Bodensee-Kilch

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Chilch
Kilch.jpg

Chilch (Coregonus gutturosus)

Systematik
Deilchlass: Ächti Chnochefisch (Teleostei)
Überordnig: Protacanthopterygii
Ordnig: Lachsartigi (Salmoniformes)
Familie: Lachsfisch (Salmonidae)
Gattig: Coregonus
Art: Chilch
Wüsseschaftlige Name
Coregonus gutturosus
Gmelin, 1818

De Chilch oder Chropffelche (Coregonus gutturosus; alemanischi Näme) isch e Süesswasserfisch. Er ghört wie de Blaufelche, de Gangfisch und de Sandfelche zo de endemische Felchenarte im Bodesee und isch vermuetli i de 1970er Joore uusgstorbe.

Uussie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Chilch isch isch wie all Felche e längliche Fisch. Er cha maximal 30 cm lang were und wögt denn e halbs Pfund. Er het e wiissliche Buuch, de Rugge isch grüenlich-oliiv. Sini Auge und Flosse sind eener grooss.

Sini erst Erwäänig isch im Fischbuech vom Mangolt usem Joor 1557. Er schribt zom Kirchlin:

»Dis sind weiss schupfisch und geformiert wie die Gangfisch, habend gross beüch, werdend als gross als halb Felchen. Ir wonung ist in der tieffe, und ir leich zur Sommers zeyt, sind zu kochen wie die Felchen«.

De gross Buuch, wo i de ältere Literatur as e typisches Merchmool gnennt werd, isch e Folg vo de Verformig, wo de Chilch erliidet, wener us de groosse Tüüfi a d Oberflächi zoge werd. Debii werd nemli de Fisch wegem starche Druckabfall - meeriri Bar! – uufbloose. Us dem Grund werd er au Chropffelch gnennt.

Verbraitig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Chilch isch en endemische Fisch vom Bodesee und isch i andere Gwässer nöd vorchoo. Sit de 1970er isch er nüme gsichtet wore und s werd agnoo, as er uusgstorben isch. Er isch bsunders hüüffig im Überlingersee gfange wore, aber im ganze Bodesee vorchoo.

Lebeswiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Chilch isch e Fisch wo i de Tüüffi lebt und nöd hööcher as 25 Meter underem Wasserspiegel vorchunnt. Er laicht vom September bis Oktober und öberwinteret bis zo Tüüffene vo 140 Meter. Im Märze und Aprile stiigt er zonere Hööchi vo 50 bis 60 Meter uuf, und isch denn guet zfange. De Summer verbringt er wider inere grössere Tüüffi. De Chilch isch e Bodefelch, wo sich vo Würmer, Schnegge und Muschle ernäärt, wo ufem Bode und im Schlamm lebet.

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Maurice Kottelat: European Freshwater fishes. An heuristic checklist of the freshwater fishes of Europe (exclusive of former USSR), with an introduction for non-systematists and comments on nomenclature and conservation. Biologia (Bratislava) Sect. Zool., 52 (Suppl.). 1997.
  • Maurice Kottelat & Jörg Freyhof: Handbook of European Freshwater Fishes. 2007, ISBN 978-2-8399-0298-4.
  • Ross D. E. MacPhee: Extinctions in Near Time: Causes, Contexts, and Consequences. Kluwer Academic/Plenum Publishers, 1999, ISBN 0306460920.
  • Wilhelm Nümann: The Bodensee: Effects of exploitation and eutrophication on the Salmonid community. In: Journal of the Fisheries Research Board of Canada. Ausgabe 29: S. 833–847, 1972.
  • Christian Ruhlé & Theodor Kindle: Morphological comparison of river-spawning whitefish of the Alpine Rhine with the whitefish of Lake Constance In: Polish Archives of Hydrobiology Ausgabe 39: S. 403–408, 1992.
  • Erich Wagler: Die Coregonen in den Seen des Voralpengebietes. VII. Der Kilch des Bodensees (Coregonus acronius von Rapp). In: Internationale Revue der gesamten Hydrobiologie und Hydrographie, Ausgabe 30: S. 1–48, 1933.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Coregonus gutturosus – Sammlig vo witere Multimediadateie
  • Bodensee-Kilch uf Fishbase.org (englisch)
  • Coregonus gutturosus in dr Rote Lischt vu dr gfehrdete Arten vu dr IUCN 2008. Yygstellt vu: M. Kottelat & J. Freyhof, 2008. Abgruefe am 24. Februar 2009