Fundamentalismus

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Dr Fundamentalismus (vo latiinisch fundamentum ‚Underbau‘, ‚Grund‘, ‚Fundamänt‘) isch en Überzügig oder soziali Bewegig, wo aanimmt, ass iiri Interpretazioon von ere inhaltlige Grundlaag (eme Fundamänt) die äinzig woori isch. Dr Fundamentalismus wird dur e stark polarisierti Usleegig von ere Letschbegründig umgsetzt.

Im witere Sinn stellt sich dr Fundamentalismus gege d Modärne und forderet, ass mä zu de Wurzle von ere bestimmte Religion oder Ideologii wurd zruggoo, und brobiert die Forderig wenn nöötig mit radikale und zum Däil intolerante Middel duureysetze. Dr Vorwurf vom Fundamentalismus wird au uf soziali oder politischi Grubbe bezooge, wo mä von ene mit Rächt oder mit Unrächt säit, ass si iiri ideologischi Orientierig as absolut richdig gseen und um die gsellschaftligi Vormacht wurde kämpfe.

In dr Alldaagssprooch verstoot mä under Fundamentalismus vilmol ooni Underschiid z mache konservativi religiöösi Grubbe, gwaltdäätigi Mitgliider vo gwüsse Volksgrubbe, wo mee oder weniger religiös motiviert si, oder Terroriste. Daas macht dr Begriff eender broblematisch.

Politisch bsundrigi Brisanz häi in de letschte Joor dr christlig Fundamentalismus in de Veräinigte Staate aagnoo, wo mit dr Teebardei d Politik vo dr Republikanische Bardei in groossem Maass beiiflusst, und dr islamisch Fundamentalismus, wo sich in de mäiste islamische Staate usbräitet und mit spektakulääre Aaschleeg im Weste dört für en Abbau vo de demokratische Volksrächt gsorgt het und em Waggse vo dr Intoleranz.

Litratuur (chronologisch)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Thomas Meyer: Fundamentalismus: Aufstand gegen die Moderne. Reinbek bei Hamburg 1989, ISBN 3-499-12414-9.
  • Martin Riesebrodt: Fundamentalismus als patriarchalische Protestbewegung: amerikanische Protestanten (1910-28) und iranische Schiiten (1961-79) im Vergleich. Tübingen 1990, ISBN 3-16-145669-6.
  • Stephan H. Pfürtner: Fundamentalismus – Die Flucht ins Radikale. Herder, Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-451-04031-X.
  • Hubertus Mynarek: Denkverbot – Fundamentalismus in Christentum und Islam. 1992, ISBN 3-926901-45-4.
  • Martin E. Marty, R. Scott Appleby (Hg.): Fundamentalisms observed. (The Fundamentalism project; v. 1). University of Chicago Press, Chicago u.a. 1994, XVI, ISBN 0-226-50878-1.
  • Andreas Becke: Fundamentalismus in Indien? Säkularismus und Kommunalismus am Beispiel von Ayodhya, in: Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft, 78. Jahrgang, 1994, Heft 1, S. 3-24, ISSN 0044-3123
  • Martin E. Marty, R. Scott Appleby (Hg.): Fundamentalisms and the State. Remaking Polities, Militance, and Economies. (The Fundamentalism project; v. 3). University of Chicago Press, Chicago u.a. 1996, IX, ISBN 0-226-50884-6.
  • Olivier Roy: The Failure of Political Islam. Tauris, London 1999, ISBN 1-85043-880-3.
  • Stephan Holthaus, Fundamentalismus in Deutschland: Der Kampf um die Bibel im Protestantismus des 19. und 20. Jahrhunderts, 2. Aufl. Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft, 2003, ISBN 3-932829-85-9.
  • Karen Armstrong: Im Kampf für Gott. Fundamentalismus in Christentum, Judentum und Islam. Siedler, München 2004, ISBN 978-3-88680-769-7.
  • Olivier Roy: Der islamische Weg nach Westen. Globalisierung, Entwurzelung und Radikalisierung. Pantheon, München 2006, ISBN 3-570-55000-1.
  • Clemens Six, Martin Riesebrodt, Siegfried Haas (Hg.): Religiöser Fundamentalismus. Vom Kolonialismus zur Globalisierung. StudienVerlag, Innsbruck u.a. 2004, ISBN 3-7065-4071-1
  • Thomas Schirrmacher, Fundamentalismus. Wenn Religion zur Gewalt wird, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2010, ISBN 978-3-7751-5203-7.

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