eine Privatsammlung. Richter, Düsseldorf 2004, ISBN 3-937572-00-7.
  • Hans-Ulrich Obrist: Gerhard Richter: 100 Bilder. Cantz, Ostfildern-Ruit 2005, ISBN 3-89322-851-9.
  • Jürgen Schreiber: Ein Maler aus Deutschland: Gerhard Richter: Das Drama einer Familie. Pendo, München und Zürich 2005, ISBN 3-86612-058-3.
  • Helmut Friedel, Robert Storr: Gerhard Richter: Rot – Gelb – Blau. Prestel, München 2007, ISBN 978-3-7913-3859-0.
  • Alexander Kluge (Texte), Gerhard Richter (Fotos): Dezember: 39 Geschichten. 39 Bilder. Bibliothek Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-22460-1.
  • Dietmar Elger, Hubertus Butin, Oskar Bätschmann: Gerhard Richter. Landschaften, hrsg. von Dietmar Elger, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-7757-2639-9.

Filmographii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1966: Kunst und Ketchup. Von Elmar Hügler. Fernsehfilm des Südwestfunks, 14. Dezämber 1966, 45 Min.
  • 1969: Gerhard Richter – In der Werkstatt. Orbis-Film, Regie: Hannes Reinhardt, 13 Minute, Goethe-Institut Inter Nationes
  • 1989: Augenblicke – Gerhard Richter: 18. Oktober 1977. Von Viktoria von Flemming, 14 Minute
  • 1992: Gerhard Richter: Meine Bilder sind klüger als ich. 55 Minute.
  • 1994: Gerhard Richter Malerei 1962–1993. Von Henning Lohner, 42 Minute.
  • 1999: Das Dresdener Frühwerk. Von Christine Haberlik, Beitrag für Aspekte, ZDF, 4. Juni 1999
  • 2003: Gerhard Richter – Vierzig Jahre Malerei. Zur Ausstellung im New Yorker MoMA, 3sat, 26. April 2003, Inhaltsaagoob vo 3sat
  • 2006: ‚Tante Marianne‘ kommt unter den Hammer. Die tragische Familiengeschichte des Gerhard Richter und wie sie sich in einem autobiografischen Meisterwerk widerspiegelt. Dokumentation, von Lars Friedrich, Produktion: WDR, ttt – titel, thesen, temperamente, Ersti Sändig: 18. Juni 2006, Inhaltsaagoob vom WDR
  • 2007: Das Richter-Fenster. Von Corinna Belz, ARTE, 26. August 2007, Inhaltsaagoob vo ARTE
  • 2011: Gerhard Richter – Painting. Von Corinna Belz. Dokumentation, 97 Minute. (Kinostart 8. Septämber 2011.)

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Gerhard Richter – Album mit witere Multimediadateie

Ardikel

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Granata mit Courage im Tagesspiegel vom 15. April 2008
  2. “Picasso of the 21st century” donates works to home town museum Luke Harding in The Guardian vom 6. Juli 2004 abgerufen am 21. Dezember 2010 (englisch)
  3. Das Geheimnis des Malers, Jürgen Schreiber in Der Tagesspiegel vom 23. August 2004 abgrüeft am 21. Dezämber 2010
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Gerhard_Richter“ vu de dütsche Wikipedia.

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