Achern

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech


Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Stadt Achre
Achern
Deutschlandkarte, Position vo de Stadt Achre hervorghobe
48.6313888888898.0738888888889145Koordinate: 48° 38′ N, 8° 4′ O
Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Nideralemannisch
Regionalvariante: Oberrhialemannisch
Verbreitig:  ?
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Friburg
Landkrais: Ortenaukreis
Heh: 145 m i. NHN
Flech: 65,2 km²
Iiwohner: 24.891 (31. Dez. 2006)[1].
Bevelkerungsdicht: 382 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahl: 77855
Vorwahl: 07841
Kfz-Kennzaiche: OG
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 001
Stadtgliederung: Kernstadt und 8 Stadtteile
Adress vun dr
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
77855 Achre
Webpräsenz: www.achern.de
Oberbürgermeister: Klaus Muttach (CDU)
Lag vo de Stadt Achre im Ortenaukreis
Kart

Achre (amtlich: Achern) isch ä Großi Kreisstadt im Weschde vun Bade-Württemberg, ebbe 18 km südweschtlich vun Bade-Bade bzw. 19 km nordöschtlich vun Offeburg. Si isch nooch Offeburg, Lohr und Kähl d'viertgröscht Stadt im Ortenaukreis.

Geografisch Lag[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre lit om Fuess vum nerdliche Schwarzwald mit de Hornisgrind, om Igong vum Achertal, sowie om eschtliche Rond vun de Oberrhinisch Tiefebeni. D Acher kunnt vum Sidoschte usem Schwarzwald her ins Schtadtbiet, durchfliesst in tr nordweschtlichr Richtung de Stadtteil Oberachre, deno d Kernstadt (d Altstadt isch om rechte Ufer), denn zwische de Stadtteil Fautebach un Groschwier sowie sidlich vum Stadtteil Gomserschd vorbei, un witr in Richtung Rhin. De Fluss het de Stadt de Nome gäbe.

Im Stadtbiet gibt s e paar schine Baggerseee, wu hit teilwiis no Kis un Sand gferdert wird. D greschde sinn de Achersee unn de Peterbagersee in Gomserschd direkt on de Autobahnuffahrt Achre.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre isch 1095 als Acchara zem ärschte Mol erwähnt worre. Spätr isch zwische Ober- un Niiderachr unterschide worre. Niiderachre isch denn spätr nur no als Achre bezeichnet woore. Im Hochmittelaltr isch de Ort iber d Staufenberger un Zähringer on s Riich kumme un de Londvogtei Ortenau unterstellt worre. Mit ihr isch Achre 1334 on Bade kumme, denn 1351 on s Hochstift Strossburg un ab 1405 teilwiis on d Kurpfalz, 1504 on Fürschteberg. Siter 1551 het de Ort zue Vordereschtrich ghert un isch ä Teil vun de Riichslandvogtei Ortenau gsi. 1495 un 1637 isch de Ort vollständig abbrennt un ä paar Johr unbsiidelt gsi.

1805 isch Achre on s spätre Grossherzogtum Bade gfalle un de Sitz vun em Omt worre. 1808 hets d Stadtrecht verlihe bikumme. Ä gwissi Beditung het d Stadt in de badische Revolution vun 1848 ghet. 1924 isch de Omtsbzirk Achre ufglest worre un s sin Biet im Omtsbezirk Bihl zuegordnet worre, wu 1939 de Landkreis Bihl drus worre isch.

Noch em 2. Weltkrieg ghert de Londkreis Bihl zuem Lond Bade un ab 1952 zuem Regierungsbezirk Sidbade. Bi de Kreisreform zuem 1. Jänner 1973 isch de Londkreis Bihl ufglest worre. S sidlich Biet un dämit d Schtadt Achre sin zuem neij bildete Ortenaukreis kumme.

