Fellatio

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Zeichnerischi Darstellig vo Fellatio

D Fellatio (lat. fellare „suuge“) isch e Form vom Oralverchehr, wo dr Penis drbii mit em Muul, dr Zunge und de Lippe – bim sogenannte Deepthroating au dur d Racheregion – vom Sexualpartner stimuliert wird. Umgangssproochligi Begriffe si under anderem «öbberem eine bloose», «Sex uf französisch» oder «Blowjob» (Blosarbet), wo us em Änglische übernoo isch.

Wenn dr Partner, wo dr Blowjob überchunnt, ehnder aktiver isch as dä, won en git, redet mä mänggisch vo Irrumation (vo lat. irrumo, wo s latiinisch-dütsche Wörterbuech PONS (Klett Verlag, 1994) keusch mit fascinum in os alterium insero (dütsch «dr Penis in s Muul vom ene andere iinedue») 'übersetzt'.

Kontext[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Variation vo dr Praktik

Hüfig wird d Fellatio bim Vorspiil braktiziert, zum die sexuelli Lust z steigere und au zum en Erektion überzchoo. Bi Jugendlige und junge Erwachsene isch si e Form vom Petting. Manne mit schwache Erektione, wo wäge däm vaginal oder anal nit chönne penetriere, chönne dank dr Fellatio mänggisch drzue brocht wärde, Sex mit Penetration ch;nne z haa. Näbe dr physische Erregig chas au e Zsämmehang mit psychische und soziale Komponänte gee, wo in sonige Fäll d Fellatio no attraktiver macht. D Dominanz, d Kontrolle und d Macht wo dä het, wo penetriert, und d Higob vo däm oder dere, wo bloost, chönne e Rolle spiile. Au d Vorstellig, ass män öbbis Verbotnigs macht oder e Tabu bricht, chönne d Erregig vergrössere.[1] Manne, wo bsunders glänkig si, chönne sich sälber oral befriidige. Dere Form vo dr Masturbation sait mä Autofellatio, aber nume 2 bis 3 ‰ vo de Manne si imstand drzue.

Verbreitig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fellatio bi dr Baarig vo Flughünd

Bin ere Studie an 1025 Fraue über die freiwilligi Usüebig vo dr Fellatio hai 55 % von ene gsait, ass si mänggisch, und 14 % von ene, ass si hüfig Oralverchehr wurde ha. Vo de 1507 Opfer vo sexuelle Übergriff z London in de Johr 1988 und 1989, under nä 104 Manne, si 17 % vo de Fraue und 14 % vo de Manne zwunge worde, z bloose, bi 31 % vo de Manne isch Fellatio gegen ihre Wille duregfüehrt worde.[2] In dr Pornografii wird Fellatio hüfig zeigt, im Allgemeine vor em vaginale bzw. anale Gschlächtsverchehr, mänggisch aber au nochhär und hüfig gseht mä en Sprutz uf s Gesicht oder in s Muul vom Sexualpartner (Gsichtsbesoomig).[3]

Fellatio isch au bi andere Primatenarte bekannt. Bsunders bi Bonobo het mä sä beobachtet, meistens aber as Interaktionsmuster vo jugendlige Männli.[4] E Hufe Lüt glaube, ass d Fellatio spezifisch für d Primate sig, das isch aber nid eso. Zum Bischbil git s en Ufnahm vom ene Känguru, wo zuefellig entstanden isch, wo s Autofellatio praktiziert.[5] D Fellatio isch au bi dr Baarig von ere Art vo Flughünd (Cynopterus sphinx) beleit. Die mache s offesichtlig, zum d Kopulation z verlengere.[6][7]

Risike[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Fellatio isch e Form vom Sexualkontakt, wo s Risiko bestoht, ass Gschlächtschrankheite überdrait wärde drbii. En Ejakulation ins Muul isch en Infektionsrisiko für HIV und klassischi Gschlächtschrankheite wie Syphilis und Gonorrhoe, bsunders für dr Partner, wo sugt. S Risiko isch no grösser, wenn s Gaumefleisch verletzt isch.[8] Institutione wie die Deutsche AIDS-Hilfe oder d Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfähle, bi Sexualkontakt grundsätzlig bestimmti Safer-Sex-Regle iizhalte, zum s Risiko vo Infektione z verchliinere. Zum e HIV-Infektion bi Fellatio z verhindere, wird empfohlen, äntwäder e Kondom z bruche oder drfür z sorge, ass kei Sperma ins Muul chunnt; s Infektionsrisiko für HIV dur s Präejakulat und dur e Speuz isch relativ chli. Zum Schutz vor andere sexuell übertragbare Chrankheite hälfe aber nume Kondom.[9]

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Vern L. Bullough, Bonnie Bullough: Human Sexuality: An Encyclopedia, Taylor & Francis, 1994, Seiten 426 bis 429, ISBN 0-8240-7972-8

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Fellatio – Sammlig vo witere Multimediadateie

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. John H. Gagnon, William Simon: Sexual Conduct: The Social Sources of Human Sexuality, Aldine Transaction, 2005, Seite 64-65, ISBN 0-202-30664-X
  2. Margaret M. Stark, Martha Stark: A Physician's Guide to Clinical Forensic Medicine, Humana Press, 2000, Seiten 53-54, ISBN 0-89603-742-8
  3. Heide Funk, Karl Lenz: Sexualitäten: Diskurse und Handlungsmuster im Wandel, Juventa, 2005, Seiten 39-40, ISBN 3-7799-1373-9
  4. Elisabetta Palagi, Tommaso Paoli, Silvana Borgognini Tarli: Reconciliation and consolation in captive bonobos (Pan paniscus). In: American Journal of Primatology 62 Nr. 1 (2004), S. 15-30
  5. http://www.youtube.com/watch?v=vGPLrRqkDY8&NR
  6. Min Tan, Gareth Jones, Guangjian Zhu, Jianping Ye, Tiyu Hong, Shanyi Zhou, Shuyi Zhang, Libiao Zhang: Fellatio by Fruit Bats Prolongs Copulation Time. In: PLoS ONE 4, Nr. 10 (2009) [1]
  7. Fellatio keeps male fruit bats keen - New Scientist
  8. Aidshilfe Österreich: Frequently Asked Questions und Aidshilfe Dresden: Oralverkehr - Frauen, die Sex mit Männern haben
  9. Aidshilfe Schweiz: Oralsex – Verwöhnen mit dem Mund
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Fellatio“ vu de dütsche Wikipedia.

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