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thurisaz

þurisaz oder þurnaz (ᚦ) sind di erschlossne urgermanische Näme vo de th/þ-Ruune. Er lutet uf Altnordisch þurs, Altdänisch ᚦᚼᚢᚱᛋ dhurs; Altenglisch þorn und im Hrabanische Alphabet dorn. D Bidütig isch "Thurs, Riis" oder "Dorn". Im Mittelalter het mer z Skandinavie die Ruune au miteme Punkt gschribe, um de stimmhafti Frikativ /ð/ z schriibe. De gotisch Buechstabe "þ" (𐌸) haisst degege thiuth "Guets" und d Form entsprecht em griechische Buechstabe Phi (Φ).

De Buechstaabe isch im Altenglisch und Mittelenglische no lang bruucht worde, denn aber dur d Schriibig "th" ersetz worde (ae. þorn; me. þorn, thorn; ne. thorn »Dorn«). Im Isländische werd de Buechstabe (grooss: Þ, chlii: þ: þorn /θotn̥/) no hüt bruucht.

D th/þ-Ruune isch die dritt Ruune i allne öberlifrete Ruunealphabet und die dritt Ruune vom Freys ætt.

Luutwert[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Ruune stoot för de gmaingermanisch interdentali stimmlosi Frikativ (IPA /θ/), so i de ältere und i de kontinentale Runeinschrifte. Im Altenglische stoot er för /θ/ und s stimmhafti Allophon /ð/, baid Luut sind aber i Tegscht, wo mitem latinische Alphabet verfasst worde sind, mengisch au mit em Zaiche "ð" gschribe worde. Au im nordische Futhork stoot th-Rune för /θ/ und /ð/. De isländisch Buechstabe werd nume för de stimmlos Frikativ bruucht, de stimmhaft Lut werd degege mit "Ð" bzw. "ð" gschribe.

Esotheerik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de moderne Esotheerik bidüütet d th-Ruune zerstörischi und schadvolli Mächt aber au chraftvolli Vertaidigung. Im Ruuneyoga bildet mer die Ruune, wemer sich en Arm siitwärts i sini Hüft stemmt, de Ellboge geg use, so ases vo voore a die Ruuneform erinneret.

Unicode[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Unicode UTF-16 U+16a6
Unicode-Nôme RUNIC LETTER THURISAZ THURS THORN
HTML ᚦ


Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Klaus Düwel: Runenkunde. Metzler Bd. 72; Stuggart 2001; ISBN 3-476-13072-X