Religione[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Gmeind Achre het om Ofong zuem Bischtum Strosburg ghert. Infolg vun de Zuegherigkeit zue Vordereschtrrich het d Reformation kei Fuess fasse kinne. Dorum isch Achre un sin Umlond iber d Johrhundert fascht usschliesslich katholisch bliibe. 1803 sin d Orte zuem Bischtum Konstanz kumme, bevor des Bischtum 1821/27 Teil vum neij grindete Erzbischtum Friburg worre isch. D Gmeinde hen denn zuem Dekanat Otterwir ghert un 1929 isch Achre Sitz vun eme Dekanat worre (hit Dekanat Acher-Renchtal), wu de Sitz vun dr Katholisch Stadtkirch isch.

Om Ofong vum 19. Johrhundert sin au Proteschtante uf Achre zoge. De ärscht evangelisch Gottesdienscht isch 1842 in de Heil- un Pflegeanstalt Illenau ghalte worre. 1892 isch d evangelisch Gmeind Achre grindet worre, wu sich 1908/09 ihr eigeni Kirch bout hen. Zuer Gmeind ghere au d Proteschtante vun de Stadtteil Oberachre, Fautebach, Gomshurscht, Grosswir un Saschbachried sowie vun de Nochberort Saschbe, Obersaschbe un Lauf. D Stadtteil Önsbach, Mösbach un Wagshurst ghere aber zuer Kirchegemeind Renche. Mit de Josua-Chrischtegmeind isch au ä Freikirch in Achre vertrete.

Zahlenmässig kleinre Gmeinde bilde Muslime, Zeuge Jehovas, Neuapostolisch Kirch un Sibte-Tag-Adventischte.

Igmeindunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die Gmeinde un Gemarkunge sin in d Stadt Achre igmeindet worre:

  • 1. Januar 1971: Oberachre
  • 1. Januar 1973: Fautebach, Gamshurscht, Grosswiir, Mösbach, Önsbach, Saschbachried un Wagshurscht

Iwohnerentwicklung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Iwohnerzahle noch em jewiilige Gebietsstond. D Zahle sin Volkszellungsergebniss (¹) oder omtlichi Fortschribunge vun de jewilige Statistische Ämter (nur Hauptwohnsitz).

Johr Iwohnerzahle
1808 1.300
1825 1.638
1845 2.242
1. Dezember 1871 2.767
1. Dezember 1880¹ 3.145
1. Dezember 1900¹ 3.396
1. Dezember 1910¹ 3.962
16. Juni]] 1925¹ 5.335
16. Juni 1933¹ 5.338
17. Mai 1939¹ 5.835
1946¹ 4.492
Johr Iwohnerzahle
13. September 1950¹ 4.932
6. Juni 1961¹ 6.141
27. Mai 1970¹ 7.596
31. Dezember 1975 20.621
31. Dezember 1980 20.543
27. Mai 1987¹ 20.524
31. Dezember 1990 21.382
31. Dezember 1995 22.658
31. Dezember 2000 23.911
31. März 2005 24.521

¹ Volkszellungsergebnis

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Gmeinderat[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
SPD 1 Sitz 2 Sitz
CDU 9 Sitz 8 Sitz
Wehlervereinigunge 16 Sitz 16 Sitz
Gsamt 26 Sitz 26 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Birgermeischter[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Birgermeischter und Oberbrgermeischter

  • 1905 bis 1933: Wilhelm Schechter
  • 1933 bis 1945: Richard Kraemer
  • 1945 bis 1955: Wendelin Morgenthaler (CDU)
  • 1955 bis 1963: Richard Kraemer
  • 1963 bis 1991: Winfried Rosenfelder
  • 1991 bis 2007: Reinhart Köstlin (SPD)
  • 2007 bis hitt: Klaus Muttach (CDU)

Wappe un Flagge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Wappe zeigt im gspaltene Schild vorne in Gold ä halber, rot bewehrter schwarzer Adler om Spalt, hinte in Rot ä silbriger Balke. D Stadtfohn isch rot-wiss-rot.

De Adler taucht schu in de Siegel vum Gricht in Achre vun 1415 uf. S isch s Symbol vun de Reichslondvogtei, wo Achre dezueghert het. Wu diä on Öschtrrich gfalle gsi isch, isch de wisse Balke ins Siigel mit ufgnumme worre. De Siigel het als Vorlage firs später Wappe dient.

Städtpartnerschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre het sitr 1987 ä Städtepartnerschaft mit de Stadt Morez in Fronkrich.

Kultur un Sehenswirdigkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Theater[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre het ä privats Theater, s Illenau Theater Achern e.V.

Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Sägese- un Heimetmuseum Achern] zeigt d Originalirichtung vun em Sensewerk. Zeigt wird d Gschicht vun de Schniidewerkzig vun de Bronzezyt bis hit. Au d Achner Stadtgschicht isch do zfinde.

Bouwerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D St.-Nikolauskapell

D St.-Nikolauskapell, au s "Klauskirchle" gnennt, isch s Wohrzeiche vun de Stadt. S isch um 1300 erbout worre un het ä runds Ecktürmli. D Hauptkirch isch d katholisch Kirch, wu 1824 im Wiibrennerschtil bout worre isch. D Vorgängerbou isch ä Mariekapell gsi, wu 1489 zuer Kaplanei erhobe un 1535 zuer Pfarrei gmacht worre isch.

Au sähneswert isch d ehemalig grossherzoglich Heil- un Pflegeonstalt Illenau. Diä isch ab 1842 als evangelisch Inschtitution igrichtet worre. Dert sin au evangelischi Gottesdienscht abghalte worre. Ä eigni evangelisch Kirch isch aber ärscht 1909 bout worre.

Regelmässig Veronstaltunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Stadtfescht, alli 2 Johr om zweite Wocheend im Juli
  • Achrer Stadtmeischterschafte im Fuessball. Findet alljohr schtatt. Dert messe alli Stadtteil ihr fuessballerischs Kinne.

Wirtschaft un Infrastruktur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wil Achre Mittelzentrum fir de nerdlich Ortenaukreis isch, spilt de Einzelhondel ä grossi Roll.

Vokehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre isch iber d Onschlussstell Achre on de Autobahn A 5 Karlsruh-Basel un mit de B3, wu durch s Stadtgebiet fiert, guet on s Fernstrossennetz obunde. Usserdem bsitzt Achre ä Bohnhof on de Bohnlinie Karlsrue-Basel. Der isch au Ofongspunkt vum Bimmelbähnli uf Ottehefe.

Medie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In Achre kunnt unterm Nome "Acher und Bühler Bote" ä Lokalusgab vun de Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) rus.

Öffentlichi Irichtunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre isch Sitz vun em Omtsgricht, vun em Finanzamt un em Notariat. De Ortenaukreis het in Achre ä Kreiskronkehus.

Bildung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Achre het ä Gymnasium, ä Realschuel, ä Ferderschuel, drej Grundschuele un Hauptschuele mit re Werkrealschuel (Antoniusschule Oberachre, Grund- un Hauptschuel mit Werkrealschul Achre, Grund- un Hauptschul Önsbach un Vinzenz-Wachter-Schul) sowie fimf Grundschuele in de Stadtteil Gamshurst, Grosswiier, Mösbach, Sasbachried un Wagshurst.

De Ortenaukreis isch Träger vun de beide Beruefliche Schuele (Gewerbeschuel Achre un Kaufmännisch un Huuswirtschaftlichi Schuele), d Maiwaldschuel fir Sprochbehinderti un d Krankepflegeschuel om Kreiskronkehuus Achre.

S git au no d Musik- un Kunschtschuel Achre-Oberkirch.

Persenlichkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sihn un Dechtere vun de Stadt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Witri Persönlichkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898 z'Augsburg; † 14. August 1956 z'Berlin) iflussreichr ditscher Dramatiker un Lyriker im 20. Johrhundert] Dr Brecht isch als Kind vil bi sine Grosseltre, wu on de Hauptstross gwuhnt hen, gsi.
  • Heinrich Hansjakob, Volksschriftsteller. Dr Hansjakob isch ä paar Mol wege psychische Erkrankunge in de Heil- un Pflegeonstalt Illenau gsi.

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Hans-Martin Pillin, Achern. Eine Stadt und ihre Geschichte, Achern 1997.

Ekschterni Syte[ändere | Quälltäxt bearbeite]