Frastanz

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Frastaz
Wappe vo Frastaz
Frastanz (Österreich)
Frastanz
Basisdate
Staat: Östriich
Bundesland: Vorarlberg
Politische Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeiche: FK
Fläche: 0032.26 32,26 km²
Koordinate 47° 13′ N, 9° 37′ O47.229.62510Koordinate: 47° 13′ 12″ N, 9° 37′ 12″ O
Höchi: 510 m ü. A.
Iiwohner: 6.274 (31. März 2012)
Bevölkerigsdichti: 194,48 Iiw. pro km²
Poschtleitzahl: 6820
Vorwahl: 05522
Gmoandskennziffer: 8 04 05
Website: www.frastanz.at
Politik
Frastaz mit Pfarrkircha; im Vordergrund flüßt d'Samina
Frastaz mit Pfarrkircha; im Vordergrund flüßt d'Samina
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Dialäkt: Vorarlbärgisch

Frastaz isch a Marktgmoand mit 6274 Iwohner (Stand 31. März 2012) im Bezirk Fealdkirch im österrichischa Bundesland Vorarlbearg.

Geografii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Frastaz ligt im Bezirk Fealdkirch in Vorarlbearg, am westlichsta Bundesland Österrichs, uf 510 Meter Höhe. 61,2 Prozent vo da Fläche sind bwaldat. D'Samina flüßt bei Frastaz in d'Ill.

Ortstöal vo da Gmoand sind:

Hofen
Einlis
Amerlügea (228 Iwohner)
D'Parzella Amerlüga ligt uf ana Terrassa am Oschtabhang vom Vorderälpele uf eppa 760 Metr Seehöhe.
Fellagattr (1.257 Einwohner)
Fellagattr isch die gröschte Parzella vo Frastaz und uf am Fellagattner Gebiet vom Stadtschrofa sind frühaste Sidklungsspura us prähistorischa Zit nochwisbar.
Bodawald
Frastafeders (207 Einwohner)
D'Parzella Frastafeders ligt uf ana vom Dorf Frastaz us gsaha südsitiga Hangterrassa in anam Höhabereich vo eppa 560 bis 590 Metr.
Die urkundlich mehrmols erwähnte Burg Frastafeders im Klöslefeld (beim Schloß) isch durch Usgrabunga unter Wilhlems Shydow bewisa wora.
Gampelü (232 Einwohner)
Gampelü ligt südöstlich vo Frastaz uf ana Hangterrassa in eppa 700 Meter Seehöhe und isch zur Gänze a Enklave im Gmoandsgebiet vo Nenzing. In da Frastanzer Urkunda schint da Nama "Gampelü" erschmols im Johr 1365 uf. Es umfasst d'Ortsteile Winkel, ober Gampelü, Rofel, Kosa, Bardella, Anderhalda und Galätscha.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Frataz ligt ana Römerstroß. D'Habsburger honds abwechslungswis vo Tirol und Vorderösterrich (Freiburg im Breisgau) us regiert.

D'Burg Frastafeders dürft uma 1258 baut wora si als montfortische Linienteilung und als Vorposta vom Graf vo Werdaberg gegat Fealdkirch. Ußerdem hot se d'Ufgab ket, da Wäg übers Sarojajoch zum sichra.

Welchas Dianstmasgschlecht da Werdaberger im 13. Johrhundert uf Frastafeders gsi isch, isch ned bekannt. 1317 hot da Graf Rudolf II vo Werdaberg-Sargans d'Burg am Reichsritter Ulrich Thumb vo Neuburg verliha.

D'Burg Frastafeders isch ned mol hundert Johr lang gstanda. Scho 1344 isch se bei ana Usernandersetzung zwüschat da Grafa vo Montfort-Fealdkirch higmacht wora.

Uf am Frastanzer Boda hot 1399 d'Schlacht bei Frastaz stattgfunda, oana vo da blutigsta und wichtigsta Schlachta vom Schwobakriag. Vo 1805 bis 1814 hot Frastaz zu Bayern kört, danoch wiider zu Österrich. Lang isch Frastaz unter da Herrschaft vo da Sunnaberger gsi.

Am 15. Juni 1910 hot d'Ill d'Dammbauta an drei Stella durchbrocha und as Frastanzer Riad in an See verwandelt.

Zum Österrichischa Bundesland Vorarlbearg kört Frastaz sit da Gründung 1861. Dr Ort isch 1945 bis 1955 Teil vo da französischa Besatzungszone in Österrich gsi.

Bvölkerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bvölkerigsentwicklig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Für's Johr 2003 isch an Usländeranteil vo 17,8 Prozent age. Da Anteil vo Lüt mit Migrationshintergrund isch jedoch wesentlich höher, do alanig in da letschta 10 Johr 595 Lüt ibürgert wora sind.

Gmoandswappa[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Frastanz

S'Gmoandswappa isch im Johr 1968 noch am Entwurf vom Schruser Künstler und Heraldiker Konrad Honold entstanda und am 2. Mai 1969 vo da Voradlbearger Landesregierig verliha wora. As Symbol vom Hifthorn erinnert an a Gschicht, dia sich bei da bluatiga Schlacht vo Frastaz im Johr 1499 abgspiilt ha söll: An Hirtabua uf Amerlüga söll di Eidgenossa gsaha ho, dia über an Pass ko sind und hot d'Frastazer warna wella und so lang in's Horn blosa ho, bis er tot umgfloga isch. D'Sunna in Blau isch as Zoacha, dass Frastaz zu da Grafschaft Sunnaberg kört hot.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D'Gmoandsvertretung bstoht us 27 Mitglidar. D'Zemmasetzig noch da Wahl vo 2010 isch: ÖVP 14 Sitz (48,15 %), SPÖ 6 Sitz (23,15%), FPÖ 4 Sitz (16,84%) und di Grüana mit 3 Sitz (11,86%). Da Bürgermoaster Eugen Gabriel isch vo da ÖVP. D'Gmoandsiinooma us Stüra und susiga Abgaba sind 2001 bei 5.472.670 € gsi, d'Usgoba bei 8.786.152 €. Schulda sins 2001 9.458.227 € gsi.

Wirtschaft und Infraschtruktur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Ortstoal Fellagatter isch früaher Tabak und Hanfseilerei da Hauptzweig vo da Wirtschaft und d'Grundlag vo da Lüt zum Leba gsi. Im Ort hots 2003 117 gewerbliche Betriibe mit 1678 Bschäftigta und 122 Lehrling ge.

Pfarrkircha

Kultur und Sehenswürdigkeita[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Pfarrkirche Hl. Sulpitius
D'Kircha hot ma 1885 noch am Plan vom Kölner und Wianer Dombaumeister Friedrich von Schmidt baut und zählt zemma mit da Kircha us am Silbertal vom glicha Architekt zu da schönschta neugotischa Kircha vo Westösterrich. Am Architekt isch as glunga, d'strukturella Qualitäta vo da Gotik mit da alpina Topographie in Einklang z'bringa. Ma könnt vo ana landschaftlicha Schönheit reda, die a biz eppas vom Geist da Bildr vo da Donauschule beinhaltat.
In bedna Fäll verstärkt da überhöhte Standort di Vertikale Betonung vu da Gotik.
Letzehof
Buddhistischas Kloster Letzehof
Direkt an da Grenz zu Fealdkirch isch sit 1983 s Buddhistische Kloster Letzehof (Tashi Rabten), as ischt s erschte buddhistische Kloster vo ganz Österrich. Es ghört in da Nochfolg noch am tibetischa Meister Geshe Rabten da größta Tradition vom tibetischa Buddhismus a. Döt bildan se oh Ordinierte us. D'Leitung vom Kloster hot da österrichische Mönch Gelong Dschampa Lungtog, wo da Letzehof vu sina Eltara übernea hot künna. Da Letzehof würd oft vo Lehrer, Schualklassa und anderna Gruppa bsuacht um authentische Informationa zum Thema Buddhismus z'kriaga.[1]

Bildung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In Frastaz gitses 3 Kindergärta, 3 Volksschuala und a Mittelschual.

Persönlichkeita[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Adalbert Welte (* 30. Juni 1902 in Frastaz; † 9. Juli 1969 in Hard), Schriftsteller und Beamta
  • Bruno Wiederin (* 24. August 1912 in Schru; † 24. Septembr 1995 in Frastaz), Lehrer und Komponist
  • Hubert Gorbach (* 27. Juli 1956 in Frastaz), ehemaliger Vizekanzler vo Österrich
  • Markus Wallner (* 20. Juli 1967 in Bludaz), Landeshauptmaa vo Vorarlbearg

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Frastaz – Sammlig vo witere Multimediadateie

Einzelnochwiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Marktgemeinde Frastanz, Buddhistisches Kloster Ufgruefa am 19. Juli 2012