Belenus

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De Belenus isch en Gott bi de Kelte gsii. Er isch mitem römische Apollo gliichgsetzt wore. Noch de Epona isch er die am maiste vo antike Autore gnennti keltischi Gotthait.

Vereerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De früechristlichi Schriftsteller Tertullian (um 200) schribt, as jedi Provinz iri aigni Gotthait hebi, z Noricum sais de Belenus [1]. Us dere Provinz sind denn au e paar Inschrifte an Belenus gfunde wore. Er isch au i de norditalienische Provinz Venetia vereert wore, bsundrigs i de Umgebig vo de Stadt Aquileia, wie meriri Inschrifte bizüget. Ai Inschrift devo hend d Chaiser Diocletianus (284–305) und Maximianus (286–305) em BELENO gwidmet [2]. Wo de Chaiser Maximinus (235–238) ane 238 d Stadt Aquileia bilageret het, hend sini Soldate gsie, wie de Belenus (Βέλεν) i de Loft ghulfe het d Stadt z vertaidige [3].

De Belenus isch aber au im südliche Gallie vereert wore, wie e handvoll Inschrifte zaigt. De Dichter Ausonius (4.Jh.) verzellt zudem no vomene Tempel z Burdigala (hüt: Bordeaux). Allerdings ninnt d Forschig aa, as er de Name nume us poetische Gründ gweelt heb [4].

Öb de Belenus wie de Apollo Grannus und Bormo en Hailgott gsii isch, isch nöd gwüss. Deför sprecht aber di moderni Etymologie as »Quellgott« (< kelt. *Guelenos zu ie. *guelH-; nhd. quellen). Usem gliiche Stamm isch au s gallischi Wort för d Brunechressi bildet: gall. belenion < kelt. *guelenion »da vo de Quelle«. Di älteri Forschig laitet de Name vonere Wurzle *bhel- »hell, lüüchte« ab. De Belenus het vermuetli a merere Ortschafte sin Name ggee, so a Beligna, wo grad bi Aquileia lit und möglicherwiis au a Biel/Bienne (a.1142: Belna < *Belena) [5].

Zämehäng mit andere keltische Gotthaite und Helde, wie mit de gallische Belisama, em kymrischi Beli Mawr und em irischi Bile chönd nöd erwise werde.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Quintus Septimius Florens Tertullianus: Apologeticum 24,8; Ad Nationes 2,8,5
  2. CIL V, 732
  3. Herodianos: Ab Excessu Divi Marci 8,3,8
        Historia Augusta: Maximini duo 22,1
  4. Ausonius: Commemoratio Professorum Burdigalensium 4,7-9; 10,22-24
  5. Felix Stähelin: Die Schweiz in Römischer Zeit; 3. Uflaag. Basel 1948.

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]