Alp (Bergweide)

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Disambig.svg Dä Artikel behandlet e Bärgweid. Witeri Bedütige findt me under Alp.
Plattkofel übber dè Seiser Alm z Süèdtirol

È Alb, Alp oder Alpe bezeichnet diè Bärgweidè oder Bärgmattè, wo während dè Summermönet gnutzt wörred, un stellt somit è Flurform dar. Wirtschaftsgebäude un suschstigi Infraschtruktur sin i dem Begriff mit ygschlossè.

Denebbè bezeichnet bi üs Matte, bair. Alm, diè zum Weidè un Heuè gnutztè Bergweidè un -wisè als Vegedationsgsellschaft (Subalpinè Rasè), ‚Alp‘ abber au nu s Gebäude, d Alphüttè.

Im witerè Sinne bezeichnet Alpwirtschaft odder Alpbetrièb sowoll d Sennerei (au Senntum, alpini Milchwürtschaft), Bärgweidèwürtschaft (diè summerlichi Vywürtschaft, Sennwürtschaft bim Rind un Transhumanz vo Rösser, Gaiß, Schõf), als au Acker- un Fruchtaabau i dè Bergrüüm (Bärglandwürtschaft im Ganzè).

Worthèrkumpft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kuè uff dè Täschalpè im Wallis

Dè Uusdruck Alp isch dè Nominativ vo Albè, èm urschprünglichè Dativ Singular vom Wort Alb(è)/Alp(è).

Alb(è) widderum isch s glychè Wort wiè dè Namme Alpè: Sellè vorrömische Begriff bezeichnet urschprünglich woll èn „(hohè) Bärg“ un denn besunders diè für d Landwürtschaft trybendi Bevölkerig vo dè Alpèdäler wichtigi „Hochweid“. Dõgegè sin diè früèner oft aagnõènè Verknüpfigè mit èm indogermanischè Adjektiv *albhos „wyß“ als falsch z beurteilè.[1]

Z Bayern (uusgnõ Allgäu) un Öschterrych (uusgnõ Vorarlberg) isch ‚Alp‘ nit gebrüüchlich, dort würd ‚Alm‘ benutzt. Devo abgleitet sin d geographyschi Bezeichnungè vo Flurè, Däler, Päss un Gebirge (meischt im Plural). Im Südoschtalpèraum findet sich ‚Alp‘ für d Yrichtig nimmi i dè Regionalsprooch, dört stõõt Schwaig, (von mittelhochdütsch sweige, „Sennerei“) für dè milchvoschaffende Alpbetrib (Schwaighof, bzw. diè zuèghörigi Melkalp),

Geschichtè[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Archäologischi Forschigè vo dè ANISA[2] wised uff èm Dachschteigebirge (Öschterrych) è bronzezitlichi Alpwirtschaft vo 1700 bis 900 v. Chr. nõch. È Reihè vo Radiokollèschtoff- un AMS-Datyrigè-spektometriè beleget sell Aalter. Selli Alpè sin uff Urweidè in Gruèbè mit eigenem Chlyklima un übber dè Waldgränz zwischè 1500 m un 2100 m gründet. Diè Hüttèräscht erkennt mo zum Deil hüt no a dè Steikränz, wo als Fundament für Blockbautè diènte. Bis jetzt hèt mo 28 Alpè nõhwysè könnè. Selli Alpè dienet dè Naarigsvosorgig vom bronzezitlichè Salzbärgbau z Hallschtatt. Ohni Alpwürtschaft wär dè expandyrendi Bärgbau nit möglich gsi. Sell gildet für alli prähistorischè Bergbaugebiète i dè Alpè. Uss dè antikè Literadur isch d Exischtenz vo Alpwürtschaft i dè Zit vo dè Römer bekannt. Au uss sellèrè Zit hèt mo mengi Alpè uff èm Dachschteingebirgi un dè Steiner Alpè z Sloweniè archäologisch erforschè könnè. È nennenswertI inneralpinI Besidelig ab èm Neolithikum bis zu dè würtschaftlichè Umwälzigè vom 19. Jahrhundert hettet ohni Alpwürtschaft nit stattgfundè. „Die Almwirtschaft entlastete die Talweiden und ermöglichte eine Vorratswirtschaft für den Winter“.[3]

Sunschtiges[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Immèschtadt un Mysbach git s diè beidè einzigè Alp- bzw. Almwirtschaftsschuèlè z Dütschland.

Literadur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ringler, Alfred: Almen und Alpen. Höhenkulturlandschaft der Alpen. Ökologie, Nutzung, Perspektiven. Verein zum Schutz der Bergwelt, München 2009, ISBN 978-3-00-029057-2.
  • Neues Handbuch Alp. Handfestes für Alpleute. Erstaunliches für Zaungäste. zalpverlag, Mollis 2005, ISBN 978-3033004436.
  • Ernst Roth, Beat Straubhaar u. a.: Z'Bärg - Wege zum Alpkäse. 6 Bände - Detaillierte Beschreibungen von Berner Alpen Frutingen, Saanenland, Meiringen, Thun, Obersimmental (u. a.) und ihren Produkten. Weber, Thun, ISBN 978-3-909532-01-8 (Thun, Signau, Niedersimmental, Band 1), ISBN 978-3-909532-04-9 (Interlaken, Band 2), ISBN 978-3-909532-11-7 (Frutingen, Band 3), ISBN 3-909532-20-9 (Obersimmental, Band 4), ISBN 978-3-909532-31-5 (Saanenland, Band 5), ISBN 978-3-909532-32-2 (Haslital, Band 6).
  • Susanne Glatz, Gregory Egger, Daniel Bogner, Susanne Aigner, Wolfgang Ressi: Almen erleben. Wert und Vielfalt der österreichischen Almwirtschaft. KVerlag, Klagenfurt 2005, ISBN 3-85391-240-0.
  • zalp. Die Zeitung der Älplerinnen und Älpler. Zalp, Mollis (Erscheint einmal jährlich zum Alpsommer, PDF-Archiv).
  • Eva Lechner, Reinhard Hölzl: Tiroler Almen. Löwenzahnverlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7066-2422-0.

Weblinggs[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Alpwürtschaft – Sammlig vo witere Multimediadateie

Einzelnõchwys[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Wolfgang Pfeifer (Hrsg.): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 978-3423325110, S. 30.
  2. Franz Mandl: Almen und Salz, Hallstatts bronzezeitliche Dachsteinalmen (Zwischenbericht). 2007-02-01. Abgrüeft am 2010-12-15. (PDF; 384 kB)
  3. Alpen, Archäologie, Geschichte, Gletscherforschung. Haus i. E., 2006, S. 149 ff..
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Alm_(Bergweide)“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.