Europäische Union

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Europa-Flagge vor em Sitz vo de Europäische Kommission

D Europäischi Union (EU) isch e Staateverbund z Europa. Iri Ursprüng het si in de Europäische Gmeinschaft vo Chole un Stahl (EGKS) un de Europäische Wirtschaftsgmeinschaft (EWG), wo 1951 bzw. 1957 gründet worre sin, un de Euratom.
Di erschte Mitgliidstaate sin Belgie, d Bundesrepublik Dütschland, Frankriich, Italie, Luxeburg un d Niderlande gsi. Hüt ghöred zu de EU 28 Staate mit uugfähr 500 Millione Iiwohner.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D EWKS[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Ursprung vo de Europäische Union ligt im Zwaite Weltchrieg mit sine verheerende Folge für Europa. Nach em Chrieg isch d Idee ufcho, ma chönnt en noie Chrieg verhindere, we ma d Wirtschaftsberiich, wo für d Rüschtig wichtig sin, so duet vernetze, dass e noii Ufrüschtig gar nöd möglich isch. S Ziil derbi isch au gsi, mit de Ziit zu ere Versöhnig zwüsche d ehemalige Gägner biizträge. En dritte wichtige Uslöser für d Gründig isch de chalt Chrieg gsi, wo derzue gführt het, dass d Weschteuropäer d Bundesrepublik Dütschland hei welle nöcher a sich binde.[1]

D Gründigsmitglider un d Flagge vo de EGKS

So het ma uf Grund vo eme Vorschlag vom Robert Schuman, wo französicher Useminischter isch gsi, di dütschi un die französischi Produktion vo Chole un vo Stahl ere gmeinsame Behörde unterstellt.[2]
Us dem sognannte Schuman-Plan isch dann 1951 di Europäischi Gmeinschaft vo Chole un Stahl, wo ma au Montanunion gnennt het, entschtande.[3] Scho bi dere Gründig sin Inschtitutione entschtande, wo mit veränderte Näme un Ufgabe au hüt no d Grundlag für d Verwaltig vo de EU bildet. Us de Hohe Behörde isch di Europäischi Kommision worde, us em Ministerrot (Legislative) de hütig Rot vo de EU un us de Beratende Versammlig s Europäisch Parlament. Di legislativ Gwalt ligt hüt bim Europäische Parlament, de Rot het degäge hüt kum noch e Bedütig.

D EWG un d Euratom[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Johr 1957 hei di sälbe Schtaate, wo scho EWKS gründt hei, di Römische Verträg abgschlosse un hei dodermit di Europäischi Wirtschaftsgmeinschaft (EWG) un die Europäischi Atomgmeinschaft (EAG bzw. Euratom) gründt.[4]
S Ziil vo de EWG isch gsi, en gmeinsame Markt z schaffe, wo s für Ware, Dienschtleischtige, Kapital un Arbeitschräft kei Gränze git. D Euratom het solle di friidlich Nutzig vo de Atomenergii fördere.
Zerscht hei d EGKS, EWG un d Euratom e eigeni Kommission un en eigene Rot gha. 1967 het me di Inschtitutone zämeglegt un si als Inschtitutione vo de Europäische Gemeinschafte (EG) bezeichnet.[5]

D witeri Integration[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de Gschicht vo de EU hets immer wider Schritt von ere grössere Integration ghä un au Rückschritt uf dem Wäg, meischt will d Einzelinteresse vo de einzelne Schtaate z gross si gsi. So isch d Idee von ere Europäische Verteidigungsgmeinschaft (EVG) im Johr 1954 Bach ab gange. D französisch Nationalversammlig het dem nöd welle zustimme. Mit eme Veto gäge de Bitritt vom Vereinigte Königriich hät de Charles de Gaulle i de 60er-Johr d Integration ghämmt. [6][7] I de früehe 1980er-Johr isch d Forderig vo de britische Premierminischterin Margaret Thatcher es Probläm gsi, wo en tüfere Bitragssatz für d Brite het welle ha.[8]
Mee Schwung het d EU in de spöte 80er-Johr übercho, wo ma de Plan von eme Europäische Binnenmarkt entwicklet het. Bis zum 1. Januar 1993 hei alli Mitgliidsschtaate ihres Wirtschaftsrächt so wit anenand solle aagliche, dass sämtlichi nationale Hindernis für en europawiite Handel hei solle überwunde si.[9]

Grossi Veränderige het s End vom Oscht-Wescht-Konflikt mit sich brocht un di dodermit verbundeni Wiidervereinigung vo Dütschland.[10] Im Vertrag vo Maastricht, wo am 7. Februar 1992 unterschribe worde isch, het me us de EG d EU gmacht. Au d Gründig von ere Wirtschafts- un Währigsunion isch in dem Vertrag igschlosse gsi.

Um nach em End vom Chalte Chrieg di politisch Spaltig vo Europa z überwinde, het d EU, wo nach Bitritt vo witere Schtaate in de Johr 1973, 1981, 1986 un 1995 jetzt scho 15 Mitglider het gha, z Kopehage Kriterie feschtglegt, wo nach denne d Ufnahm vo de oschteuropäische Schtaate het solle möglech sii.
Freiheit, Demokratii, Rechtsschtaatlichkeit, Menschenrächt un bürgerlichi Grundfreiheite het ma als Grundwert vo de Union definiirt.[11] 2004 un 2007 hets witeri Bitritt zur EU gäh. In de Zwischeziit het d EU 27 Mitglidsschtaate. Sit em Biitritt vu Kroatie am 1. Juli 2013 het d EU 28 Mitglider.

Mitgliedschtaate[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Entwicklung von 1952 bis 2013
  • Gründigsmitglider: Belgie, d Bundesrepublik Dütschland, Frankriich, Italie, Luxemburg, Niderlande.
  • Bitrittsschtaate 1973: Vereinigts Königriich, Irland, Dänemark Z Norwege, des au het welle biträte, het d Bevölkerig in eme Referendum de Bitritt agglehnt
  • 1990: Durch di dütsch Wiidervereinigung isch s Gebiet vo de ehemalige DDR zu de EG dezu cho.
  • Bitrittsschtaate 1995: Schwede, Finnland, Öschtriich D Bevölkerig vo Norwege het sich s zweit Mal gäge en Bitritt usgschproche

Näbe Erwiterige hets au Verchliinerige gäh: Algerie het bis 1962 zu Frankriich ghört (als Teil vom Muetterland) un isch mit de Unabhängigkeit us de damalige EWG usgschiide. Im Johr 1985 het Grönland, wo zu Dänemark ghört, aber autonom isch, in eme Referendum zum Ustritt us de EG entschiide.

Zu de EU gehöred au Gebiet vo de Mitgliidsschtaate, wo nöd z Europa sin: Des sin d französische Überseedepartements Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique un Réunion, di spanische Kanare un d Exklave vo Ceuta un Melilla un di portugisische Inselgruppe vo de Azore un Madeira.

D Insel Man un d Kanalinsle ghöred nöd zur EU, sin aber Teil vom EU-Zollgebiet.[12]

Einzelnachwiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Gustav Schmidt, Die Römischen Verträge und der (Kalte Krieg) Ost–West–Konflikt, abgerufen 29. März 2008.
  2. Europäische Kommission, Erklärung vom 9. Mai 1950, abgerufen 2. Mai 2008.
  3. Europäische Kommission, 1951, abgerufen 2. Mai 2008.
  4. Europäische Kommission, 1957, abgerufen 2. Mai 2008.
  5. Europäische Kommission, 1967, abgerufen 2. Mai 2008.
  6. European Navigator (Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe), Étienne Deschamps: The ‘empty chair’ policy, abgerufen 12. Mai 2008 (englisch).
  7. Europäische Kommission, 1963, abgerufen 2. Mai 2008.
  8. Europäische Kommission, 1963, abgerufen 2. Mai 2008.
  9. Europäische Kommission, 1987, abgerufen 2. Mai 2008.
  10. REGIERUNGonline, Die Europäische Einigung - eine einzigartige Erfolgsgeschichte, abgerufen 2. Mai 2008.
  11. Vertrag über die Europäische Union (Konsolidierte Fassung), Art. 6, abgerufen 18. Februar 2008.
  12. Amt für Amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Protokoll Nr. 3 betreffend die Kanalinseln und die Insel Man (L 73 vom 27.3.1972, S. 164 (DE, FR, IT, NL)), in: Amtsblatt der Europäischen Union, abgerufen 25. Mai 2008.